Facebook ja – aber bitte irgendwie anders

Alle sind bei Facebook. Und trotzdem ist niemand so richtig zufrieden damit. Das zeigt eine Konsumentenbefragung aus den USA.

Bald sprengt Facebook die 500-Mio-User-Grenze. Das Netzwerk boomt. Der Vernetzungswahn nimmt kein Ende. Die meisten Nutzer loggen sich täglich mindestens einmal bei Facebook ein. Und trotzdem: Die meisten Facebook-Nutzer sind mit dem sozialen Netzwerk nicht so richtig zufrieden. Dies geht aus einer Konsumentenbefragung aus den USA hervor. Nur 64 von insgesamt 100 möglichen Punkten vergaben die befragten User im so genannten American Customer Satisfaction Index (ACSI). Ernüchternd: das ist eines der schlechtesten Ergebnisse aller befragten Unternehmen und Websites.

Zu wenig Datenschutz
Am meisten stossen sich die Befragten erwartungsgemäss an den in den vergangenen Monaten so oft thematisierten Datenschutz- und Sicherheitsbestimmungen bei Facebook. Ebenso sind die User von ständigen Änderungen auf der Seite – aber auch von Werbeanzeigen – genervt. Die Verärgerung der Facebook-Nutzer macht Sinn: denn bereits im vergangenen Sommer haben Verbraucherschützer Facebook vorgeworfen, wiederholt und wissentlich datenschutzrechtliche Bestimmungen zu missachten.

Trotz der Unzufriedenheit der Nutzer, werden diese Facebook wohl nicht davonlaufen. Denn durch die unglaublich grosse und stetig steigende Benutzerzahl hat sich Facebook eine eigene Art von Monopol in den sozialen Netzwerken aufgebaut und gesichert. Im Moment.

Und wie zufrieden seid ihr mit Facebook? Was stört Euch besonders – oder was findet ihr besonders toll an diesem sozialen Netzwerk?

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5 Kommentare

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  1. Joel | 9.08.2010 13:48

    Ich brauche Facebook eigentlich nur als Mail-Programm, ist recht praktisch so wie ein Forum vor 10 Jahren und es wandelt die Links recht praktisch um. Da hab ich dann verschiedene Treats mit den Leuten mit denen ich eben früher oft gemailt habe oder in Foren geschrieben.

  2. Maike Reuss | 6.08.2010 12:52

    Interessant ist doch, wer ist genervt und warum? Kenne viele Leute, die sich haben zu Facebook „überreden“ lassen und sind jetzt drauf, obwohl sie weder das Tool noch die Art der Kommunikation leiden können. Tja, und dann muss mann/frau sich auch anfangen zu trauen, „Freunde“ wieder auszuladen aus dem „Freundeskreis“ – denn das sind Leute die einen anfangen zu nerven, weil sie das Medium tatsächlich für Parolen missbrauchen. Dafür kann Facebook allerdings nichts…….

  3. Tom | 6.08.2010 09:53

    Ich muss Thomas auch zustimmen. Die Datenschutzdebatten entstehen imho zu einem guten Teil auch dadurch das immer Mehr Menschen durch den sozialen Sog in Facebook gezogen werden die das eigentlich gar nicht möchten aber sich (fast) nicht mehr wehren können weil alle anderen auch „drin“ sind. Ausserdem lässt sich mit Google und Facebook Bashing in Medien gute und einfache Auflage machen.

  4. blogstone | 6.08.2010 09:07

    Da stimme ich Thomas zu. Bei Facebook hat jeder die Möglichkeit seine Privatsphäre selber einzustellen. Wer das nicht macht ist absolut selber schuld. Ich würde es wünschenswert finden, wenn jeder Web 2.0 Dienst so umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten hätte.

  5. Thomas Hutter | 6.08.2010 08:08

    Mir sind die Datenschutzdebatten rund um Facebook langsam aber sicher zu wider. Im Gegensatz zu Google bestimme ich in Facebook selber, welche Daten ich (wem) zur Verfügung stelle. Wenn die Verbindungen aus den Daten entsprechend für Online Werbung eingesetzt wird, welche mich interessiert, bin ich damit nicht unglücklich, jedenfalls ärgern mich dort die kleinen Ads, welche manchmal sogar ganz interessant sein können, wesentlich weniger als die ganzen störenden Werbeblöcke auf 20min.ch oder anderen Websites…

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