Jumo | Einmal so „richtig social“ sein


Ein Mitgründer von Facebook namens Chris Hughes startet ein neues Social Network. Jumo soll wohltätige Organisationen mit Privatpersonen verbinden. Es soll jedem die Möglichkeit geben, schnell und seinem Interesse entsprechend zu helfen. Die Website finanziert sich über Spenden und Werbung und ist somit selber kein Non-Profit Unternehmen.

Chris Hughes wollte einfach etwas tun, was die globale Entwicklung und die neue Technik verbindet. Getrieben von diesem Gedanken bereiste er im letzten Jahr verschiedenste Regionen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Der Name Jumo war dann auch das Ergebnis dieser Reise und bedeutet in der afrikanischen Sprache so etwas ähnlich wie „an einem Strang ziehen“.

Ziel ist es von Jumo, den Unterschiedlichsten Organisationen eine Plattform zu bieten. Von kleinen afrikanischen Gruppen, die Frauen fürs Kondome verteilen bezahlen bis hin zu grossen Aids-Projekten in den USA. ALLE sollen an diesem Netzwerk eine Präsenz erhalten können und sich mit den privaten Usern direkt verbinden.

Für eine Anmeldung eines privaten User braucht es ein Facebook Account. Dabei kann das Netzwerk natürlich direkt auf alle persönlichen Daten des Users zugreifen, welches sicherlich einigen Datenschützern nicht gerade ein Lächeln auf die Wangen zaubern wird.

Einmal bei Jumo angemeldet kann man nun die verschiedenen Projekte verfolgen und über die gängigen Social Networks wie Twitter und Youtube die neuesten Beiträge einsehen und natürlich auch stets Kommentare hinterlassen.  Man kann sogar einsehen, welche Hilfswerke die eigenen Kontakte beobachten.

Die Bereitstellung der direkten Verlinkung mit den Hilfsorganisationen ist ja eigentlich eine sehr gute Idee. Aber, dass das dann auch meine „Freunde“ sehen können, wem ich alles so helfe, ist das jetzt nötig? Oder könnte das sogar eine Hemmschwelle sein, dass man bestimmten Hilfsorganisationen nun doch nicht hilft?

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2 Kommentare

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  1. Michel Bognar | 2.12.2010 19:56

    Ja, sehe ich genau so 🙂 … in den Privatspähreneinstellungen müsste man einfach frei sein, und selbst entscheiden können, wer was sehen kann.

  2. Werner Meier | 1.12.2010 14:29

    Sehr interessanter Ansatz. Den Einwand, dass man selbst vielleicht nicht will, dass andere sehen, WEM GENAU man alles hilft, muss man jedoch gelten lassen. Scheint mir so, als sei das Konzept an dieser Stelle nicht ganz ausgereift. Aber die Idee an sich finde ich wie gesagt sehr interessant. Mit Sicherheit wird das so schnell nicht wieder in der Versenkung verschwinden.

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