Google sieht erfolgreiche Zukunft mit „Mobile First“

Yves Moret, 18.02.2010 2 Kommentare

Eric Schmidt, der CEO von Google, sorgte mit seiner interessanten Rede am World Mobile Congress für viele Diskussionen. Er sprach über die neue Strategie namens Mobile First.

Da das mobile Internet für Google immer interessanter wird, waren die Suchmaschinenbetreiber auch am World Mobile Congress in Barcelona präsent. Eric Schmidt verkündete, dass Google in Zukunft vermehrt zuerst Mobile Anwendungen entwickeln und erst danach die Applikationen für die Personal Computer folgen werden. Er bezeichnete die Dreifaltigkeit von Rechenleistung, Cloud-Anwendungen und offenen Schnittstellen als wichtigste Bausteine, um Google auf die Gewinnerseite zu bringen.

Da in letzter Zeit Gerüchte aufgetaucht sind, die sagten, dass Google ein eigenes mobiles Hochgeschwindigkeitsnetz aufbauen will, beschwichtigte Schmidt die Netzbetreiber. Er bezeichnete den Aufbau eines solchen Netzes nicht als Geschäft von Google. Das Glasfaser-Projekt von Google, das in letzter Zeit für Spekulationen unter den Netzbetreibern sorgte, ist ein reines Demonstrations- und Forschungsprojekt.

Einmal mehr zeigt sich, wo Google den Markt der Zukunft sieht. Es sieht ganz so aus, dass es nicht mehr lange gehen wird, bis die Zugriffe auf das Internet über mobile Devices diejenigen von stationären Computern übertreffen werden. An diesem Punkt sind zum Beispiel Indonesien und Südafrika bereits angelangt. Den selben Trend zeigt auch die Nachfrage nach mobilen Devices. So werden zum Beispiel bereits täglich 60’000 Geräte mit Googles Handybetriebssystem Android ausgeliefert.

Was meint ihr, sieht Google die Zeichen der Zeit richtig? Wäre es für Mitbewerber, wie zum Beispiel Microsoft auch an der Zeit, ihre Strategie zu überdenken?

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2 Kommentare

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  1. Christian Zumbrunnen | 18.02.2010 10:33

    und übrigens: Microsoft überdenkt die Strategie ja auch indem sie in Office 2010 die Speicherung der Dokumente in der Cloud ermöglichen.
    Das Verfahren ist zwar noch äusserst unpraktisch – zumindest in der Beta, die ich getestet hatte – aber es geht in die richtige Richtung: „The network (cloud) ist the computer“.

  2. Christian Zumbrunnen | 18.02.2010 10:30

    Vorallem wäre es an der Zeit, dass die Netzanbieter ihre Preispläne überarbeiten.
    Statt Daten und Dateien zu synchronisieren, muss man einfach von überall, jederzeit darauf (in der Cloud) zugreifen können. Dazu muss ich entweder immer online sein oder auf jedem Gerät – egal ob Handy, Notebook, Fernseher, Kaffeemaschine, Mac, PC, Server, Wii, PSP… einen Index meiner Dateien und Daten haben, welcher synchronisiert wird und mir ermöglichen die jetzt erwünschten Daten schnell und kostengünstig herunterladen und ansehen/bearbeiten zu können.
    Das braucht Bandbreite – auch wenn ich nicht am Kabel hänge.

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