Yahoo Pipes – Mashups aus der Röhre

Yves Moret, 30.09.2010 1 Kommentare

Technisch ist es nicht immer einfach, verschiedene Daten aus dem Web zusammen zu führen. Meist geht es darum, verschiedene Quellen im Web anzuzapfen, die Informationen für seine Zwecke zu filtern und diese, als Mashup, auf einer anderen Site den Usern zu Verfügung zu stellen.

Dies hört sich so kompliziert an, dass der durchschnittliche Webuser wohl lieber die Finger davon lässt. Mit Yahoo Pipes bietet Yahoo aber einen Gratisdienst, mit dem der Mashup vielleicht nicht gerade zum Kinderspiel macht, aber durch die grafische Benutzeroberfläche fällt es manchem (Hobby -) Programmierer einfach, sich damit zu beschäftigen, ja es könnte durchaus sein, dass es sogar Spass macht.

Nachdem man sich bei Yahoo Pipes eingeloggt hat, steht einem eine übersichtliche Oberfläche zu Verfügung. Auf der linken Seite stehen die verschiedenen Module zu Verfügung, die auf der Oberfläche angeordnet und untereinander durch Röhren verbunden werden können.

Der Aufbau erfolgt einfach, in dem erst einmal eine oder verschiedene Quellen auf dem Workplace angeordnet werden. Danach werden die Ergebnisse aus den Quellen mit den Operators bearbeitet. D. h. die Daten können sortiert, gefiltert, gezählt oder zusammengeführt werden. Natürlich lassen sich auch andere bestehende Pipes in das Röhrensystem integrieren. Es ist auch möglich, die Pipe von aussen zu beeinflussen, in dem User Inputs eingebaut werden. So lassen sich auch kleine Webanwendungen bauen.
Im Debugger unter der Arbeitsfläche lässt sich ständig kontrollieren, welchen Output das gebaute Röhrensystem gerade liefert. Ist man mit seiner Pipe zufrieden kann man die Ergebnisse in verschiedensten Formaten ausgeben. Die Outputmöglichkeiten reichen vom Export in den eigenen Blog über den RSS-Feed bis zur Ausgabe als PHP-Code. Gerade der Output als RSS Feed setzt viele Möglichkeiten frei, was mit den Daten angefangen werden kann.

Ein schönes Beispiel aus der Praxis hat Oliver in seinem Blog aufgezeigt.

Ich finde Yahoo Pipes einen sehr gelungenen Dienst. Er öffnet einem viele Möglichkeiten, ohne dass man sich gleich für ein Informatikstudium eintragen muss.
Wie sind eure Erfahrungen? Habt ihr Yahoo Pipes schon genutzt? Habt ihr kreative Ideen, was sich damit anfangen lässt? Wie immer hören wir gerne von euch in der Kommentarsektion.

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1 Kommentar

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  1. Tom | 30.09.2010 17:37

    ja mit Pipes lassen sich tolle dinge macheen wie z.b die Adressdaten aus einem Google Kalender auslesen in Google Maps Format umwandeln und wieder in einer Map anzeigen. Das habe ich hier implementiert : http://www.entrepreneuriallinguist.com/entrepreneurial-linguist-workshops/where-the-hell-is-judy/

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