MYFaceID, Riya & Polarrose – Die raffinierten Foto-Fahnder im Internet

Mittlerweile kursieren Unmengen privater Fotos und Videos im Netz. Bislang namenlos oder mit Nicknamen getarnt, verlieren sie nach und nach ihre Anonymität. Denn Spezialfirmen wie MYFaceID oder riya haben sich auf die Web-Suche per Gesichtserkennung spezialisiert. Per eingescanntem Passfoto errechnen raffinierte Programme die markanten Stellen eines Gesichtes und ermitteln mathematisch deren Lage zueinander. Kurz darauf durchforstet eine Software sämtliche Fotos im Netz nach Übereinstimmungen.

Auch über den Suchdienst Polarrose kann jeder die Bilder einer bestimmten Person im Web aufspüren. Zum Tragen kommt dabei eine Technologie, die zweidimensionale Fotos in 3-D-Grafiken umwandelt. So können Abweichungen auf den Bildern (Mimik, Beleuchtung usw.) als Störquelle ausgeschaltet werden und die Trefferquote erhöht sich um ein Vielfaches. Des Weiteren bedient sich Polarrose der Mach der Nutzer, indem diese über ein Eingabe-Fenster Personen, die sich auf einem Bild befinden, mit einem Sternchen markieren und Hintergrundinformationen zu dieser Person eintragen können.

Next Generation Identification?

Weltweit wird zurzeit an Systemen gearbeitet, welche die Daten der Foto-Fahnder ganz automatisch und äusserst intelligent auswerten. Die DARPA (eine Behörde des Verteidigungsministeriums der USA) wie auch das FBI arbeiten fleissig an der Entwicklung von Programmen und Datenbanken, die beispielsweise Verbrecher schon bald mittels Tattoos oder Narben identifizieren sollen.

Fluch oder Segen?
Sobald die Technik die breite Masse erreichen wird, müssen wir uns künftig wohl genauestens überlegen, wo wir welche Fotos hinterlegen. Ich persönlich stehe dieser Technologie äusserst kritisch gegenüber und hoffe, dass die Idee nicht am Ziel vorbeischiesst. Trotzdem denke ich, dass diese Tools bestimmt ihre Anhänger finden werden.

Was haltet Ihr von der fortschrittlichen Foto-Fahndung per Internet?

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4 Kommentare

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  1. Webdesign | 4.02.2009 00:50

    .

  2. Webdesign | 4.02.2009 00:40

    Hm… eine lückt hat das ganze: fokusiert sich dass ganze auf ernste gesichtszüge. einfach lachend duchr die welt und man wird nicht erkannt.

    gruß

  3. ymo | 31.10.2008 08:09

    Ich denke dies wird noch ein paar Jahre dauern, bis dies einigermassen funktioniert. Man sieht es ja an der Gesichtserkennung, die im Flughafen Zürich geplant war. Das ist jetzt so 5 Jahre her und irgendwie kein Thema mehr, da es nie, nicht mal am Pressetermin mit „Mustergesichtern“, richtig funktionierte.
    Die grössten Probleme sehe ich darin, dass z.B auf einmal eigene Daten einem fremden Gesicht zugeordnet werden. Wie will man dann dies wieder korrigieren?
    Ich frage mich auch, was das bringen soll. Personen nach denen gefahndet wird, bewegen sich in der Öffentlichkeit eh schon eingeschränkt. Vermutlich werden es ja gerade diese Personen sein, die auf dem Web ein riesen Photoalbum von sich führen?

  4. John | 30.10.2008 13:07

    Sehr spannend, doch auch gefährlich. Solang das Tool nützlich und sinnvoll eingesetzt wird, dann finde ich die Anwendung gut. Doch für Missbrauch bietet diese Möglichkeit viel Potenzial.

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