Peinlich oder doch echt?

Es ist wieder mal soweit: Retrevo hat eine Umfrage gemacht und dabei kam raus, dass viele Nutzer es im Nachhinein bereuen, Kommentare auf Social Networks hinterlassen zu haben. Zwei Drittel schämen sich für ihre peinlichen Postings – besonders wenn es um Themen wie den eigenen Chef oder die Arbeit geht.

Laut der Umfrage ist die Reue über peinliche Postings bei Smartphone-Usern und den jungen Zielgruppen noch grösser als beim Durchschnitt. 54 Prozent der Smartphone-Nutzer – und sogar 59 Prozent der iPhone-Nutzer – sagten, sie würden sich für bestimmte Kommentare schämen. Offenbar fällt es einem doch leichter, von einem Handy aus mal schnell einen blöden Kommentar oder eine kurlige Statusmeldung zu posten.

Bei den unter 25-jährigen bereuen 54 Prozent verfängliche Kommentare, während das nur für 27 Prozent der über 25-jährigen zutrifft. Das sagt aus, dass jüngere Menschen leichtfertiger einen Kommentar im Web abgeben und mit der Öffentlichkeit teilen.

All diese Zahlen erinnern mich an einen Blogpost, den ich Ende 2009 verfasst habe. Damals fanden Psychologen raus, dass wir im Web die Person sind, die wir auch im richtigen Leben sind.

„Der Drang zur Person, die man ist, ist also stärker als der Wunsch, sich eine andere Maske aufzusetzen. Das Tragen einer Maske ist im Internet ja sowieso nicht so einfach, da auf das Tun und Sein im Web oft eine Reaktion aus der Community oder dem Freundeskreis kommt.“

Laufen Kommentare und Statusmeldungen nicht genau in das rein? Warum sollten sie dann peinlich sein? Warum sollte sich das über ein halbes Jahr geändert haben?

Fragen über Fragen. Wer weiss eine Antwort?

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