Digitale Identität zum Herumtragen

Yves Moret, 21.05.2010 3 Kommentare

Bis anhin existieren soziale Netzwerke nebeneinander. Und die Nutzer haben getrennte Identitäten. Bis anhin. Bald aber werden User wahrscheinlich nur noch mit einer einzigen mobilen Identität in den Social Media unterwegs sein.

„Sie haben Post“. So hiess es früher. Früher – das heisst vor gerademal ein bisschen mehr als zehn Jahren. Es ist also lediglich etwas mehr als eine Dekade her, dass erste direkte soziale Kontakte zwischen Internetnutzern möglich waren.
Zwischenzeitlich haben sich soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, LinkedIn oder Xing als ernstzunehmende Kommunikationsmittel im Internet längst etabliert. Doch wohin geht diese Entwicklung weiter? Nun: schon bald soll sie beginnen, die „Ära des sozialen Kontextes“.

Soziale Erfahrungen ohne Zusammenhang
Soziale Netzwerke werden in der Lage sein, die Vorlieben ihrer Mitglieder zu identifizieren. Schon bald. Und: die Internet-Nutzer werden eine Online-Identität besitzen, die sie von Netzwerk zu Netzwerk mitnehmen können. Dies alles geht aus der vor bereits einem Jahr realisierten Forrester-Studie „The Future oft the Social Web“ hervor.
Bis anhin verlaufen die sozialen Erfahrungen der User mehr oder minder unzusammenhängend. Die Netzwerke tummeln sich in friedlicher Koexistenz. In Zukunft soll sich dies gemäss den Forschern der Forrester-Studie ändern: Identitäten in unterschiedlichen Netzwerken würden zu einer einzigen mobilen Identität verschmelzen. Und einfache Technologien würden es ermöglichen, dass Verbraucher ihre digitale Identität quasi mit sich herumtragen können. So könnte sich das Web von separaten sozialen Seiten hin zu geteilter sozialer Erfahrung entwickeln.

Die Macht des Konsumenten
Logische Konsequenz aus diesen Entwicklungen: Sie verleihen den Internet-Nutzern und seinen Communities Macht. Und schon finden sie Beachtung von Marketing und Industrie. Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung, unterschiedliche Instrumente im Bereich Social Media zu identifizieren und idealerweise zum eigenen Vorteil einzusetzen. Unternehmen, die an der Seitenlinie erst einmal abwarten, könnten so einige Chancen bereits verpasst haben. Organisationen, die ohne Strategie einfach mal loslegen, riskieren Vertaruens- und Reputationsverlust. Es gilt also, das Einbinden von Social Media-Massnahmen in die eigene Marketing-Strategie immer sorgfältig zu planen und umzusetzen.

Und was denkt ihr? Wie wird die Zukunft von Social Media aussehen?

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3 Kommentare

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  1. Maike | 22.05.2010 07:58

    Das wäre ein wichtiges Instrument, vielleicht sollten wir gleich etwas entwickeln und vermarkten – die ONE Social Media Identity oder „My identity at a glance“!!

  2. Rupert | 21.05.2010 10:55

    Ein Weg könnte die digitale social business card sein. Ich finde die Idee gar nicht so schlecht und habe mir sogar eines bestellt. Es verbindet zwar keine social medias aber gibt dir die Möglichkeit eine Verbindungen und Kontakte mit anderen Leuten auszutauschen. Schau doch mal unter http://www.poken.com/ nach.

  3. Joel | 21.05.2010 09:04

    Gibt es denn bereits einen Dienst/Service, welcher Accounts hosted und bereitstellt, also so in der art von Facebook Connect, nur halt ohne Facebook, also das reine Account Management übernimmt?

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