Facebook | Groups und weitere neue Funktionen 1/2

Facebook präsentierte am Mittwoch (6.10.2010) doch einige grössere Veränderungen auf ihrer Plattform. Unter anderem wurde insbesondere auf „Groups“ hingewiesen. Einer neuen Art, eigene teils abgeschottete Social Communities integriert auf Facebook zu erstellen. Weiter Features sind die bessere Handhabung der „Applications“ und die Möglichkeit seine ganzen Daten mit einem Klick auf den Rechner zu laden.

Zuerst zu dem Feature, welches am meisten Wirbel aufgeworfen hat. Facebook stellt mit Groups eine neue Möglichkeit dar, bestimmte Inhalte nur mit einem auserlesenen Freundeskreis zu teilen. Nun gut, „Gruppen“ gab es ja früher schon,  aber der effektive Unterschied zu den alten Gruppen besteht in der Möglichkeit sich total von aussen zu schliessen und dennoch alle Facebook-Vorteile zu geniessen. Erstens wurde ein totales Redesign der alten „Groups“ gemacht. Zweitens soll Groups jetzt eher eine Art „Collaboration“-Tool darstellen.  Die bereitgestellten Medien sind exklusiv nur für die Gruppen-Mitglieder verfügbar. Des Weiteren stellt Facebook die Möglichkeit bereit, einen Gruppen-Chat zu starten. Damit kann man mit allen Membern gleichzeitig Kommunizieren.

Aber das wichtigste, und das war genau der Punkt, den ich bei den alten Gruppen bemängelt hatte. Nun bekommt man „Notifications“, wenn jemand auf die Pinnwand der Gruppe schreibt. D.h. man tritt nicht wie früher einer Gruppe bei, und hört dann NIE mehr etwas von dieser Gruppe (ausser man schaut aktiv in seinen 180 Gruppen rein…), sondern die Gruppe wir ein Teil der Kommunikation. Sicherlich kann man dies auch so einstellen, dass man keine Benachrichtigung bekommt. Auf der rechten Seiten findet sich ein Feld „Benachrichtigungen bearbeiten“ worin man diese Features bei jeder Gruppe einzeln bearbeiten kann.

Besonders genial sind die Echtzeit-Kommentare. Bei der Guppen-Pinnwand muss man nicht mal mehr auf „Kommentieren“ klicken um etwas hinzu zu fügen. Man kann direkt in Echtzeit auf der Pinnwand diskutieren. Zusätzlich kann man (wenn man dies so eingestellt hat) auf erhaltene Emails direkt Antworten und somit über ein Email auf die Pinnwand der Gruppe schreiben.

Nun gibt es sicherlich auch Gegenstimmen. Netzwertig.com erkennt die Tatsache, dass mit den neuen Möglichkeiten der Gruppenbildung der eigentlich Sinn von Facebook ein bisschen verloren geht. Einerseits sorgte der Gedanke, dass „jeder“ mein Post sehen kann für eine gewisses Verantwortlichkeit bei der Gestaltung der eigenen Postings (was auch nicht immer gegeben war bei manchen Usern 😉 )… Andererseits führt die verstärkt versteckte Kommunikation durch die Gruppen bei dem eigenen Hauptprofil zu weniger Aktivität, was eigentlich dem Sinn von Facebook widersprechen würde. Genau das war es ja, dass man auch mal interessante Fotos und Kommentare vom Menschen sehen konnte, die man sonst im Leben nicht wirklich oft zu Gesicht bekommt.


Ich persönlich würde „Groups“ bei Firmen, Familien und eben bei  Teams einsetzen. Da macht es wirklich Sinn. Nicht aber für jeden erdenklichen Bereich den man sich vorstellen kann. Ich nehme aber an, dass durch die Komplexität der Gruppen und somit durch diese „mehrfach“ Kommunikation die Anzahl der Gruppen nun eher auf  ein paar wenige reduziert wird.

Beim nächsten Post stelle ich noch kurz die bessere Handhabung der Applikationen und die Möglichkeit des Daten-Downloads vor.

Was haltet ihr von den „neuen“ Gruppen auf Facebook? Denkt ihr eher, dass es eine Gegenbewegung der früheren Philosophie von Facebook ist? Oder stellt dies für euch einfach ein tolles Feature dar ohne weitere Konsequenzen?

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