Facebook „Sponsored Stories“ bringt eWOM zur Perfektion

Seit neuestem gibt es eine weitere Form für sein Produkt auf Facebook zu Werben. Facebook wandelt bei den sogenannten „Sponsored Stories“  die Aktivitäten der User in Werbung um. Beruhigend dabei ist, dass zumindest die Privatsphäreneinstellungen geachtet werden und somit nur aufgrund dieser Einstellungen Werbung geschalten werden kann.

Das neue Anzeigeformat übernimmt also Aktualisierungen von Seiten, Like-Klicks, Places-Logins und Aktivitäten innerhalb von Applikationen in das Werbeformat auf. Das heisst, wenn ich mich nun bei meinem Lieblingsrestaurant am Abend jeweils einlogge, dann kann dieses Restaurant dies als Werbung bei meinen Freunden schalten. Genau wie bei den Like-Boxen wird somit die Vernetzung der User gekonnt genutzt um über das eWOM (electronic Word-of-mouth) das Vertrauen zu stärken und somit die Klick-Hürde zu mindern. Unten Seht ihr das offizielle Video von Facebook.

Ich finde, dass Facebook damit wieder einmal gekonnt das eWOM einsetzt und allen andere Social Plattformen einen Schritt voraus ist. Einwände bzw. Aussagen wie „Mit der neuen Werbeform ist Facebook wieder einmal in ein Datenschutz-Fettnäpfchen getreten“  von Roman Huber in seinem Artikel kann ich dann wiederum nicht verstehen. Entweder hat er den Sinn von Social Media nicht verstanden, oder beim Video etwas überhört. Facebook sagt nämlich ausdrücklich, dass „a sponsored story goes never to someone who`s not someone of your friends“. Ich meine, jeder der auf Facebook posted, dass er an einem bestimmten Ort ist, macht das aktiv, und nicht passiv, und will somit seinen Freunden mitteilen, dass er dort ist. Und wenn man das nicht will, dann sollte man dies auch nicht posten!!!! Gaaanz einfach 😉 … Und die Werbung wird dann anschiessend auch nur seinen Freunden gezeigt. Ich finde es einfach aus sicht der Markenführung im Internet genial, wie und auf welche Art Facebook die Werbung im Internet Revolutioniert und subtile bzw. von den Usern akzeptierte Werbeformen hervorbringt. Grundsätzlich kann man aber natürlich sagen, dass man auch sogar mit den festgelegten Privatsphäreneinstellungen nicht will, dass ein Unternehmen sein Profil zu Werbezwecken missbraucht… Ich persönlich finde es aber nicht schlimm, wenn meine Freunde sehe wo ich bin, wenn ich dies ja bereits bewusst so geposted habe… auch in einer Facebook-Ad nicht… aber dies ist sicherlich Meinungssache 😉

Festzuhalten ist, dass diese „erzählten“ Geschichten der Facebook-Freunde sicherlich spannend sind und von den Usern nicht als klassische und aufdringliche Werbung empfunden werden. Sie gehen somit tiefer in das Bewusstsein der User ein und fördert auch das Vertrauen in die mit der Geschichte verbundenen Marke.

Was habt ihr für eine Meinung zu den neuen Facebook „Sponsored Stories“?

(Quelle für das Bild: Mashable.com)

(Quelle für das Video: Facebook Marketing Solutions)

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6 Kommentare

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  1. michel | 2.02.2011 14:43

    Hallo. Ja, kann ich absolut verstehen. Eben, wie ich meinte, man kann grundsätzlich dagegen sein, dass Facebook mit seinen „Aktivitäten“ Werbung schaltet, bzw. Geld verdient. Das mit dem „öffentlich“ weiss ich eben nicht, wieweit dies dann gilt, wenn die Werbung effektiv nur seinen eigenen Freunden gezeigt wird. Das wäre noch interessant, was dann jetzt gilt in Europa. Weil „öffentlich“ ist es ja nicht… wie auch immer, du kannst das ganze doch auch ganz einfach bei Facebook unter „Konto“, dann „Kontoeinstellungen“, dann „Facebook-Werbeanzeigen“ wieder herausnehmen. Oder sehe ich das falsch? 🙂

    ps: Danke fürs Feedback

  2. Roman Huber | 27.01.2011 18:02

    Der Punkt meiner Kritik an den Sponsored Links ist nicht, dass User ihre Position bekannt geben. Ich bin selbst foursquare-Nutzer.

    Der Punkt ist, dass Unternehmen mit meiner Person werben können, ohne dass ich darauf auch nur irgendeinen Einfluss habe.

    Ich bin mir nicht einmal sicher, ob dieses Konzept in Europa überhaupt rechtlich hält. Denn klar hat Facebook die Nutzungsrechte an meinem Profilbild (AGB). Allerdings habe ich in Europa noch immer das Recht am eigenen Bildnis und kann verhindern, dass mein Bild von anderen öffentlich gezeigt wird. Das gilt für alle Privatpersonen.

    Ich hoffe meine Kritik an Facebooks neuem Werbemodell ist jetzt klarer.

    Roman Huber

    p.s. Danke fürs Zitieren

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