Strategiefrage Social Media

Ohne Social Media Strategie droht der Untergang

Wie integriere ich Social Media in eine Gesamtstrategie und wie entwickle ich eine Social Media-Strategie? Das Internet hat die Lehrbuchansätze des Marketings auf die Probe gestellt, aber nicht umgeworfen.

In den meisten Firmen sind die ersten Gehversuche im Community-Management eher auf die Eigeninitiative einzelner Mitarbeiter/Bereiche zurückzuführen als auf die strategischen Vorgaben der Unternehmensleitung. Reibungspunkte zu einer bestehenden Kommunikations-Strategie sind dabei nicht selten: z.B. können klassische Wording-Vorgaben bei Twitter schlecht umgesetzt werden. Skepsis und Respekt auf Führungsebenen provozier(t)en oft Blockaden bei der Entwicklung von Social Media-Massnahmen und Konzepten. Wie sonst ist es zu erklären dass z.B. der Einsatz von Facebook nach wie vor in etlichen Firmen und Kommunikationsabteilungen verboten ist/wird.

Kaum ein Unternehmen fängt heute bei Null an wenn es um Austauschplattformen geht. Die Erfahrungen und das bestehende Know-How im Unternehmen sollten genutzt und gefördert werden, nicht verhindert oder negiert nur weil die Vorgaben noch fehlen. Es kann durchaus Sinn machen, erste Massnahmen umzusetzen und ein Teilkonzept „Social Media“ zu erstellen, bevor man dieses dann bottom-up schrittweise in die Gesamtstrategie integriert. Eine passende Artikelserie dazu ist von Sonja Kriependorf veröffentlicht worden: Jetzt wird aufgeräumt – Entwicklung einer SM-Strategie. Top down-Ansätze, bei welcher man erst auf die strategischen Vorgaben wartet (die mangels Erfahrung gar nicht aufbereitet werden können) bergen das Risiko dass man den Anschluss resp. eine grosse Chance verpasst.

Die oft gehörte Vorgabe oder „goldene Regel“, Social Media beginnt mit der Strategie, kann also etwas relativiert werden. Wie laufen in euren Unternehmen die Prozesse betr. Social Media ab?


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2 Kommentare

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  1. Stefan Rupp | 17.03.2011 06:16

    Vielen Dank, ich teile grundsätzlich deine Meinung: Eine Strategie ist und bleibt essentiell. Nur ist der Weg dazu, weil Social Media noch eine sehr junge und für viele schwer greifbare Disziplin darstellt, ist eben in vielen Fällen gerade mit dem klassischen Ansatz nicht etablierbar. Die grossen Social Network-Bloopers enstanden übrigens genau dadurch, gar nichts zu machen: BP, der ehem. deutsche Bundespräsident etc.. Beispielsweise auch ein Jack Welch hatte gelernt, dass bei neuen Ansätzen der Weg oftmals über den Test-Einsatz führt, damit man aus den Erfahrungen den Strategieansatz entwicklen und ganzheitlich integrieren kann. Und das bei notabene einem der grössten und unter seiner Führung erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Kaum ein Beispiel liegt vor wo der proaktive Einsatz von SM-Tools zu einem Schaden führte. Allenfalls verpuffte die Energie weil falsch umgesetzt, aber wieviele Milliarden wurden/werden wirkungslos in andere Massnahmen investiert? Und genau aus solchen Erfahrungen entstehen dann die nötigen Bullet Points für eine Social Media-Strategie. Oder man wartet, wartet, wartet….and the train goes by!

  2. David | Digitales Wissen | 16.03.2011 15:52

    Meiner Meinung nach betreiben viele Firmen Social Media Marketing, weil „es jeder macht“. Man hört Fakten, wie dass Facebook an manchen Tagen mehr Traffic als Google hat und stürzt sich auf die erste Fanpage und einen Twitter Account. Es ist für ALLE Businesses essentiell mit einer Strategie an SM ranzugehen. Wir haben ja an viele Beispielen in der Vergangenheit gesehen, dass das auch in die Hose gehen kann …
    Viele Grüße,
    David

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