Internet nicht aufzuhalten – Mediennutzung in CH

Die Young & Rubicam Gruppe hat letzte Woche die Studie „Media Use Index 2010“ veröffentlicht, welche die Mediennutzung in der Schweiz abbildet. Die Tatsache, dass Internet und Mobile viel Boden gut machen überrascht dabei nicht, dass die Verschiebung aber schon derart gross ist, hat mich doch erfreulich beeindruckt.

Mobile Internet Nutzung
Ein Viertel der Bevölkerung nutzt das Internet wo es steht und geht. Dabei ist die Gruppe der 14-29 mit 40% ganz vorne dabei, die 30 – 39 Jährigen machen eine sattes Drittel aus. Damit sieht es für den Durchbruch im Massenmarkt rosig aus.

Print weiter im Sinkflug
Oder präziser ausgedrückt im Sturzflug.  Bei den Medienkanälen stuften 57% der Befragten das Internet als sehr wichtig ein. Platz 2 belegen die Mobilgeräte mit 35%, gefolgt vom TV mit 33%. Die Tageszeitungen rutschen in der Relevanz vom zweiten (2009) auf den vierten Rang (2010) ab.

Fernsehen verlagert sich weiter ins Web
Auch wenn die klassische Flimmerkiste noch gut hält im Vergleich zum Print, die nachwachsende Generation der Digital Natives zeigt wohin es geht. 70% der 14 – 29er schauen Videos online. Aber auch 45% der älteren Generation der über 50 Jährigen gibt an am online Bewegtbildgeschehen teilzunehmen. Und 30% aller Befragten nutzen regelmässig Internet TV Kanäle wie Wilmaa oder Zatoo.

Facebook täglich muss sein
Sage und Schreibe 45,6% aller Befragten nutzt täglich Social Networks – das ist Platz 1 aller Online Aktivitäten. Interessant ist auch, 37% täglich eine Seite auf Social Networks unterhalten und pflegen. Auf Platz 3 der Online Aktivitäten taucht dann mit knapp unter 37% das Lesen von Online Ausgaben von Zeitungen und Zeitschriften auf. Insgesamt ergab die Studie, dass Männer sich mehr mit der Informationssuche beschäftigen, Frauen lieber Soziale Kontakte online Pflegen. Auch keine überraschende Meldung denke ich.

Klare Selektion
Die User wissen sehr genau was sie wo suchen und finden – in Abhängigkeit von Service oder Produkt. Während bei Dingen wie Finanzdienstleistungen der Berater in Person noch das rennen macht, kommt in den Reisebüros und beim Elektronik Händler Langeweile auf. Hier ist die Homepage und der Online Shop die wichtigste Informationsquelle.

Am wenigsten überrascht hat die technische Ausstattung der Haushalte in der Schweiz. Jeder hat Handy und Radio, über 50% dazu ihren Flatscreen TV, DVD Player, Dektop PC und Notebook.
Und die Beliebtheit des iPhone bleibt ungebrochen. Die 14-29 Jährigen haben 38.5% eines, die 30 – 39 Jährigen kommen knapp über 30%.

Ich bin gespannt wann der Vormarsch des Android diese Zahlen korrigiert!

Was haltet ihr von der Mediennutzung in der Schweiz? Überraschen die Zahlen (in dieser oder jener Hinsicht)? Passt ihr genau ins Bild oder seit ihr so ganz anders als die anderen?

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2 Kommentare

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  1. Projektierer | 31.10.2010 01:25

    Noch ein kleines Detail am Rande: Ganz leise hat LinkedIn gegenüber Xing in der Schweiz die Marktführerschaft im Bereich der Businessnetzwerke übernommen, sowohl nach Besuchern (nach Google) als auch nach Mitgliedern.

    http://linkedinsiders.wordpress.com/2010/10/10/linkedin-xing-schweiz-201/

    Liebe Grüße
    Stephan

  2. Sebi | 13.10.2010 08:18

    Ohje, ich bin ein totaler Stereotyp und passe perfekt ins Bild 🙂

    Die Zahlen überraschen mich nicht. Ich kann diese Trends nur bestätigen. Die Statistiken auf meinem Youtube-Kanal zeigen, dass der mobile Traffic auf meine Videos einen beachtlichen Teil ausmacht. Je nach Zielpublikum der Videos hat der Zugriff über Mobile auch schon die 70% Hürde überschritten, ein paar Mal. Auch, dass Facebook solch eine Macht ist, ist unumstritten. Und klar, Zattoo, fast täglich, da unser Kabel-Provider kein CNN und BBC mehr hat und mir digitales TV einfach zu teuer ist im Verhältnis, wenn ich eh nur diese zwei Sender guken möchten.

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