Social Web: «Einmal durchfegen, bitte!»

Yves Moret, 12.11.2010 1 Kommentare

Nutzergenerierter Inhalt boomt. Alle tummeln sich im Social Web. Die Folge: es braucht immer mehr Online-Putztrupps, die das Web von illegalen Inhalten befreien.

Es gibt Unternehmen, die machen den ganzen Tag nur eines: sie löschen illegale Inhalte von Webseiten und Social Networks. So positiv die Entwicklung hin zu nutzergenerierten Inhalten im Web auch sein mag – illegaler Content ist unweigerlich die Folge.
Da automatisierte Softwarelösungen oft nicht mehr ausreichen, fragwürdige Inhalte zu kontrollieren, müssen diese von Menschenhand kontrolliert werden. Und so lagern viele Internetunternehmen diese Kontrollarbeit an externe Dienstleister aus. Diese sorgen dann tagein tagaus dafür, dass Fotos, Videos und andere Inhalte mit illegalem Content aussortiert werden.

Inhalt nicht ohne Folgen
Die Konfrontation solcher Inhalte bleibt für Angestellte solcher Online-Putztrupps oft nicht ohne Folgen – viele vor allem junge und unerfahrene Mitarbeiter leiden unter dem Gesehenen. Die Belastung geht für Betroffene sogar soweit, dass eine amerikanische Branche-Gruppe gar finanzielle Mittel gefordert hat, die zur psychologischen Behandlung der Beschäftigten eingesetzt werden soll.

Und was haltet ihr von solchen „Online-Putztrupps“? Was gibt es Eurer Meinung nach für Möglichkeiten, das Social Web vor illegalem Content zu schützen?

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1 Kommentar

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  1. Alexander Müller | 12.11.2010 08:58

    Was ist illegaler Inhalt und wer legt, die Regeln fest, welche bestimmen was illegaler Inhalt ist? Könnte mir vorstellen, dass dies je nach Gesellschaft unterschiedlich interpretiert wird.

    In Deutschland und Österreich gibt es rigide Einschränkungen der Meinungsäusserungsfreiheit (gilt insbesondere für rechtes Gedankengut), die USA hingegen räumen der Meinungsäusserungsfreiheit einen hohen Stellenwert ein. Dafür haben die islamischen Länder und Länder wie Deutschland rigide Vorschriften für erotischen Content usw.

    Erstaunlich ist, dass heute kaum mehr jemand diese doch von Gesellschaft zu Gesellschaft (geografisch, zeitlich und religiös) verschiedenen Normen hinterfragt und sich einfach dem Diktat der jeweiligen Lokalherrscher unterwirft.

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