Erdbeben in Japan. – Als die Tage kürzer wurden…

Ich komme einfach nicht umhin, die Ereignisse in Japan auch hier zu thematisieren. Meine Gedanken drehten sich das ganze Wochenede immer wieder um die Geschehnisse auf der japanischen Insel. An dieser Stelle möchte ich den Menschen in Japan meine, und ich bin sicher, auch die Anteilnahme meiner Kolleginnen und Kollegen hier ausdrücken und viel Kraft zur Bewältigung dieser Naturkatastrophe wünschen.

Wenn ich mir schon nur Vorstelle, wie das wäre, wenn ich von einer Flutwelle mitgerissen würde, dann ist mein subjektives Bild von einem solchen Ereignis, wahrscheinlich noch um Längen von der tatsächlichen Wirkung entfernt.

Natürlich verfolge ich mit grossem Interesse auch die Meldungen auf Twitter und Facebook, aber ehrlich gesagt, sind die Bilder in Fernsehen meine momentan eindrücklichste Informationsquelle. Ich denke, wir sind wohl alle etwas überfordert, was die Auswahl der Informationsquellen anbelangt. Denn egal welche Medien, sie haben zur Zeit nur ein und alles dominierendes Thema und wir können uns dem auch gar nicht entziehen. Die japanischen Twitter Meldungen beim Tages Anzeiger finde ich noch etwas vom Besten, um Meldungen der betroffenen Regionen aus erster Hand zu erhalten.

japanische Twittermeldung

Auch die Google, Digital Globe Bilder auf ABC News, sowie in der New York Times, sind etwas vom Eindrücklichsten, was ich bis jetzt gesehen habe! Schlichte und brachiale Zerstörung pur, kann ich dazu nur sagen und mag mir gar nicht vorstellen, was den Menschen dort widerfahren ist!

Zudem sind die wissenschaftlich relevanten Facts auch nicht ohne und versetzten mich ebenfalls ins Staunen. So hat sich die japanische Hauptinsel um ganze 2.4 Meter verschoben und unser Tag ist infolge einer Verschiebung der Achse der Erdrotation von 10 Zentimeter und der daraus resultierenden, schnelleren Rotationsgeschwindigkeit, um 1,26 Mikrosekunden kürzer geworden! – obwohl mich persönlich eigentlich eine mögliche radioaktive Belastung der heimischen Pilze in diesem Herbst am meisten interessiert.

Welche Informationsquellen braucht ihr um die Ereignisse in Japan zu verfolgen? Habt ihr Freunde oder Bekannte in Japan?

Quellen: Tages Anzeiger / 20Minuten / ABC News / New York Times

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4 Kommentare

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  1. falki | 16.03.2011 18:25

    danke für eure kommentare! an dich habe ich schon gedach, ray, weil ich angenommen habe, dass du in japan ein paar menschen kennst. wäre noch interessant zu hören, wie sie mit der radioaktivität umgehen. aber das können die leser ja dann gleich bei dir im blog nachlesen!

  2. Ray | 16.03.2011 13:20

    Ich habe mich telefonisch nach meinen Bekannten und Nachbarn aus meiner Zeit in Japan erkundigt und zum Glück alle wohlbehalten erreicht. Einige sind etwas behindert, wegen Strommangel, Transportausfall, Benzinmangel und leergekauften Supermärkten. Aber niemand jammert. Meine Leute sind allerdings alle in Tokyo oder südwestlich davon zuhause. Meine Info beziehe ich primär von CNN, SF und auf dem Netz von der New York Times.

    Siehe auch http://haze.ch/?p=5238

  3. Michel Bognar | 14.03.2011 14:59

    Ich habe alles über Youtube verfolgt. Da habe ich am Freitag effektiv am meisten gefunden. Unglaublich was da passiert ist. Hoffentlich geschieht nicht noch ein AKW Super-Gau 🙁

  4. Jenny Peier | 14.03.2011 09:19

    Ich halte mich über 20min.ch auf dem Laufenden, aber auch über Twitter, da dort Personen vor Ort berichten und du die Informationen „ungefiltert“ bekommst.

    Die Familie eines Kollegen lebt in Japan, aber anscheinend scheint es den Leuten ausserhalb des Katastrophengebietes den Umständen entsprechend gut zu gehen.

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