WebP soll zum JPEG-Killer werden

Yves Moret, 29.10.2010 3 Kommentare

Google will der etablierten JPEG-Kodierung mit dem neuen Bildformat WebP an den Kragen. Die Bilder sollen bei gleicher Qualität rund 40 Prozent kleiner sein.

65 Prozent aller Online-Daten bestehen aus Bildern. Das gab zumindest der Google-Konzern bekannt. Dies im Zusammenhang mit der Vorstellung des neuen Bildformats WebP. Vordergründiges Ziel ist es, mittels des neuen Formats das Web schneller zu machen. WebP-Bilder sind bei vergleichbarer Bildqualität rund 40 Prozent kleiner. Das neue Grafikformat nutzt einen neuen Kompressionsalgorithmus , der auf VP8 basiert. VP8 ist jener Video-Code, mit dem Google bereits ein neues Web-Videoformat gestartet hat. Gemäss Google würden die deutlich kleineren Dateien zu einer spürbaren Entlastung des Internetverkehrs führen.

Noch keine valable Alternative
Die Idee, das Web dank eines neuen Bildformats schneller zu machen, ist sicherlich lobenswert. Das Problem ist allerdings, dass bisher noch nicht einmal Googles eigener Browser die Neuentwicklung anzeigen kann. Die Google-Programmierer haben zwar angekündigt, dass Chrome die neuen Bilder bald unterstützen wird. Trotzdem lohnt es sich für Webdesigner im Moment nicht, die JPEG-Alternative einzusetzen.

Für die Nutzung von WebP werden keinerlei Lizenzgebühren erhoben. Den Beispielencoder hat das Unternehmen als Open Source freigegeben.

Und was haltet ihr von Googles Entwicklung eines neues Bildformats speziell für das Web? Und denkt ihr, WebP könnte JPEG tatsächlich gefährlich werden und ihm bald einmal den Rang ablaufen?

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3 Kommentare

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  1. Teo | 24.11.2010 10:40

    Hätte mir eher gewünscht, dass PNG weiterentwickelt/verbessert wird. Bei Photos ist es noch geringfügig schlechter als JPG, bei Grafiken um ein vielfaches besser als JPG und GIF. Allein schon die echte Transparenz und verlustfreie Komprimierung sind ein Vorteil. Wie sich aber bisher zeigt, wird nichteinmal PNG von allen Browsern 100% unterstützt. Leider ist es so dass ich einie Webseiten habe bei denen der IE 6 klarer Spitzenreiter bei den Statistiken ist, bei einigen taucht er gar nicht auf… Ich denke dieser Kollege wird uns noch lange begeleiten und seine Nachfolger ebenso… Bin also eher skeptisch wenn es da um neue Formate geht.

  2. Rupert Quaderer | 29.10.2010 08:45

    Ich schliesse mich der Meinung von Patrick an. Es ist zwar interessant da die Datengrösse von Bildern sehr wichtig ist, jedoch solange dieses Bildformat nicht von den neuen sowie den alten Browsern unterstützt wird, bringt dies nicht viel. Es ist wie bei CSS3 und HTML5, solange die Menschheit noch IE6 verwendet wird es schwierig solche Technologien einzusetzen.

  3. Patrick Matsumura | 29.10.2010 08:36

    Die Idee ist super! Die Codecprogrammierer für Video- und Audioformate zeigen wie es geht. Als Entwickler werde ich WebP aber erst einsetzen, wenn ich mit sicher bin, dass alle „grossen“ Browser das Format ohne irgendwelche Plugins unterstützen.

    Ob WebP JPEG wirklich gefährlich werden kann, kann ich nicht sagen. Aber eins ist klar: Bringt es die versprochene Grössenreduktion von rund 40%, wird das Format definitv zu Alternative. Ein Ersatz kann ich mir momentan nicht vorstellen. Man denke nur an GIF. Das gibt’s ja auch noch 😉

    Auf alle Fälle werde ich mir das neue Format etwas näher anschauen.

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