Flickr ist auch ein Wochenmarkt

Der Foto-Sharing-Dienst Flickr hat einen grossen Schritt in Richtung Vermarktung gemacht. Die Nutzer erhalten nun die Option, Fotos über den Flickr-Partner Getty Images selbst lizenzieren zu lassen. Fotografen wählen selbst aus, welche Bilder sie zum Verkauf anbieten wollen und warten dann, bis Interessenten das Bild verwenden wollen.

Die Vorstufe zu diesem entscheidenden Schritt gibts allerdings schon etwas länger. Seit 2008 ist die Bildagentur Getty Images Partner von Flickr und kann auf dessen Fotopool zugreifen. Zunächst funktionierte dies, indem die Bildagentur für sie interessante Fotos aus Flickr auswählte und deren Fotografen kontaktierte. Später konnten die Flickr-User selbst auswählen, welche ihrer Fotos sie gerne von Getty ansehen lassen wollten. So hat die Agentur ein Archiv von mittlerweile 100’000 Bildern aufgebaut.

Mit dem neuen Schritt wird die Mitsprache der Flickr-Fotografen deutlich ausgebaut. Bei Teilnehmern am Lizenz-Programm scheint neben dem ausgewählten Bild ein „g“ (Getty-Symbol) auf. Wer das gekennzeichnete Bild verwenden will, gelangt zu Getty Images, das die Nutzererlaubnis besorgt und den Preis regelt.

Sofern ein Flickr-Fotograf der Anfrage zustimmt, soll er je nach Grösse und Qualität des Bildes zwischen sechs und fünfhundert Euro pro Foto erzielen können. Flickr rechnet mit durchschnittlich 120 bis 200 Euro. Damit will das Fotoportal nicht zuletzt professionelle Fotografen verstärkt anlocken.

Wer von euch „klaut“ Bilder – oder wurde schon „beklaut“?

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