Haustiere online: verspielte Sie (5) mit Dackelblick sucht…

Yves Moret, 19.02.2010 2 Kommentare

hundfacebookDie jüngsten Entwicklungen zeigen: Soziale Medien sind nicht mehr länger nur ein Privileg des modernen Menschen. Auf Facebook, Twitter und Xing folgen nun Dogbook, Catster und Petster.

Lillika, Kitzekatze und Fluffytiger sind die besten Freunde. Virtuelle Freunde. Haarige Freunde. Und: Sie sind gehören zu den Top-Usern des Monats Februar. Ob Katze, Hund Meerschweinchen, Hamster oder Pferd – Soziale Netzwerke und Kontaktbörsen für Tiere sind der neue Renner unter den Netzwerkportalen.

Jedem Tier sein eigenes Profil
Wer «den besten Freund des Menschen» vernetzen will, dem sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Denn das Angebot an animalischen Social Networks ist gross. Tendenz steigend.  Erst in den Staaten etabliert, schwappte der neue Trend über den grossen Teich. Mit Erfolg: DoggySpace, MyCatSpace, Catster, Dogster, Petster und zu guter Letzt auch Dogbook und Catbook – als kostenlose Erweiterungen von Facebook – sind längst auch in Europa bekannt. Und beliebt.
Auf Dogbook beispielsweise kann jeder Hund seine eigene ganz persönliche Profilseite im Social Network bekommen. Ein individueller Steckbrief mit dem Geburtstag sowie den Vorlieben und Eigenschaften des Hündchens gehören ebenso dazu wie der eigene Fotoordner oder Videos. Zusätzlich erlauben spezielle Suchfunktionen, dass Besitzer einer bestimmten Rasse oder Hundebesitzer der gleichen Stadt bequem und einfach zu einander finden. Dogbook kann aber auch von unterwegs genutzt werden: Für iPhones und andere Smartphones gibt es hierfür spezielle Anwendungen.

Verzweifelte Suche nach Anschluss?
Das Potential der digitalen Tierfreundschaften ist wohl noch nicht einmal im Ansatz ausgenutzt. Doch warum vernetzen Tierbesitzer ihre Lieblinge und wie weit soll die Vernetzung noch gehen? Böse Zungen könnten behaupten, bei der Vernetzung des eigenen Haustieres könnte es sich eventuell um einen verzweifelten Versuch auf der Suche nach sozialem Anschluss und Kontakten handeln. Und somit um eine Instrumentalisierung des domestizierten 4-Beiners.
Eine etwas gemässigtere Sichtweise wäre wohl, dass es sich vielleicht einfach nur um eine weitere Ausprägung von Vernetzung handelt – und dem einen oder anderen Tierbesitzer einfach nur Spass bringt. Wie lange es aber noch geht, bis reale 4-Beiner tatsächlich  in der virtuellen angekommen ist, wird sich zeigen.

Und wie sieht es bei Euch aus? Habt ihr Eure tierischen Hausgenossen bereits sozial vernetzt? Oder was haltet Ihr von denjenigen Leuten, die Ihren Tieren in sozialen Netzwerken ein Profil erstellen?

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

2 Kommentare

image description
  1. WuH | 22.02.2010 17:50

    Eine lustige Entwicklung – aber doch irgendwie logisch!? Ihre Tiere ersetzen ganz vielen Menschen Partner, Freunde und/oder Familienmitglieder – warum sollten sie sie im Social Web, mit seinen zahlreichen Darstellungsmöglichkeiten, außen vor lassen?
    Hinzu kommt, dass Tiere ihren Besitzern auch unheimlich viel Gesprächsstoff bieten, also ja – klar ist das auch eine gute Möglichkeit, mit anderen Tierbesitzern in Kontakt zu kommen. Und klar geht es dabei weniger um die Tiere selbst, als um die Menschen und ihre Bedürfnisse. Aber haben das nicht alle Social Networks, ja, sogar alle Bereiche unseres Alltag gemeinsam?

  2. Christina Schmid | 19.02.2010 11:53

    Für eine fiktive Figur ist das ja noch ok. Aber was will ein lebendes Haustier in einem Social Network? Etwa an Hundfutterverlosungen teilnehmen?

    Tiere in aller Ehre – aber auf Social Networks haben sie nichts verloren. Es gibt nämlich schon genug Katzencontent! 😉

Kommentar schreiben

Please copy the string sNCOkn to the field below: