Eine Website ohne Video ist wie ein Fahrrad ohne Pedale

BMWHireKaum eine Website kommt in der heutigen Zeit ohne Webvideos aus. Ganz spannend ist auch, welche Fortschritte die Werbetreibenden machen: WEB-TV und Online-Clips verändern die Kommunikation zwischen Menschen und Marken.

Jede Minute werden 20 Stunden Video auf Youtube geladen. Den Grossteil machen da zwar private Videos aus. Doch auch immer mehr Unternehmen nutzen Youtube für Marketingzwecke. Über 100 deutsche Firmen haben im vergangenen Jahr Markenfernsehen ins Netz gestellt.

Web-Videos von Unternehmen vermitteln nicht nur Information, sondern dienen auch dazu, Emotionen zu wecken, Stimmungen zu schaffen und die Marke zu stärken.

Die Autoindustrie ist da schon ganz weit voraus.  Bekannt sind die acht aufwändigen Kurzfilme aus der Reihe „The Hire„,  wo Madonna und Marilyn Manson mitspielen. Später gabs dann BMW TV. Doch nicht nur grosse Produktionen erfüllen ihren Zweck. Es kommt nämlich nicht auf die Perfektion an, sondern auf die Glaubwürdigkeit.

Etwas darf man aber nicht vergessen: Die Webvideos sind auch den Launen der User unterworfen. So startete die Doku-Soap „Candygirls“ über MySpace im 2008. Anfangs schauten über 180’000 zu. In der zweiten Staffel waren es dann noch weniger als 30’000.

Anhaltender Beliebtheit erfreut sich hingegen die Doku-Soap „Pietshow“ von StudiVZ mit inzwischen 35 Folgen, die von der Ufa-Tochter Grundy produziert und in Kooperation mit der Telekom-Tochter „3min“ erscheint. Schon nach 12 Folgen gab es über 2.5 Millionen Klicks. Und darum jetzt auch schon eine zweite Staffel.

Videos wirken übrigens noch effektiver, wenn bei virale Effekte ins Spiel kommen, die Clips also so beliebt sind, dass sie von Fans spontan verbreitet werden. Filmchen wie der Roller-Baby-Clip von Evian oder die „Walk-in Fridge“-Serie von Heineken werden dann plötzlich Millionen Mal angeschaut. Es gibt für Werbetreibenden kaum eine günstigere Art, so viele Leute zu erreichen. Aber die Idee muss gut sein.

Gehören Videos heute einfach dazu? Wo sind Videos unerwünscht?

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5 Kommentare

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  1. Christina Schmid | 5.02.2010 13:33

    Die meisten Ideen entstehen sowieso erst bei der Produktion.
    Wichtig ist einfach mal ein Ziel vor Augen zu haben. Sonst landet man bei Hello Kitty statt bei Rambo. 🙂

  2. Dominik Allemann | 5.02.2010 12:35

    und da haste grad nochmals recht:
    auch ich meine, dass die form hier deutlich hinter dem inhalt zurückstehen darf. aber eben: was halt auch zeit schlingt, ist das zusammenwerkeln der inhalte. richtig ist: ideen kommen meist unverhofft und blitzschnell.

    und wahrscheinlich sprichst du da sogar einen megatrend der professionellen kommunikation an: weg vom geschniegelten hochglanz, hin zum authentischen, direkten, offenen, persönlichen. wär ja schön.

  3. Christina Schmid | 5.02.2010 11:28

    Sali Dominik

    Die aufwendigen Produktionen kosten sicher einen grossen Batzen. Aber Bmw und Co. können sich das ja leisten und sie haben auch die Ressourcen dazu.

    Von kleinen Firmen wird so was aber gar nicht erwartet. Daher sollte man einfach mal loslegen. Wo gehobelt wird – fallen Späne. Und wenn die Kamera halt mal wackelt oder der Ton mal etwas schief rüberkommt – so what? Wir lernen ja alle dazu. Perfekt zu sein – geht oft nach hinten los.

  4. Dominik Allemann | 5.02.2010 11:18

    hi christina: absolut einverstanden. videos gehören dazu. und wenn dann auch mobile geräte noch besser damit umgehen können als heute, liegt die schwelle noch viel tiefer.

    ich sehe verschiedene anwendungsweisen:
    a) image/bekanntheit – da sind die (viralen werbefilmli natürlich klasse)
    b) information/kooperation – kann ich mir gut vorstellen für NPO’s, Politik
    c) wissen/lernen – für komplexere, neue inhalte (bsp. social media, web, IT)

    aber auch hier gilt: filmli verschlingen viel ressourcen. wäre interessant zu wissen, was die von dir erwähnten soap-produktionen kosten. und auch ganz „normales“ web-tv ist – qualitativ gut gemacht – schampar aufwändig. aber wenn die zielgruppe (und das ziel) erreicht wird…

  5. marcel bernet | 5.02.2010 11:15

    Interessante Studie zu Videos als Online-Ads von Publicis, Microsoft und anderen im Wall Street Journal http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703575004575043511488088620.html?mod=djemMM_t

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