Sind Twitterer bessere Blogger?

Die Frage, die sich jeder Blogger stellt ist: Wie kriege ich möglichst viele Besucher auf meinen Blog und wie kann ich sie dazu bewegen, dass sie dann noch einen Kommentar hinterlassen. Schöne wäre dann noch, wenn der Besucher den Post bookmarkt und gleich noch den RSS Feed abonniert.

Ich erlaube mir zu behaupten, dass der Titel des Post der wichtigste Faktor ist, um die oben genannten Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen.

Statistisch gesehen verweilte ein Besucher in der Schweiz momentan 37 Sekunden im Durchschnitt auf einer Website. Man sagt zudem, dass ein Besucher im Schnitt 20 Sekunden mit dem Lesen eines einzelnen Textes verbringt.
Diese Fakten machen es für Blogger nicht einfacher. Umso wichtiger ist es, dass ich die Besucher erst einmal auf meine Seite kriege.
Und dafür verantwortlich ist der Titel.

Der Titel erscheint im RRS Feed, im Title des Browsers, bei Google, bei Sites wie Slug, in all den Bookmarking Diensten und bei Twitter.
Und anhand des Titels entscheide ich, ob ich den Post/ Inhalt lesen will oder nicht. D.h. der Titel entscheidet in erster Linie über die Anzahl Besucher auf meiner Website oder meinem Blog.

Nun, was macht einen guten Titel aus?
Die Botschaft des Posts muss in möglichst wenigen Worten und prägnant, vielleicht sogar etwas provokativ, verpackt werden. Und genau dasselbe ist bei Twitter gefordert. Deshalb denke ich, dass ein guter Twitterer auch bessere Titel schreibt und somit erfolgreicher bloggt.
Was denkt ihr?

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7 Kommentare

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  1. Philipp Sauber | 21.10.2008 23:04

    Danke euch für’s Feedback, angeregte Diskussion.

    Konnte mir gleich wieder zwei Themen für zukünftige Posts rausziehen:
    1) Twitter, Sinn oder Unsinn. Das Thema scheint unerschöpflich zu sein.
    2) Posts müssen KURZ sein, sonst werden sie nicht gelesen!

    Es scheint jedenfalls, dass wir uns beim Titel einig sind, es gilt also sich in Zukunft mehr darauf zu konzentrieren.

  2. ymo | 20.10.2008 12:02

    @Sam: Interessante Differenzierung, „normale Menschen“ und „RSS-Leser“. Kann man sich auch zu beidem zählen? 😉

    Bezüglich Twitter weiss ich was du meinst. Sehe aber immer noch Vorteile bei Twitter. Ich kann damit auch Leute erreichen, die nicht in Facebook sind (ja, gibt es immer noch) und Twitter ist irgendwie vergänglicher. Ich lese die Tweets von Leuten denen ich folge genau einmal, in Facebook stosse ich immer wieder auf dieselben einträge.

  3. Sam | 20.10.2008 11:50

    @ymo: erst einmal ehrlich gesagt, kratzt mich Twitter nicht mehr so sehr (weil voll von Müll und der Nutzen eher nicht vorhanden). Ich habe einige neue Feeds durch Twitter gefunden, was ich aber noch nicht an und für sich als Nutzen definieren würde.

    Ich frage mich, wie man Neuleser aquirieren soll durch Twitter – ohne sich zuerst eine Fangemeinde in Twitter aufzubauen von mehreren hundert Followers. Denn für 3-4 neue Feedreader lohnt sich der Aufwand einfach schlichtweg nicht.

    In Facebook erreiche ich eben NICHT nur Leute, die meinen Blog abonniert haben. Weil: Facebook ist für normale Menschen, nicht primär für RSS-Leser. Normale Menschen abonnieren keine Blogs, das ist nun mal einfach/leider so. Auch Freunde, die die Website kennen und ab und zu vorbei surfen, denken nicht im Entferntesten daran, den Feed zu abonnieren.

    Aber wir sind weg vom Thema 🙂 Es stimmt absolut – wenn der TItel nicht anspricht, lese ich nicht. Aber auch wenn der Titel gut ist: ich nehme mir zu wenig Zeit, gründlich zu lesen, sonst wären wir hier nicht so weit vom Thema abgekommen. Bestätigung zu: „Man sagt zudem, dass ein Besucher im Schnitt 20 Sekunden mit dem Lesen eines einzelnen Textes verbringt.“

  4. ymo | 20.10.2008 11:23

    Ein guter Titel ist sicherlich förderlich. Ist wie mit den Schlagzeilen auf den Zeitungsaushängen. Entweder ein Titel spricht mich an und ich kauf mir den Inhalt, oder er tut es nicht und ich lasse es sein. Der gleiche Effekt lässt sich auf alles übertragen, Bücher, Fersehprogramm, Kinoprogramm etc.
    Online ist der Titel noch wichtiger, da er über Aufstieg und Fall in den Google Rankings entscheidet.

    Twitterer sind sicherlich im Vorteil, da sie sich gewohnt sind, sich kurz und prägnant auszudrücken.

  5. ymo | 20.10.2008 11:18

    @Sam
    Dann hast alle, denen du in Twitter folgst, im RSS Abonniert? Man kann das Pferd von beiden Seiten aufzäumen. Ich habe schon viele Blogs als RSS abonniert, nachdem ich einen interessanten Artikel, gefunden über Twitter, gelesen habe. Ich denke um Neuleser zu aquirieren ist Twitter gar nicht so schlecht. Auch wenn du die Links ins Facebook postest, dort erreichst du auch wieder „nur“ diejenigen, die deinen Blog schon lesen oder schon abonniert haben.

  6. Sam | 20.10.2008 10:56

    Witzigerweise hat es dort (in Facebook) sogar z.T. Diskussionen gegeben zu Beiträgen, die im Blog selbst keine Kommentare einbrachten 🙂 es ist aber halt nur „offen“ für Facebook-Freunde, nicht für jedermann…

  7. Sam | 20.10.2008 10:54

    Nun, ich abonniere Blogs, die ich verfolge in meinem RSS-Reader als zentrale Stelle. Wenn nun jemand, den ich in RSS-Reader abonniert habe, in Twitter dasselbe nochmal rauslässt, dann habe ich redundante Daten in meinem Informationseingang – etwas, das ich nicht tolerieren kann in den Fluten von Infos, die täglich so herabregnen.

    Aus diesem Grund habe ich das WordPress-Plugin entfernt, das Twitterer mit automatischen Bookmarks belästigt. Ich poste neue Blogeinträge (und Flickr-Fotos, und YouTube-Videos und Diggs) automatisch ins Facebook (Notes-Import) und dort kann es anklicken, wer will…

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