Lego Universe – Das kindgerechte Online Multiplayer Game?

Yves Moret, 22.07.2010 4 Kommentare

Schon seit längerer Zeit werkelt Lego an einem Mehrspieler-Online Game. Vor gut einem Monat hat die Lego Group nun das Veröffentlichungsdatum preis gegeben. Am 26. Oktober wird es in Westeuropa und den USA gestartet. Grund genug, um die Sache mal unter die Lupe zu nehmen.

Der Spieleinhalt von Lego Universe beruht natürlich ganz auf die Welt der farbigen Bauklötze. Er konzentriert sich ganz auf das Bauen von Legomodellen. Es sind nicht nur vorgefertigte Modelle möglich, sondern auch Eigenkreationen, damit die Spieler ihrer Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen können. Die Modelle können mit Hilfe einfacher Programmier-Bausteinen zum Leben erweckt werden. Das ganze ist für Kinder ab 8 Jahren ausgelegt und soll aber auch Erwachsene ansprechen.

Da das Computerleben ja immer sozialer wird, darf diese Komponente selbstverständlich nicht fehlen. Die Spieler können sich zu Gruppen zusammenschliessen, ihre Freunde im Chat treffen und sich gegenseitig die (im richtigen Leben) gebauten Modelle zeigen.

Die soziale Vernetzung birgt natürlich gerade für Kinder viele Gefahren. Lego hat dies sehr gut erkannt und mit hohem Aufwand viele Sicherheitselemente in ihre neue online Welt eingebaut. In meinen Augen ist dies auch unabdingbar, um in diesem Markt Erfolg zu haben. So setzt Lego neben automatischen Filtern vor allem auf ein ganzes Heer von Moderatoren (im Spiel Mythraner genannt), welche 24 Stunden am Tag einfach zu erreichen sind. Den Kindern werden die wichtigen Sicherheitsregeln und Verhaltensnormen nähergebracht und der Chat benutzt Wörterbücher mit „guten“ und „schlechten“ Wörtern drin.

Als Vater von zwei Jungs werde ich mir das Spiel sicher noch genauer ansehen. Mir gefällt, wie Lego hier alles unternimmt, das sich Kinder hier sozial vernetzen können, ohne dass sie belästigt werden.
Was meint ihr? Wird das Ding ein Erfolg? Würdet ihr eure Kinder da rein lassen?

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4 Kommentare

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  1. Gaby Stäheli | 23.07.2010 23:54

    Als Mutter von zwei Jungs, einer davon mit 9 Jahren genau in dem Alter, wo er sich stark anfängt für Computerspiele zu interessieren – sehe ich das eher mit gemischten Gefühlen. Ich würde ihn nie allein davor sitzen lassen um eine Stunde Ruhe zu haben, denn diese Spiele mit Social Media Komponenten können süchtig machen, auch bei Erwachsenen. Gemeinsam reinschauen und erklären, was passiert vielleicht, wenn es wirklich um das zusammenbauen von Modellen mit Phantasie und Gestaltung geht. Medienkompetenz bei Kindern aufzubauen, ist nicht ganz einfach.
    Lego hatte vor einiger Zeit allerdings einige Online-Spiele auf seiner Seite, die für mich als Mutter eher grenzwertig waren, mein Sohn fand sie natürlich supetoll und mich völlig daneben weil ich ihm diese verboten habe:-)

  2. Manu | 22.07.2010 09:30

    Da die Kids heutzutage eh schon sehr früh den Umgang mit Computern lernen, finde ich die Idee von LEGO toll. Hoffe mal die Umsetzung wird gut gelingen und dass das Bauen soviel Spass macht, wie mir früher LEGO selbst. Ob das mit den Sicherheitsregeln und Verhaltensnormen auch richtig beigebracht werden kann, bin ich mir noch nicht so sicher, falls dies jedoch gut klappt, ist das sicherlich eine sehr gute Eigenschaft.

    Wenn das von den Eltern vielleicht zuerst auch skeptisch angesehen wird…. wenn sie sehen, dass sie Ihr Kind ungestört mal ne Stunde vor den PC setzen können und die Moderatoren nicht aus ehemaligen Pfarrern bestehen, dann wird das Spiel sicher ein Erfolg. 🙂

  3. Ralph | 22.07.2010 08:23

    Coole Sache. Aber ich warte auf Starcraft II. Nicht mehr lange…

  4. capo | 22.07.2010 08:14

    Ich habe keine Kinder, muss aber sagen das mir die Entwickling gefällt.

    Soziale interaktion im Spiel kann einen (Jungen-)Menschen sehr weit bringen.
    Mich hatte es damals mit Everquest ein stückweit Sozialkompetenz gelehrt.

    Und da LEGO verspricht (mal kuckn) sich um die Kinder mit Moderatoren zu kümmern denke ich mal das dies eine gute möglichkeit ist für Eltern die Kinder MMO’s spielen zu lassen.

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