April, April! – 1. April im Internet

Liebe Leser, seid auf der Hut: Glaubt heute besser lieber gar nichts, denn auch diesen 1. April sind Papier und das Internet mal wieder äusserst geduldig. Längst ist auch das WWW ein beliebter Tummelplatz für „Enten“ und Scherze geworden. Aber auch online heisst es: Vorsicht mit eigenen Ideen, denn das Internet vergisst nie!

Google heisst neu Topeka und braucht „decades“ für seine Suchresultate, Youtube bietet Videos neu auch im Text-Format und Ben & Jerry’s verkauft „Online Ice Cream“ (just lick your screen). Jedes Jahr lesen wir die wildesten Gerüchte online und offline und auch dieses Jahr wird uns wieder die eine oder andere Überraschung begegnen. Doch woher kommt die Tradition eigentlich?

Der Begriff „Aprilscherz“ bürgerte sich im 19. Jahrhundert ein, doch Ursprünge sind schon in viel älteren Überlieferungen zu finden. Was genau den Ausschlag für die offizielle „Scherzkultur“ gab, ist jedoch bis heute bis auf wenige Mutmassungen unbekannt. Fakt ist, dass die Spässe nicht nur im privaten Umfeld ihr Unwesen treiben. Längst gehört der Aprilscherz von Firmen auch im Internet zum guten Ton und es werden Listen über die besten Aktionen geführt.

Für ein Unternehmen ist ein gelungener Aprilscherz eine gute Möglichkeit, mit wenig Aufwand zu grosser Medienaufmerksamkeit zu gelangen. Wer eine kreative Idee hat, kann gut und gerne in den Abendzeitungen landen oder sogar in die Aprilscherz-Geschichte eingehen. Ein Beispiel dafür ist das Youtube-Video aus dem Jahr 2009, welches die Bevölkerung zum Felsenputzen gegen die Verschmutzung unserer Berge durch Vogeldreck aufrief. Hinter der absurden Idee steht die Organisation „Schweiz Tourismus“, welche die Kampagne mit dem Werbeslogan „Wir tun alles, damit Feriengäste perfekte Berge geniessen können“ lancierte. Die sorgfältig aufgezogene und erfolgreiche Geschichte ging um die ganze Welt und bis heute hat das Video dazu stolze 87’400 Klicks generiert.

Der eigenen Kreativität wird keine Grenzen gesetzt, doch sollte man den Schabernack gerade im Internet nicht zu weit treiben, denn die Zeitungen werden morgen weggeworfen, das Internet jedoch „vergisst nie“. Auch am 1. April heisst es somit niemanden und vor allem keine Kunden zu sehr zu verärgern oder gar zu verletzen, denn Berichterstattungen über schlechte Aprilscherze will niemand auslösen.

Wie stehst du zur Scherzkultur am 1. April? Machst du aktiv mit? Welches war dein bester Scherz heute? Welcher Scherz hat dir am besten gefallen, online oder offline? Hat es dich auch erwischt? Kennst du „Klassiker“ oder Scherze, die überhaupt nicht gut angekommen sind?

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4 Kommentare

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  1. Mark | 1.04.2011 13:34

    Das würde zumindest meine Situation erklären ^^
    http://www.inside-handy.de/news/21178-dermatologe-lte-beguenstigt-haarausfall

  2. Jenny Peier | 1.04.2011 09:41

    Der hat aber auch Klassiker-Potential: https://mail.google.com/mail/help/motion.html

    Ich stelle mir gerade alle vor, welche die neue Funktion im Büro ausprobieren….

    p.s.: Schaut euch mal den Move zu „If you’re leaving for Buenos Aires next week…“ an.

  3. Jenny Peier | 1.04.2011 09:29

    Da fällt mir nur eine Antwort ein: LOL!! Einmalig!

  4. Funkal | 1.04.2011 09:11

    Für mich immer noch der Klassiker:
    In China ist soeben ein Sack Reis umgefallen: http://goo.gl/MXXFP

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