Online-Reputation – Ist das nötig?

Yves Moret, 11.09.2008 7 Kommentare

Meiner bescheidenen Meinung nach ist die Antwort ein deutliches Ja. Online-Reputation wird für Unternehmungen und Personen im Zeitalter des Web2.0 immer wichtiger.

Viele Firmen haben bereits schon schmerzlich erfahren, dass eine eigene informative Website ein gutes Marketinginstrument sein kann. Heute, in der Zeit des Jekami-Webs mit seinen Blogs und Social-Networks, wird es aber immer schwieriger, Nachrichten über das Unternehmen oder seine Produkte zu kontrollieren. Die schlechten Nachrichten können sich auf dem Web verbreiten, bevor das Unternehmen überhaupt Zeit hat, darauf zu reagieren. Erschwerend kommt dazu, dass solche Badnews sich kaum mehr aus dem Gedächnis des Webs tilgen lassen. Auch Jahre später können solche schlechte Informationen noch abgerufen werden und sind wenn möglich bei einer Google-Abfrage noch vor der eigenen Website platziert. Ein schönes Beispiel von Dell dafür zeigt Malte Landwehr in seinem Blog.

Was interessiert mich das als Privatperson?

Haben sie schon mal daran gedacht, dass ein zukünftiger Personalchef, bei dem sie sich für ihre Traumstelle bewerben, eine Online-Recherche über sie durchführen könnte? Genau dies wird heute schon häufig gemacht und wird wohl in Zukunft noch häufiger gemacht werden. Stellen sie sich vor, er findet in Facebook Fotos von einer wilden Party, an der sie teilgenommen haben und bildet sich so seine Meinung über sie. Sie werden unter Umständen nicht mal die Möglichkeit haben, sich zu rechtfertigen. Dabei kann es gut sein, dass die Bilder vor mehreren Jahren in jugendlichem Überschwang entstanden und sie schon lange vergessen haben, dass sie überhaupt dort waren.
Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass eine andere Person unter ihrem Namen für eine schlechte Online-Reputation besorgt ist. Im anonymen Web ist es ein Leichtes mit fremdem Namen sein Unwesen zu treiben. Hier hilft nur, sich von Zeit zu Zeit selber zu googeln, damit man keine böse Überraschung erlebt.

Was kann ich für meine Reputation tun?

  • Achten sie darauf, was sie im Web hinterlassen
  • Was heute cool ist, könnten sie in einem Jahr schon bereuen. Denken sie daran; Das Web vergisst nicht
  • Überprüfen sie die Sicherheitseinstellungen bei ihren Social Communities (FacebookXing, etc.). Wer sieht was?
  • Denken sie immer an ihre Reputation, wenn sie ihren Namen unter einen Kommentar in einem Blog setzen.
  • Überprüfen sie regelmässig, was die Suchmaschinen zu ihrem Namen ausspucken

Auf was sollte man sonst noch achten?
Mehr zum Thema gibt es im Blog Crossmediale Kommunikation von Karsten Füllhaas

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

7 Kommentare

image description
  1. web-killer | 22.11.2009 12:53

    Guten Tag,

    unser Unternehmen bietet an, rufschädigende Einträge günstig und schnell entfernen zu lassen. Die eigene Reputation im Internet ist heutzutage nicht mehr wegzudenken, denn sowohl Kunden, als auch der Personenumkreis recherchiert im Internet. Ein negativer Eintrag kann so unkontrollierte Folgen haben. Der (potentielle) Job ist in Gefahr, die Kunden entscheiden sich lieber für ein Produkt der Konkurrenz, Familienkonflike drohen,…

    Daher haben wir uns darauf spezialisiert, den Online-Ruf von Privatpersonen und Firmen zu verbessern und zu schützen. Erfahrung, Kompetenz und Kommunikation sind dabei Grundlagen unserer Arbeit und unseres Erfolges.

    http://www.web-killer.de

    Mit freundlichen Grüßen
    web-killer.de

  2. Markus Müller | 31.07.2009 09:39

    Ich betreibe sehr intensiv Marketing mittels Fotos auf Google Earth, was natürlich auch neider auf den Plan rief, die mich mitunter sehr scharf angriffen.

    Nun schwirren deren „weisen“ aussagen unter deren Namen gleich noch virtuell mit Google Earth in ihrem Dorf herum, so dass es jeder sieht, ohne dass zuerst der Name des Betreffenden gegoogelt wurde. Diese Krititker hatten nicht bedacht und mussten schmerzlich erfahren, dass Google Eart nicht ein Eigentum der Allgemeinheit sondern durch Google somit in privaten (Aktionäre) Händen ist!

    Somit haben sich diese Kritiker öffentlich lächerlich gemacht und jeder, auch der mögliche zukünftige Personalchef etc.sieht’s.

    Das gefährliche ist also nicht das Internet mit den Suchmaschinen sondern eventuell das eigene unbedachte Handeln.

  3. Denise Roth | 18.09.2008 08:41

    Zusammenfasssend lässt sich sagen, dass das private Publizieren im Internet, wenn mit der richtigen Portion an Sorgfalt und Reflektiertheit versehen, mit der Entstehung von Sozialen Netzwerken, Blogs, Foren etc. neue Dimensionen und Möglichkeiten eröffnet hat. Nie zuvor war es möglich Inhalte so schnell und so einfach an ein breites Publikum zu bringen und in einen derartigen Dialog mit Menschen aus allen Ländern und Branchen zu treten. Diese neuen Medien bieten eine äusserst vielseitige Erweiterung der Kommunikation, die, so verlockend sie sich offenbaren, wie oben geschildert ebenso weitläufige Risiken in sich bergen. Dieses Tatsache hat sich nur noch nicht im Bewusstsein aller neu „Autoren“ manifestiert und so werden noch so manche digitale Persönlichkeiten mit Reputationsproblemen zu kämpfen haben.

  4. Karsten Füllhaas | 12.09.2008 11:14

    Online-Reputation ist wichtig, nur haben dass viele Unternehmen und auch Privatpersonen dies nach wie vor noch nicht so richtig realisiert. Blogbeiträge, Produkte-Reviews, Empfehlungen… beeinflussen heute Kauf- und Investitionsentscheidungen. Viele Unternehmen sind sich dieses Zusammenhangs zu wenig bewusst oder stufen ihn als unwichtig ein.

  5. Yves Moret | 12.09.2008 10:20

    Vielen Dank für die ausführlichen Kommentare. Ich denke das Thema wird in Zukunft noch für viel Gesprächsstoff sorgen.

  6. Karlheinz Krause | 12.09.2008 08:26

    Ist ja erstaunlich was Google aller über einen weiss. Ich denke vor allem mit dem Social Web wird die Online-Reputation immer wichtiger und auch kritischer.
    Wenn dann wie kürzlich passiert, einer dein Facebook-Account hackt und unter deinen Freunden so richtig Stimmung macht, ist es dann sehr schwer, das wieder zu korrigieren.
    Darum bin ich der Meinung, dass man immer mit seinem richtigen Namen arbeitet, damit wenn dann mal etwas passiert, die richtigen, positiven Einträge überwiegen.

  7. Ladina | 11.09.2008 10:43

    Auch ich bin davon überzeugt, dass der Ruf eines Unternehmens heute erfolgsentscheidend ist! Wie sich eine Firma oder Marke im Web präsentiert und wie über sie berichtet wird, hat Auswirkungen auf den langfristigen Unternehmenserfolg. Foren, Blogs und Community-Plattformen gewinnen zunehmend an Macht und können den guten Ruf eines Unternehmens entscheidend mit beeinflussen. Positive Meinungsäusserungen und Empfehlungen wecken Vertrauen, negative Statements führen zur Verunsicherung. Dass der Meinungsbildungsprozess und somit auch die Online-Reputation entscheidend mitgestaltet werden kann, setzt voraus, dass man selber aktiv kommuniziert. Dazu sollte konstruktiv an Diskussionen und Informationsaustauschen teil genommen werden.
    Ich denke auch, dass sich im Zeitalter der Sozialen Medien, wo der Austausch und die Meinungsäusserung im Vordergrund stehen, negative Stimmen kaum vermeiden lassen. Statt sich zu davor zu fürchten sollte man die Gelegenheit nutzen, um die Kritiker positiv zu überraschen und direkt anzusprechen. Fühle ich mich mit meiner Meinung ernst genommen, tritt die Kritik am Produkt oder der Dienstleistung doch meist in den Hintergrund.

    Was die private Reputation angeht, so denke ich, gibt es bei vielen noch Aufklärungsbedarf. Eine menge Leute sind sich der möglichen (langfristigen) Konsequenzen ihres Handelns im Web nicht wirklich bewusst. Vielen Dank für die guten Ratschläge also!

Kommentar schreiben

Please copy the string A6hEAo to the field below: