AdWords – Qualitätsfaktor wird von Google angepasst

Yves Moret, 18.09.2008 5 Kommentare

Google hat gestern die Parameter für die Festsetzung des Qualitätsfaktors bei den AdWords Anzeigen angepasst.
Der Qualitätsfaktor dient Google dazu, zu bestimmen wie gut die Relevanz zwischen Keyword, Inseratetext und beworbener Zielseite ist. Bisher ergab der Qualitätsfaktor einen Mindestpreis der für einen Klick auf eine geschaltete Anzeige bezahlt werden musste. Folgende Parameter für den Qualitätsfaktor wurden nun angepasst:

Qualitätsfaktor wird dynamisch ermittelt

Bisher wurde der Qualitätsfaktor einmal dem Keyword zugeordnet. Dies erfolgt nun dynamisch bei jeder Google Suchanfrage. Dabei werden zahlreiche spezielle Eigenschaften der Anfrage neu berücksichtigt. Welche Eigenschaften dies genau sind legt Google natürlich nicht offen. Diese Massnahme soll für die User relevantere Anzeigen bringen und somit für die Werber qualitativ hochwertigere Besucher.

Mindestgebot wird zu „First page bid“

Da der Qualitätsfaktor nun dynamisch berechnet wird, fällt das bisherige Mindestgebot weg. Ersetzt wird es durch die „First page bid“. Dies ist eine Schätzung für das Gebot, das nötig ist, um die Anzeige auf der ersten Seite zu listen. Dieser Preis ergibt sich aus der dynamischen Qualitätseinstufung und der aktuellen Konkurrenzsituation bei diesem Keyword.
Allzu ernst sollte man diese Schätzung nicht nehmen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Adwords auch mal ein Gebot für 120 Fr. für eine Platzierung auf der ersten Seite schätzt. Da wird wohl noch ein wenig Feinarbeit gefragt sein.

„Inaktiv“ gibt es nicht mehr

Da das Mindestgebot weggefallen ist, gibt es auch den Status „inaktiv“ nicht mehr. Keywords mit schlechtem Qualitätsranking werden nun zwar weiterhin ausgeliefert, allerdings hat Google schon betont, dass Keywörter von schlechter Qualität nur noch sehr selten eine Anzeige schalten.
Die Qualität der Keywords ist nun in 10 statt nur 3 Stufen ersichtlich. Es ist zu vermuten, dass die Anzeigen weniger angezeigt werden, je schlechter die Qualität ist. Dies wird sich auch nicht durch die Erhöhung des Gebotes korrigieren lassen.

Die Folgen

Die Massnahmen werden zur Folge haben, dass der Aufwand zur Pflege einer Adwords Kampagne deutlich zunehmen werden. Da der Qualitätsfaktor von jedem Keyword ständig ändern kann, ist eine striktere Überwachung und ein vermehrtes Tuning der Kampange nötig.
Für die User von Google haben die Massnahmen den Effekt, dass sie viel relevantere AdWords angezeigt bekommen, währen die Advertiser von qualitativ hochwertigeren Besucher profitieren werden.

Die Fragen

Lässt sich der erhöhte Aufwand bei der Verwaltung der AdWords noch rechtfertigen? Oder – fährt man nicht doch besser, wenn man seine Website auf die Bedürfnisse der Suchmaschinen optimiert um dort besser gelistet zu werden?

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5 Kommentare

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  1. Andreas | 7.01.2009 04:42

    Was mir aufgefallen ist das alles was 7 als Qualitätsfaktor hat eine ganz grosse Bandbreite hat. 8 und 9 ist wohl schon ein schwierigerer Aufwandt.
    bei 7 sind noch Sachen drin die sich mit traditioneler SEO nicht decken, z.B macht eine andere Sprache hier wenig aus, und das Keywort muss nicht mal im Text vorkommen. (Es langt wenn die Bedeutung stimmt). Aber bei der Optimierung fordert Google man soll themenzentriert arbeiten. Mal sehen was für Erfahrungen hier noch auftauchen.

  2. René | 22.09.2008 11:37

    Google hat den Update beim Qualitätsfaktor bei Inside AdWords bestätigt: http://adwords-de.blogspot.com/2008/09/qualittsfaktor-update.html

  3. Yves Moret | 19.09.2008 13:27

    Dies ist qualitativ sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn allerdings der Verwaltungsaufwand für die Werbenden zunimmt, wird dies für kleine Unternehmungen zum Nachteil erwachsen. Bis jetzt reichte es, seine Kampagne im besten Fall einmal im Tag zu überprüfen. Nun wird es so sein, dass die Kampagnen eigentlich fast Non-Stop überwacht werden wollen. Bei jeder Suchanfrage wird der Qualitätsfaktor von Google wieder neu überprüft.

  4. John | 19.09.2008 13:14

    Kann die Veränderung beim Qualitätsfaktor nicht bestätigen. Wenn die oben erwähnten Veränderungen stimmen, dann ist es sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Die Qualität der Anzeigen nimmt dadurch zu und das ist im Sinne aller.

    Wie Mogius schon erwähnt, eine Suma Optimierung ist sicher nachhaltiger. Jedoch ist eine Suma Optimierung nicht vergleichbar mit AdWords. Zu verschieden sind die Ziele.

  5. Mogius | 19.09.2008 08:34

    Kurzfristig mag Google AdWords schon gut sein, doch wenn man nachhaltige Ergebnisse haben will, ist die Suchmaschinenoptimierung sicherlich der bessere Weg.

    AdWords setzte ich vor allem für kurzfristige Kampagnen ein oder um schwächen bei der Suchmaschinenoptimierung auszugelichen.

    Sie Verschärfung mit dem Qualitätsfaktor konnte ich noch nicht beobachten, bin aber gespannt wie sich das bei mir auswirken wird. Wenn es so wird wie beschrieben, dann wird der Aufwand für die Betreuung wirklich immer grösser und eine Betreuung durch einen Profi macht immer mehr Sinn.

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