Facebook für Kinder? – Die Altersgrenze bleibt, vorerst!

Vor einigen Tagen sah ich bei einigen News-Portalen die Meldung, dass bei Facebook die Altersgrenze um einen eigenen Account zu erstellen, herabgesetzt werden soll. Diese Meldungen seien jedoch, wie ich jetzt gelesen habe, falsch interpretiert worden und wurden von Facebook Konzern-Chef Mark Zuckerberg in der Zwischenzeit wieder dementiert. – Das Thema habe keine Priorität.

Altersgrenze bei Facebook? Sinnvoll und Wirksam?Das Thema jedoch, finde ich sehr interessant und nicht zuletzt weil ich selber einen neun jährigen Sohn habe, interessiert mich die Sache schon seit geraumer Zeit. Darum habe ich auch bereits im Herbst 2009 in meinem privaten Blog einmal die Frage gestellt, was die Leute von dieser Altersgrenze eigentlich halten und wie sie selber damit umgehen.

Wer eigene Kiddies hat, der weiss vermutlich selber, dass auch die gerne spielen und was eignet sich denn dafür besser, als der FarmVille oder CityVille Account des Papas oder der Mama auf Facebook. Sowieso sind mittlerweile beim Social Media Giganten eine Vielzahl an Spielen im Angebot, welche sowieso eher für Kinder geeignet sind, wie Happy Pets und Co. Laut einer Untersuchung tummeln sich womöglich schon jetzt bis zu 7.5 Millionen Kinder im Netzwerk.

Was also tun Eltern, wenn der Sprössling kommt und fragt, darf ich auch mal deine Felder bewirtschaften oder fragt, ob er denn mal Happy Pets installieren darf. Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten. Zum einen lasst ihr einfach eure Kleinen auf euren eigenen Accounts die Spiele spielen oder ihr eröffnet einen Account für eure minderjährigen Kinder, auf welchem sie dann selber Spiele installieren und spielen dürfen. Denn mal ehrlich, welche Eltern haben es schon gerne, wenn der Nachwuchs im Namen der Mutter oder des Vaters dann alle 10 Minuten eine Happy Pets Aufforderung an die Facebookfreunde versendet?! Natürlich gibt es noch eine dritte und absolut restriktive Lösung, das allgemeine Verbot, aber die lasse ich jetzt hier mal weg.

Wie würdet ihr mit dieser Situation umgehen? Findet ihr die Altersgrenze bei Facebook überhaupt sinnvoll und sollte sie bei 13 Jahren bleiben?

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4 Kommentare

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  1. falki | 18.08.2011 08:15

    hallo jan
    danke für den toggolino tipp! ob es mal ein facebook light geben wird, wage ich jedoch zu bezweifeln…

  2. Jan | 16.08.2011 19:34

    Ich habe eine Tochter (7 Jahre), die auch schon selbstständig ins Internet darf. Facebook ist allerdings absolut tabu. Spielen kann sie in einem sicheren Umfeld im Toggolino Club (www.toggolino.de). Der Club kostet zwar 69€ im Jahr, aber da kann ich mir sicher sein, dass nichts passiert. Vielleicht gibt es irgendwann mal ein Facebook light, bei dem nur Kinder bis zu einem gewissen Alter unter sich sind.

  3. Stephan Wuethrich | 26.05.2011 16:02

    hallo maike
    danke für deinen aufschlussreichen kommentar. ich finde auch, dass die kinder auf facebook dürfen, aber wie du schon geschrieben hast nur unter elterlicher kontrolle. leider fehlt die jedoch bei vielen kindern, da manche eltern entweder keine zeit, oder kein interesse daran haben… und natürlich kann jedes kind auch einfach ein falsches geburtsdatum angeben. darum lieber einen kontrollierten früheren zugang als gar keine kontrolle, auch da kann ich dir nur recht geben.

  4. Maike Reuss | 26.05.2011 15:29

    Meine Erfahrung, die Kinder geben sich als älter aus und schwupp schon haben sie einen Account. Also die Freunde meines Sohnes haben alle einen Account seit ca. 1.5 Jahren, also waren sie im Schnitt 11,5 als sie starteten. Natürlich kam mein Sohn und sagte: “ Ich will auch…“ Ich habe es ihm erlaubt mit der Auflage, dass ich sein Freund werde und am Anfang beobachte, was er so macht inklusive seines Passwords. Wir haben in dieser Zeit beide viel gelernt und ich kann ihn jetzt „loslassen“, wenn er im Oktober 13 Jahre alt wird. Er weiss aber, was man machen kann, was nicht und , wie man kommunizert, welche Links man besser nicht verlinkt und so weiter. Ich finde 13, wenn sie allein unterwegs sind, absolut richtig, vorher müssten Eltern das begleiten, was sie sowieso tun sollten. Danke für deinen Artikel. Maike

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