Facebook, Twitter & co. am Arbeitsplatz?

 

Täglich hört man von neuen Firmen, welche ihren Mitarbeitern den Gebrauch von Social Media Plattformen wie Twitter oder Facebook am Arbeitsplatz verbieten. Spätestens  seit Ende Januar dieses Jahres jedoch wissen wir alle, dass ein solches Verhalten überholt ist: Das New York City Mayor’s Office of Media and Entertainment hat eine neue Position ins Leben gerufen und Rachel Sterne zum neuen „CDO“ ernannt.

Rachel Sterne, CDO von New York City

Die Zeiten, in welchen Mitarbeiter für den Gebrauch von Facebook am Arbeitsplatz abgemahnt oder sogar entlassen wurden, sind wohl bald vorbei. New York City macht es vor, und ist damit vielen von uns einmal mehr einen Schritt voraus. Statt den Gebrauch von Social Media im Büroalltag zu erschweren oder sogar zu verbieten, wurde vom Bürgermeister Michael R. Bloomberg eine ganz neue Funktion ins Leben gerufen: Der Chief Digital Officer, besetzt durch die junge Internetunternehmerin Rachel Sterne. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt,  die digitale Kommunikation innerhalb und zwischen den Abteilungen zu verbessern, die Website www.nyc.gov auf dem Laufenden zu halten und zusätzlich in den einzelnen Abteilungen Social Media-Funktionen zu integrieren. Mit diesen neuen Strategien soll die Kommunikation mit den Bürgern vereinfacht und verbessert werden.

Die Überlegung, dass Unternehmen Social Media zu ihrem Vorteil nutzen, ist nicht neu. In einigen Studien hat sich bereits gezeigt, dass der Gebrauch der Plattformen die Produktivität nicht wie erwartet vermindert, sondern steigert, und die Mitarbeiter durch die Freiheit und das ihnen entgegengebrachte Vertrauen motiviert werden. Zudem ist das Sperren der Webseiten eine eher kurzfristige Denkweise. Sollte sich die online-Welt weiterhin so entwickeln wie bisher, wird Social Media in Zukunft für jedes Unternehmen unentbehrlich sein. Sperrt man den Mitarbeitern den Zugang, lernen sie nicht früh genug, verantwortungsbewusst und kompetent damit umzugehen. Es scheint somit, dass der Umgang mit Social Media am Arbeitsplatz nicht eine Gefahr, sondern eine Chance für ein Unternehmen und seine Mitarbeiter darstellt.

Als wie erfolgreich sich die Aktion des New Yorker Bürgermeisters entpuppen wird, erwarten wir gespannt. Aber der Schritt in die neue Richtung zeigt, dass Social Media nicht länger als lästiger Feind der Arbeit betrachtet werden sollte, sondern dass jedes Unternehmen damit neue Wege beschreiten kann, mit ihrer Zielgruppe zu kommunizieren.

Hast du am Arbeitsplatz schon positive oder negative Erfahrungen in Bezug auf den Gebrauch von Facebook und co. gemacht? Ist Social Media bei dir im Büro „Tabu“? Denkst du, der Gebrauch schadet der Produktivität oder bringen Facebook und co. neues Leben in deine Firma?

(Quellen Text: http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=93142,  http://www.groundreport.com, http://imgriff.com/2010/12/08/social-media-am-arbeitsplatz-facebook-sperren-macht-dumm/)

(Quelle Bild:  http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=93142)

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7 Kommentare

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  1. Martin | 8.02.2011 16:52

    @ Rosmarie: Ich bezweifle das es für den Großteil der Bewerber ein Vorteil ist wenn der Chef die Facebook / StudiVZ / … Profile unter die Lupe nimmt.

    Viel zu viele User veröffentlichen bspw. private Fotos ohne großartig über mögliche Folgen nachzudenken.
    Die meisten Social Media Plattformen werden doch dafür genutzt um sich bei Freunden und Bekannten zu profilieren.

    @capo: Sicherlich kann Social Media reichlich Vorteile für Unternehmen hervorbringen. Wie du bereits angemerkt hast allerdings nur wenn Sie „richtig eingesetzt“ werden.

    Aber mal ehrlich … Wie hoch wird der Anteil der User sein welche dem Betrieb Vorteile durch diese Medien bringen wollen und nicht nur wertvolle Zeit vertrödeln?

    @Jenny Peier: Für den Aufbau von Kontakten mit Geschäftspartnern, der Jobsuche , und ähnlichem könnte eventuell „Xing“ von größerem Interesse sein.

    Ich persönlich arbeite in der metallverabeitenden Industrie. Selbstversändlich haben auch diese Betriebe Internetseiten und nutzen teilweise auch die Social Media Portale und andere „Kanäle“ wie zum Beispiel Youtube.
    Den größten Nutzen bringen allerdings immer noch Briefe, Faxe und Telefonate für den Erstkontakt und persönliche Treffen im Anschluss.

    Im Großen und Ganzen fehlt mir bei diesen Plattformen der persönliche Kontakt.

  2. Jenny Peier | 8.02.2011 09:33

    @Rosmarie: Da hast du recht! Daher wäre es wünschenswert, wenn jeder Mitarbeiter die Möglichkeit hätte, den verantwortungsvollen Umgang zu lernen.

    @capo: Keep up the good work als einziger „Socialmedianer“! Mach es wie ein New Yorker, sei allen einen Schritt voraus. 🙂

  3. capo | 7.02.2011 13:04

    Social Media richtig eingesetzt ist ein Segen für die Firmen.
    Nur leider gibt es immer noch viele Leute die dies als Zeitverschwendung anschauen. Wenn der Einzelne profitiert, dann hat die ganze Firma was davon.

    Ich bin bei uns auf weiter Flur der Einzige Socialmedianer, werde deswegen auch immer wieder mit einem scharfen Auge beobachtet. Doch wer seine arbeit macht und durch Social Media Knowhow aufbauen kann, da ist das kein problem.

  4. Rosmarie | 7.02.2011 11:15

    Das wird die Zukunft sein…Welcher Chef schlägt denn heutzutage seine Bewerber nicht auf Facebook nach? Allerdings kann es die Arbeitsleistung erheblich vermindern, wenn die Arbeitnehmer das Mass nicht kennen…

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