Amplify – Social Bookmarks, Microblogging oder Blog?

Yves Moret, 29.12.2009 7 Kommentare

Für Amplify hatte ich mich vor einigen Monaten mal angemeldet, kurz angeschaut und wieder zur Seite gelegt. Schade eigentlich. Es musste erst die flaue Weihnachtszeit kommen, um zu erkennen, dass da viel mehr drin steckt, als ich bei meinem kurzen Besuch realisiert hatte.

Auf den ersten Blick erscheint Amplify wie ein Abklatsch von Tumblr oder Posterous. Beides sind „kleine“ Blogsysteme, die die Lücke zwischen Microblog, à la Twitter oder Facebook, und einem ausgewachsenen Blog füllen. Dahinter steckt aber mehr.

Amplify zeigt sich bei näherem Betrachten aber als geschickte Kombination zwischen Microblogging, Social Bookmarks und einem Blog. Der ursprüngliche Sinn eines Weblogs war ja ursprünglich das tagebuchartige festhalten seiner Surftouren. Genau diese Funktion scheint sich Amplify auf die Fahne geschrieben zu haben.

Wie funktioniert dies nun? Nach der Registrierung, die auch mit dem Twitter oder Facebook Login möglich ist, kann ich ein Bookmarklet in die Bookmarkleiste des Browsers ziehen. Wenn ich nun auf eine Site mit interessantem Inhalt stosse, kann ich nun auf das Bookmarklet klicken und danach auf der Seite die Inhalte markieren, die ich gerne auf Amplify mit anderen Webusern teilen möchte. Das sieht dann in etwa so aus:

amplify

Danach wählt man „Amplify my Selection“ (nicht auf Bild) und schon ist der gewünschte Content in Amplify publiziert, natürlich mit Link zur Originalseite, damit sich ein Besucher auch den ganzen Content anschauen kann. Wie das aussieht, sieht man hier. Selbstverständlich kann auch nur der Link der ganzen Seite zu Amplify gepostet werden.

Ich finde Amplify auf den zweiten Blick ein sehr elegantes und spannendes Tool, mit dem ich gerne Social Bookmarks ersetze und gelesenes zur späteren Verwendung archiviere. Auch als Ersatz oder Ergänzung zu den Empfehlungen im Google Reader hat dieser Dienst durchaus Potential.
Wie seht ihr das? Brauchbar oder überflüssig? Bin auf eure Meinung in der Kommentarsektion gespannt.

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7 Kommentare

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  1. Berit | 2.02.2011 13:01

    Auch wenn das hier Vorstellung hier schon ein bisschen älter ist: Hab Amplify installiert, ein paar Mal ausprobiert, IMMER Probleme mit der Linksetzung gehabt, wieder deinstalliert und weg. Links gingen nie auf die eigentliche Quelle zurück.

  2. Holger | 22.06.2010 15:56

    Besten Dank für den Tipp. Ich war gerade auf der Suche nach etwas ähnlichem wie Tumblr oder Posterous. Mal schauen ob Amplify wirklich so dolle ist 🙂

  3. Markus | 5.01.2010 13:00

    Mir ging´s / geht´s auch so. Angemeldet, als sehr spannend empfunden aber es hat bei mir den Einzug ins Alltagsleben noch nicht gefunden. Über die Nutzungmöglichkeiten bin ich gleicher Meinung wie du. Vielleicht sollte ich es bei mri doch mal wieder reaktivieren. Deinen Ansatz als Bookmark-Ersatz find ich gut.

  4. Goldi | 2.01.2010 14:38

    Ich finde es eigentlich spannend und hab’s mal ausprobiert. In der Praxis hatte ich das aber dann schnell wieder vergessen und merke mir gute Links dann doch wieder einfach im Browser…

  5. Markus Jakobs | 30.12.2009 11:48

    ich nutze es seit ca. 7 Monaten 🙂 Einer der größten Vorteile gegenüber einem vergleichbaren Dienst wie mento.info sind die einfachen Verbreitungsmöglichkeiten, also das automatische posten in andere Netzwerke.

  6. Christian Leu | 29.12.2009 09:56

    Interessant so eine Art Clipping Dienst. Ich benutze ja Evernote um mir Schnippsel aller Art aufzubewahren und das Startup Nektoon hat mit Memonic eine ähnliche Schnippselapp zur privaten Verwaltung am Start. Scheint auf jeden Fall Bedarf zu geben.

  7. Brucki | 29.12.2009 09:28

    Gerade mal ausgecheckt. Sieht sehr gut aus. Mal schauen ob es alltag tauglich ist.

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