Springer & Jacobi, ein Nachruf

Springer und Jacobi, S&JLetzte Woche war ich mal wieder in Hamburg, der schönsten Stadt Deutschlands. Die Stimmung bei den Freunden und Kollegen aus der Werbung war gedrückt. Das deutsche Urgestein der Werbung S&J hat Insolvenz angemeldet.

30 Jahre grosse Werbung und bekannt als die Kreativschule Deutschlands für Werber. Viele haben sich dort ihre Sporen verdient, darunter Leute wie  die Gründer von Jung von Matt, KemperTrautmann, Oysterbay, Philipp und Keuntje. Irgendwann, so scheint es, waren sie alle mal da. Und darum werden 9 von 10 der deutschen Top Ten Agenturen von Ex SJ’lern geführt.
Auch ein paar bekannte Schweizer Namen gibt es, wie Alexander Jaggy der Jung von Matt / Limmat führt oder Pius Walker von Walker Werbeagentur.

Bekannt war SJ in der breiten Masse, die sich fürs Business interessiert vor allem für den Etat von Mercedes, den sie 16 Jahre betreuten. Solch lange Unternehmens-Agentur Beziehungen sind sehr selten, wechseln Marketingleiter im Durchschnitt alle 3 Jahre den kreativen Dienstleister.

Zu Spitzenzeiten beschäftigte man 300 Mitarbeiter, eine weitere beeindruckende Zahl für eine Inhaber geführte Agentur. Doch der Sinkflug begann nicht lange nach dem Ausstieg der Gründer Reinhard Springer und Konstantin Jacoby – für viele die Ziehväter der Werberkarriere. Als man dann den Mercedes Etat verlor und damit ein Drittel des Umsatzes, ging es steil bergab. Bis am vorvergangenen Dienstag der Insolvenzantrag von Lutz Schaffhausen beim Amtsgericht Hamburg gestellt wurde.

Wer ein bisschen S&J Luft schnuppern will, kann sich ja einfach mal die Facebook Gruppe „Sind wir nicht alle ein bisschen S&J“ anschauen und ein paar ehemalige kennenlernen. 591 Leute sind dabei.

Auch wir sagen an dieser Stelle good bye.
Springer und Jacobi insolvent - good bye

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3 Kommentare

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  1. Marianne | 5.02.2011 10:36

    So ist leider das Geschäft. Wirklich schade. 🙁

  2. Marius Schwiegk | 15.04.2010 20:37

    So, Freundchen,
    ersmal den Namen richtig schreiben – dann nachrufen!!!

    Damals wäre das ein Grund für ne Bewerbungsablehnung gewesen!

  3. Arndt | 15.04.2010 11:53

    Immer wieder schade eine feste Größe gehen zu sehen 🙁

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