Vom alten Denken in einer neuen Welt

swissairEs ist noch nicht lange her, da war MySpace die Nummer eins unter den Social Networks. Inzwischen verliert die Firma, die zum Medienimperium von Rupert Murdoch gehört, gegenüber Facebook immer mehr an Boden.

Der Konkurrenzkampf um Werbegelder, die immer spärlicher fliessen, ist hart. Im Mai 2009 hat Facebook MySpace an der Spitze abgelöst. Zwar versuchte MySpace-CEO Owen van Natta – sinnigerweise ein früherer Facebook-Kadermann – das Steuer herumzureissen. Inzwischen hat er sich aber auch aus dem Staub gemacht. Nun steht MySpace kurz vor dem Aus. Das Netzwerk bietet den Usern einfach zu wenig.

Wie konnte es überhaupt soweit kommen?

Anscheinend liegt es an Tycoon Rupert Murdoch selbst. Er soll keinerlei Verständnis für das Eigenleben und die Dynamik sozialer Netzwerke aufbringen.

So ist er felsenfest überzeugt, dass die User irgendwann für Inhalte im Web bezahlen werden wie einst für die Zeitung. MySpace macht auch viel weniger klar, wofür die User das Portal nutzen können. Bei Facebook weiss jeder, was er erwarten kann.

Wo sich zwei Anbieter um die Nummer 1 balgen, gewinnt normalerweise der Stärkere. Es sieht so aus, wie wenn MySpace seinen Zenit überschritten hätte und das Feld nun definitiv Facebook überlassen müsste.

Die Frage ist nur: Schreibe ich in zwei Jahren dasselbe über Facebook?

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7 Kommentare

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  1. Jan-Christoph Brier | 25.01.2011 13:59

    Ich selber halte nicht viel von diesen Social Networks aber das es mit MySpace so kommt war mir klar und auch völlig absehbar!

  2. webSimon | 27.02.2010 11:24

    Ich glaube ja, dass Facebook und MySpace durchaus nebeneinander existieren könnten, wenn MySpace seinen Dienst etwas ordnen würde. Das wirkt mir alles zu spammig, durcheinander und blinkend. Die Templates sind gruselig. Sie bieten aber Potential, ein individuelles Profil im Internet zu gewährleisten. Twitter, Facebook und Co. machen das zwar auch, aber Myspace könnte mehr auf die Präsentation setzen, während bei Facebook ja eher die Vernetzung im Vordergrund steht.

    So wie es jetzt ist, bin ich aber froh, dass es stirbt.

  3. Daniel Ebneter | 25.02.2010 11:46

    Tools und Plattformen sind immer nur Momentaufnahmen der Entwicklung und als solche von Beginn weg dem Untergang geweiht. Die Frage ist jeweils nur, wie lange es dauert, bis das Licht ausgeht.

    Wir sollten uns deshalb nur an den Paradigmen und Konzepten wie zum Beispiel Followership, Status oder Geotagging orientieren.

    Was sich da konzeptionell durchsetzt, wird auch dann überleben, wenn die Karawane an einen anderen Ort weiterzieht.

  4. roli | 25.02.2010 09:46

    mich hat myspace von anfang an nicht überzeugt, somit ein account weniger den ich löschen müsste 😉
    ich denke aber, dass facebook wohl noch eine weile überleben wird. auch wenn der erste hype schon vorbei ist.

  5. Simon Kurt | 25.02.2010 08:24

    Definitiv wird man über Facebook in Bälde dasselbe schreiben – erstes Anzeichen sind die echten Laggards, die jetzt noch aufspringen (Mütter, Vätter, etc.). Bin nur gespannt, wie denn der Nachfolger aussieht! Oder ists vielleicht Twitter…?

  6. Michel | 25.02.2010 08:17

    Rupert Murdoch hat Jahrgang 1931, wow, das muss man erst mal wirken lassen. Der hat mehr als 60 Jahre ohne dieses „Internet“ gelebt. Das kann man sich ja gar nicht vorstellen.

  7. Dave | 25.02.2010 08:12

    Das es mit MySpace so kommen musste, war schon fast absehbar. Diese Plattform war mir irgendwie nie so richtig sympathisch. Der Aufbau, war nicht logisch und einfach unübersichtlich. Zudem hat MySpace zwar richtig angefangen, aber dann, genau wie die Musikindustrie, den Rest verschlafen.

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