Bye Bye Social Media: Auf Nimmerwiederklicken

Yves Moret, 16.04.2010 4 Kommentare

Soziale Netzwerke boomen. Und sie haben ganz klar Suchtpotenzial. Doch wie kommt man aus Facebook, Xing & Co. eigentlich wieder raus? Eine Anleitung zum Ausstieg.

Sie sind aus unserem längst digitalisierten Alltag nicht mehr weg zu denken: Die sozialen Netzwerke. Und täglich kommen neue Nutzer hinzu. Der Nachfrage entsprechend vielfältig ist das Angebot an Social Media.
Ob Facebook oder Xing: der Selbstinszenierung des einzelnen Nutzers sind nur wenige Grenzen gesetzt. Und so präsentiert sich das Spektrum an User-Profilen von zurückhaltend bescheiden bis zu Profilen mit latent bis ausgeprägten exhibitionistischen Zügen. Und viele User bestätigen immer wieder: Das Suchtpotenzial und der Einfluss der sozialen Netzwerke ist nicht zu unterschätzen. Denn nirgends kann der Hang zum Voyeurismus so unbeobachtet ausgelebt werden.
Doch was, wenn ein User irgendwann keine Lust mehr hat, seine persönlichen Daten im Internet und somit einer beschränkten Öffentlichkeit preiszugeben?

Ausstieg nicht ganz sorgenfrei
Viele Anbieter gestalten einen Absprung aus ihrem Netzwerk bewusst umständlich und kompliziert. Und so kann die Löschung des Accounts schnell einmal zum zeitaufwändigen Ärgernis werden. Oftmals sind die Löschfunktionen nicht sofort ersichtlich oder eben bewusst gut versteckt. Bei Facebook beispielsweise braucht der Benutzer sieben Klicks, bis er sein Profil löschen kann. Danach ist dann das Profil erst einmal für weitere 14 Tage auf Eis gelegt. Dies für den Fall, dass die Aussteiger binnen genannter Frist reumütig zurückkehren mögen.
Früher. Ja früher konnten Absprung-Willige ihren Ausstieg auf suicidemachine.org oder seppukoo.com mir nur wenigen Klicks realisieren – und das aus mehreren Netzwerken gleichzeitig. Dies gefiel Facebook aber so gar nicht und sperrte den Anbietern kurzerhand den Zugriff.

Wer seinen Absprung wiederum öffentlich bekannt machen möchte, demjenigen leistet die Internetseite ausgestiegen.com gute Dienste. Auf einfache Art und Weise kann hier der User den Ausstieg aus nicht weniger als 61 Netzwerken veranlassen – und der Community gleichzeitig noch Gründe oder eine letzte Nachricht hinterlassen.

Spuren verwischen nicht vergessen
Wer seinen Account dennoch lieber eigenständig löschen möchte, sollte generell darauf achten, dass das Konto nicht nur deaktiviert, sondern tatsächlich gelöscht wird. Zudem halten sich die Spuren, die ein Nutzer auf seinem Profil hinterlassen hat noch hartnäckiger als das eigentliche Profil. So werden beispielsweise Kommentare, die diejenige Person auf anderen Seiten und Profilen hinterlassen hat, nicht automatisch gelöscht. Hier ist dann quasi Handarbeit gefragt. Wer also will, dass alle Spuren tatsächlich verschwinden, sollte die besagten Kommentare oder eben auch Fotos eigenhändig löschen. Nur dann kann man nach dem finalen Lösch-Vorgang auch sicher sein, dass alle persönlichen Informationen tatsächlich nicht mehr existieren.

Und was müsste passieren, damit ihr Euren persönlichen Facebook-Account löscht?

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4 Kommentare

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  1. Patrick | 28.04.2010 16:27

    Hab mein Facebook-Account im Februar gelöscht und es seither keinen Tag bereut. Der Zeit- und Raumgewinn – vor allem mental – ist enorm, da ich kein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich nicht aktiv bin.
    Das reale Leben ist viel spannender!

  2. sprain | 18.04.2010 15:54

    Warum löschen? Wenn man keine Lust hat, kann man den Account auch einfach ruhen lassen. Hab ich bei Facebook so gemacht und bin in letzter Zeit dort nun wieder viel aktiver worden, dafür weniger getwittert. Irgendwann werd ichs dann wieder bleiben lassen.

  3. blogstone | 18.04.2010 15:48

    Ich sehe absolut keinen Grund meinen Facebook Account zu löschen.

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