Einfaches Webleben – kleine Helfer mit grosser Wirkung 1: Dropbox

In dieser neue Serie werde ich mal die Tools vorstellen, die ich immer benutze um mir das Leben im online Informationsoverflow leicht zu machen. Jeder hat so seine eigenen Vorlieben und Tools gibt es zu genüge. Um es dem einen oder anderen in der Auswahl leichter zu machen erzähle ich von den Pro’s und Con’s meiner Lieblingstools.

1. Dropbox – die Wundertüte für alle meine Files
Ich habe zwei Laptops zuhause, eine XBOX, eine Wii, ein iPhone, einen Laptop im Büro. Und das ist nichts ungewöhnliches, viele meiner (Leidens-)Genossen haben genauso viel Gadgets oder mehr.
Überall hat man Files liegen, Bilder, Dokumente, Emails, Videos, und und und… – sitze ich im Büro, ist das File zuhause auf dem Mac, sitze ich daheim ist es im Büro, war ich bei einem Freund am Rechner und habe was runtergeladen, wo ist es? Genau bei ihm und nicht bei mir wenn ich wieder daheim bin.

Dropbox ist eine klasse Lösung – nicht die einzige, aber die, die ich bevorzuge. Ein einfaches System, bei dem man auf jedem Gerät das man benutzt einen Dropbox Folder hat, plus einen im Internet. Sobald ich ein File ablege, wird der lokale  Ordner mit dem Internet Ordner synchronisiert. Gehe ich an ein anderes Gerät, synchronisiert sich dort der Dropbox Folder lokal auch und meine Files sind immer da wo ich sie brauche.
Ich kann natürlich entscheiden, welche Dateien ich synchronisieren möchte, ob ich alles überall lokal haben will, oder nur ausgewählte Dateien. Die die ganz wichtig sind und auch bei Internetausfall gebraucht werden habe ich lokal, die anderen lasse ich einfach online.
Und statt jemandem eine email mit Anhang zu schicken, gebe ich dem Empfänger einfach die Berechtigung einen Unterordner öffnen zu können. Da kann er sich dann alles runterziehen, ohne das ich noch etwas tun muss.

Hier das ganze in Plain english

Pro’s
Sehr einfach zu bedienen, überall erreichbar, alles zentral an einer Stelle gesichert – das ist mal das erste. Ausserdem wird die Historie für 30 Tage lang gesichert, ich kann also geänderte oder gelöschte Daten innerhalb eines Monats bequem zurückholen. In der kostenlosen Version gibt es 2 GB online Speicher. Über das Referral Model kann man noch kostenlos aufstocken. Für jeden Freund den man bringt, gibt es 250 MB dazu – bis zu 8 GB.
Wer mehr Speicher braucht, kann auf die Bezahlversionen upgraden. 50 GB gibt es für 9,99 USD im Monat oder billiger 99,- USD im Jahr. 100 GB bekommt man für 19,99 USD im Monat oder 199,- USD im Jahr.

Con’s
2 GB sind schnell verbraucht, wenn es richtig nutzt, heisst man ist schnell dabei in die Tasche zu greifen. Im Vergleich bekommt man für 199,- USD ein Terrabyte als lokale HD, von daher nicht gerade ein Schnäppchen. Ausserdem muss man sich je nach Verbindungsgeschwindigkeit schon ein bisschen gedulden, wenn  man grössere Files wie Video synchronisiert oder von einem Freund herunterläd. Ansonsten habe ich nichts zu klagen.

Am Ende muss ich auch sagen, wenn ich die Zeit rechne die man damit verbringt, emails mit dicken anhängen zu schreiben, Files zu suchen die man nicht findet weil sie auf einem anderen Rechner sind, LAN Verbindungen herzustellen oder ganz old school mit dem USB Stick Daten transportiert – dann sind 199,- USD im Jahr doch eher schnell herausgearbeitet.

Was benutzt Ihr für Tools um eure Daten über mehrere Geräte zu organisieren?

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6 Kommentare

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  1. Dirk Worring-Ramstoeck | 12.08.2010 10:17

    Salut Bendedikt, dem ist natürlich so. Meinen Mailverkehr mit der Al Quaeda würde ich da auch nicht ablegen 🙂
    Wenn man darüber nachdenkt, wer alles unseren Datenvekehr scant kann man schon paranoid werden. Daher, einfach sauber bleiben, dann muss man sich auch nicht soviel Gedanken machen. Was die Patrioten mit meinen Daten machen, möchte ich aber auch lieber nicht wissen.

  2. Benedikt | 5.08.2010 16:20

    Hallo, klingt alles super und nach einer wirklich guten Unterstützung für den alltäglichen Datenwahnsinn. Ich sehe allerdings ein – in meinen Augen nicht unerhebliches – Manko: Dropbox ist ein kalifornisches Unternehmen und fällt mit seinen Servern unter den Patriot Act. Nennt mich paranoid, aber ich möchte sicher gehen, wer auf meine Daten zugreift….

  3. dirk worring | 5.08.2010 11:39

    @Jürg, danke für den Kommentar zum professionellen Einsatz mit Kunden. Mir ging es übrigens auch so: Ein Freund hatte mich eingeladen und ich dachte, oh, schon wieder ein neues Sharing Tool. Aber ich war nach der ersten Benutzung schon am Haken.

    @Stonie, ja, Kleinigkeiten gibt es noch zu verbessern. Im Mac Finder kann ich die Sharing Option zwar direkt anwählen, lande dann aber auch noch auf meinem Dorpbox Profil online.

  4. blogstone | 5.08.2010 11:24

    Ich stimme Jürg zu, das Sharing ist pretty cool. Ich nutze Dropbox privat wie auch beruflich. Perfekt wäre jetzt noch, wenn man direkt aus dem Windows Explorer raus bestimmen könnte, welche Dateien synchronisiert werden sollten. Aber das ist ja in Planung.

  5. Jürg Vollmer | 5.08.2010 10:01

    Ich benutze auch die Dropbox, deren grösste Stärke Du noch gar nicht erwähnt hast:

    Die Dropbox als geniales Tool für kollaborative Projekte.

    Ich arbeite für verschiedene Organisationen und Unternehmen, die Palette reicht vom Pressebüro über eine Monatszeitschrift bis zur Führung einer Dachorganisation. Für jedes Projekt habe ich einen eigenen geschützten Dropbox-Ordner, den ich ausschliesslich mit den jeweiligen Projekt-Teilnehmern teile. Diese benötigen nur einen kostenlosen DropBox-Account, um Zugang zu „ihrem“ Ordner zu erhalten.

    So kann jeder auf alle Dateien, Präsentationen und Protokolle seines Projekt-Ordners zugreifen und seinen Teil der Arbeit hinzufügen. Der Ordner wird bei allen eingeladenen Teilnehmern nach jeder Änderung eines Dokumentes automatisch synchronisiert.

    Wird unbeabsichtigt eine Datei gelöscht oder verschlimmbessert, kann ich die Datei wiederherstellen respektive frühere Versionen bis 30 Tage zurück nochmals abrufen.

    Ich kann einzelnen Teilnehmern den Zugriff wieder entziehen oder den ganzen Ordner wieder „unsharen“, also allen den Zugriff darauf entziehen. Wenn ich die Projektleitung abgebe, kann ich selbst den Ordner verlassen. Dann wird jemand anderes zum Ordner-Oberhaupt, der ihn dann verwaltet. Ich kann aber jederzeit wieder dem Ordner beitreten.

    Meine Erfahrung:

    Wenn ich die Dropbox in einem neuen Projekt vorstelle, kommen immer viele Einwände: „Das ist kompliziert, nicht sicher und überhaupt, haben wir das bis jetzt immer anders gemacht!“

    Spätestens nach ein paar Wochen ist auch der grösste Skeptiker von der Dropbox überzeugt, würde sie nicht mehr hergeben – und benutzt sie auch privat.

  6. shibby | 5.08.2010 08:59

    gabs ein Leben vor der Dropbox? 🙂

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