Bringt Google Buzz in die Social Communities?

In diesen Tagen lancierte Google einen neuen Dienst namens Buzz. Nach einem eher mässigen Erfolg mit Orkut ist dies ein weiterer Versuch von Google, einen Fuss in die Social Communities zu bringen. Heute will ich aufzeigen, warum Google unbedingt einen Fuss in diese Türe bringen will.

Bei Google Buzz handelt es sich um einen neuen Dienst von Google, der den normalen GMail Account zu einem Social Network macht. Neu lassen sich Statusmeldungen absetzen und lesen, Google Reader, Picasa, Twitter etc. sind mit eingebunden, können aber individuell zu oder abgeschaltet werden. Das ganze wirkt auf den ersten Blick wie eine Mischung aus Google Wave, Facebook, Twitter und Mailprogramm. Sieht auf den ersten Blick ein wenig verwirrend aus, aber ich bin sicher, wenn man sich an Twitter und Facebook gewöhnt hat, kommt man mit Google Buzz ziemlich schnell zu Recht.

Nun, wo liegt der Nutzen für Google? Wie meist bei Google spielt der soziale Gedanke wohl nicht die Hauptrolle. Für Google ist es in erster Linie wichtig, zu erfahren, was die Internet User in den Social Communities bewegt. Bisher war es für Google schwierig, die Inhalte zu indexieren, die in den geschlossenen Communities ausgetauscht wurden. Immer mehr Inhalte, werden ja von den Usern z. B. in Facebook publiziert. Auch wenn jetzt z. B. ein Bild oder ein Link Millionenfach in Facebook geshared wird, kann es sein, dass Google dies gar nicht registriert oder ganz falsch gewichtet, da sich dieser Austausch vielleicht im „offenen“ Web gar nicht niederschlägt.

Ich bin mal gespannt wie Google Buzz bei den Leuten ankommt. Mir persönlich gefällt der Ansatz mal nicht schlecht, muss das ganze aber erst mal auf mich wirken lassen. Bin gespannt was ihr dazu meint. Wird das auch so ein Rohrkrepierer wie Wave?

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10 Kommentare

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  1. capo | 12.02.2010 14:09

    Nach ein paar tagen muss ich sagen das grösste manko ist ganz klar die Timeline bei Buzz. Dieses Kommentieren ist zwar cool, aber das die kommentierten buzzes zu oberst sind, das ist doof.
    Da muss eine bessere usability her!

  2. Yves Moret | 11.02.2010 11:38

    @blogstone Nein, ist nicht so schön wie bei Twitter, wo man die globale Timeline sieht. Aber wer macht das schon? Ansonsten läuft es eigentlich wie bei Twitter. Die Suchfunktion ist allerdings besser. Man findet die Leute die man sucht zuverlässiger. Was auch ein Vorteil ist, ist der Umstand, dass viele User mit ihren richtigen Namen gefunden werden. Allerdings wird sich Buzz auch als neue Herausforderung für die Online Reputation zeigen. Aber das gäbe, glaube ich, genug Stoff für einen neuen Artikel.

  3. blogstone | 11.02.2010 11:25

    @Yves Moret: Ich nutze den Google Reader nicht, deshalb kann ich so auch keinem folgen. Gibt es denn so eine Art öffentliche Buzz Seite, wo ich alle Buzzs sehen kann?

  4. Yves Moret | 11.02.2010 11:17

    @capo Da hast du schon recht. Allerdings wenn jemand bei youtube oder einem anderen Google Dienst angemeldet ist, ist es auch keine grosse Hemmschwelle mehr, noch ins GMail reinzugehen.

    @blogstone Die Leute, die bei mir drin Buzzen, sind die wenigsten EMail-Kontakte. Von Anfang an hatte ich zum Beispiel jene drin, denen ich bereits mit dem Google Reader folgte und dito jene die mir folgten.

  5. blogstone | 11.02.2010 11:02

    Das Problem ist, dass ich Gmail nicht aktiv nutze und deshalb auch keine Freunde dort habe. Deshalb habe ich 0 Mitleser bei Gmail – Buzz. Sprich der Dienst bringt mir eigentlich absolut nichts, ausser ich lade jetzt alle Freunde noch dazu ein.

    Übrigens ganz so neu ist die Integration von Twitter und anderen Social Media Diensten nicht. Hotmail bietet das schon längere Zeit an, hat aber nicht einen solchen Hype darum veranstaltet.

    Interessanterweise gibt es auch schon die erste Anti-Buzz Gruppe bei Facebook: http://www.facebook.com/pages/Dont-let-Google-Buzz-share-your-private-contacts-with-the-world/300240781402?ref=nf

  6. capo | 11.02.2010 10:54

    Nach meiner euphorie bei Wave bin ich etwas vorsichtig geworden.
    Bin aber im moment doch recht begeistert von Buzz.
    Ob es sich durchsetzen wird weiss ich nicht.
    Was ein grosser bremser sein kann ist das man einen GMail account benötigt.
    Bei twitter/facebook sind es eigene accounts mit der eigenen E-Mail adresse.
    Das jemand der Buzzen will einen gmail account macht, diesen so umkonfiguriert das er mit dem bekannten mailaccount zusammenspielt, dafür braucht es doch mehr erfahrung als einen einfachen twitter account zu machen.

  7. Yves Moret | 11.02.2010 10:31

    Ich sehe der Sache positiv entgegen. Immerhin hat Google den Vorteil erkannt, dass Buzz im „E-Mail-Programm“ eingebettet ist und das Buzz das Sharing von verschiedenen Google-Dienste wie Picasa, Google Reader und YouTube an einem zentralen Ort zusammenführt.

  8. Feuerschlucker | 11.02.2010 10:26

    Bin mal wirklich gespannt ob die Internetnutzer Buzz annehmen werden. Google hat natürlich den Vorteil, dass den meisten Surfern Google halt schon sehr vertraut ist. Einer bekannten „Marke“ wie Twitter oder Facebook Marktanteile abzustauben wird aber auch wieder schwer sein. Ich bin da echt mal neugierig was dabei rauskommt.

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