Facebook-Privacy: The Good, The Bad and The Ugly

Facebook_iconSchon vor ein paar Monaten kündigte Facebook an, den mittlerweile rund 350 Millionen Usern mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre geben zu wollen. Seit letzter Woche werden diese neuen Einstellungen nun ausgerollt.

Die Ansätze sind gut, bei der Umsetzung hapert es aber zum Teil noch. Zudem hält das Kleingedruckte einige Überraschungen bereit.

Dass sich Facebook die Privacy-Einstellungen zur Brust genommen hat,  ist ein Schritt in die richtige Richtung. Viele Einstellungen lassen sich jetzt schneller und einfacher ändern, ein paar neue Möglichkeiten sind dazugekommen.

Facebook hat nun sechs Monate Zeit, den Spagat zwischen Datenschutz, Administrierbarkeit und Werbung zu schaffen. Da gibt’s doch tatsächlich noch ein paar Fails. Zum Beispiel sorgte diese Fehlermeldung für ein gehöriges Schmunzeln: „Deine Privatsphären-Einstellungen können zu deinem Schutz nicht bearbeitet werden.“

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Die US-Bürgerrechtler der Electronic Frontier Foundation (EFF) zeigen in „Facebook’s New Privacy Changes: The Good, The Bad and The Ugly“ einen Überblick über gut gelöste Dinge und versteckte Gemeinheiten. Zwar findet die EFF einige positive Aspekte – etwa, dass es nun wirklich einfach ist, Änderungen vorzunehmen. Es hagelt aber auch Kritik: Die von Facebook „empfohlenen“ Einstellungen seien gar nicht unbedingt empfehlenswert, so die Bürgerrechtler.

Es ist nämlich so, dass einige wesentlichen Punkte einfach verschwunden sind. Ein grosses Problem zeigt sich bei den Fan-Pages. Konnte der Betreiber vorher noch bestimmen, welche Informationen sichtbar waren, sind nun zumindest Name, Profilbild, Stadt, Geschlecht und Netzwerke klammheimlich öffentlich geworden.

Die EFF ruft die User auf, ihren Unmut zu äussern: Viele Privacy-Settings sind mehr denn je im Interesse von Facebook statt der Nutzer – in ein paar Fällen nun sogar ohne dass sie was dagegen tun können.

Für mich ist dieser Aufruf zu Protesten ein bisschen übertrieben. Ich poste ja auf Facebook nur Dinge, die ich auch wirklich öffentlich zeigen will.  Was Anderes gehört gar nicht auf eine Internetplattform. Oder wie siehst du das?

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3 Kommentare

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  1. Nevets | 18.12.2009 01:24

    Die neuen Einstellungen sind ein fertiger Witz und das Argument, nur zu veröffentlichen, was öffentlich sein soll, kann man so nicht gelten lassen. Es macht doch einen rechten Unterschied aus, ob ich etwas allen meinen Freunden erzähle oder ob ich es mir auf die Stirn schreibe und aller Welt präsentiere. Wenn ich mich beispielsweise im Freundeskreis als grosser Fan des Playboys und von FHM oute (und mich bei der entsprechenden Fan Page eintrage), ist das ganz was anderes, als wenn das dann vollkommen frei und öffentlich für jedermann ersichtlich ist. Genau das ist aber mit den neuen Privacy Settings der Fall. Jeder Besucher des eigenen Profils sieht die gesamte Liste aller Pages, deren Fan man ist. Das ist schlichtweg eine Frechheit.

  2. Chris W. | 16.12.2009 08:29

    Das mit den Fanpages verstehe ich nicht ganz… Was meinst du damit?

  3. Philipp Sauber | 15.12.2009 11:19

    Das sehe ich genau so. Wenn ich was auf Facebook schreibe, das nicht alle meine Freunde sehen sollten, dann gehörts auch nicht dahin. Dafür gibt’s ja noch E-Mail und all die anderen 1.0ler Tools.
    Ich bin allerdings gespannt ob Facebook die Security-Issues in den Griff bekommt. Für mich ein heikles Thema für jede dieser Social Media Site. Ich hatte ja bereits meine liebe Mühe mit meinem Twitter Account (lese hier http://bit.ly/7yMs0r), der nun wieder ok sein sollte.

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