Digi Novel – Bücher verbinden sich mit dem Web 2.0

Yves Moret, 17.12.2009 9 Kommentare

Wie bringt man Bücherwürmer ins Internet? Wie bringt man Internet-User dazu, sich wieder mal ein richtiges Buch zu Gemüte zu führen? Mit dem Psycho-Thriller „Level 26“ hat sich der Lübbe-Verlag nun aufgemacht, diese beiden Probleme aus der Welt zu schaffen.

Der Schöpfer und Produzent der äusserst erfolgreichen CSI Fernsehserien hat mit Level 26 seinen ersten Thriller geschrieben. Es geht um eine geheime Spezialeinheit, die einen äusserst brutalen Serienkiller verfolgt. An und für sich ist dies noch kein Post in diesem Blog wert und ich will auch nicht näher auf die Handlung eingehen.
Was dieses Buch spannend macht, ist der Umstand, dass das Buch eng an das Internet anknüpft. In jedem Kapitel hat der User / Leser die Möglichkeit, nach Anmeldung auf Level26.com, einen Code einzugeben, der ihn dann zu ergänzenden Audio- oder Videodateien führt. So kann eine Telefonkonferenz zwischen den Ermittlern mitgehört, oder zugeschaut werden, wie die Frau eines Ermittlers ihren Mann verführt.
Die Leser des Buches können sich in einem Forum auch untereinander austauschen. Desweiteren sollen die beiden Autoren des Buches von Zeit zu Zeit im Forum mitdiskutieren. Da die ganze Geschichte ein Dreiteiler werden soll, kann der Leser so vielleicht sogar die weitere Geschichte und die Entwicklung der Charaktere mitbeeinflussen. Web 2.0 in Buchform also.

Diese Digi-Novel setzt vom Stoff her für den Leser vielleicht eine sehr dicke Haut voraus. Ich stelle mir aber vor, dass dies noch ein interessanter Weg ist, Bücher wieder populärer zu machen. Mich wundert eigentlich, dass diesen Weg bis jetzt noch niemand eingeschlagen hat.

Was haltet ihr von diesem Konzept? Braucht ihr das, als Leser von Büchern? Bringt euch das dazu, wieder mal einen Roman zu lesen? Bin gespannt auf eure Meinung.

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9 Kommentare

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  1. Yves | 3.02.2010 08:33

    @capo
    Bin noch dran. Ich muss sagen, ich finde es besser als gedacht. Die digitalen Einwürfe sind wirklich eine gute Ergänzung und doch nicht zu dominant. Schade finde ich, dass das Thema wohl nicht gerade jedermanns Sache sind.

  2. capo | 3.02.2010 08:01

    Habs gerade zu ende Gelesen.
    Eine wirklich neue erfahrung die mich wieder zum analogen Lesen angestiftet hat. Das crossover zwischen Digital und Analog hätte von meiner seite aus noch etwas intensiver sein können. Aber da stehe ich eher alleine da mit der Meinung. Denke das ganze hat doch recht potential.

    Die story ist jedoch etwas vorhersehbar. Mal sehen wie der zweite Teil wird.

  3. Chris W. | 17.12.2009 12:44

    @Joel
    Leider verbietet Facebook fiktive Accounts und werden dann unter Umständen gelöscht.

  4. Chris W. | 17.12.2009 12:44

    Ich glaube es ist gar nichts für mich. Will eigentlich nur lesen und mich dann mit Kollegen austauschen und nicht noch auf irgendwelchen Seiten rumhuschen. Dazu bin ich zu wenig „Freak“…

  5. Joel | 17.12.2009 11:47

    naja, find ich jetzt nicht sooo interessant..

    was mir gefallen würde, dass man für fiktive personen twitter/facebook accounts erstellt und webseiten, damit die Handlung noch spannender und realer wird.

    würde am besten mit einer buchreihe funktionieren denke isch. die fernseh serie lost hat das ja schon eindrücklich vorgemacht, wurde aber dann doch etwas uninteressant mit der zeit, da hat der glaubwürdige eindruck dann nachgelassen.

    oder wie wärs mit einer geschichte, die ausschliesslich über blogs etc veröffentlicht wird, das wär schon motivierend das dann immer nach zu verfolgen, zusammenhänge zu entdecken etc..

  6. Chris | 17.12.2009 11:08

    Hmmm… ich bin da ein wenig skeptisch. Das schöne am Lesen ist für mich das ich mal komplett abschalten und in eine andere Welt eintauchen kann. Das kann schon mal ein paar Stundne sein und da will ich nicht nach jedem Kapitel wieder aufstehen und mich online weiter informieren. Ich sitze ja schon den ganzen Tag vorm PC. Wenn ich mich da abends auch noch einklinke, dann werden gleich wieder emails und tweets gecheckt und die Entspannung geht flöten.
    Ev. kann es aber für Wenigleser interessant sein.

  7. capo | 17.12.2009 09:02

    Sau spannend!
    Glaub ich bestell mir das mal.
    Ich mag die vermischung von Medien grundsätzlich sehr!
    Und lesen bildet ja anscheinend 😉

  8. Yves Moret | 17.12.2009 08:50

    @Christina
    Bin gespannt auf deine Kritik.

    Gibts noch andere Leser, die das Buch gleich bestellen? Wäre noch interessant wieviele dies sind. Hinterlasst doch einen Kommentar!

  9. Christina Schmid | 17.12.2009 08:41

    hey yves. habe das jetzt grad bestellt. bin gespannt. 🙂

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