Bloggen oder twittern, das ist hier die Frage!

Twitter-bloggerDie Welt der Blogs hat sich in den letzten drei Jahren stark verändert. Schuld daran ist vor allem Twitter. Mit dem rasanten Aufstieg des Microbloggingdienstes haben sich auch die Aktivitäten des „klassischen Bloggers“ verschoben. Weniger Posts, aber dank Twitter mehr Zugriffe – so lautet die Devise.

Eine Situation, die mir sehr bekannt vorkommt. Privat blogge ich seit April 2006. Twitter kam dann im Januar 2007 dazu. 2008 ist Twitter rasant gewachsen. Dabei ist mir aufgefallen, dass Storys aus dem Alltag es zunehmend nicht mehr auf die Blogs schafften. Ich postete sie einfach bei Twitter.

Auch Postrank hat das festgestellt . Gemäss dieser Erhebung wurden im 2007 94% der Leseraktivitäten zu einem Blogbeitrag noch innerhalb des ersten Tages verzeichnet. Derzeit liegt der Anteil am ersten Tag nach Erscheinen bei nur noch 64%. Das bedeutet, dass 36% der Leserinteraktion erst nach den ersten 24 Stunden entsteht.

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Keine Angst: Twitter löst die Blogs auf keinen Fall ab. Qualität wird in Zukunft einfach noch grösser geschrieben. Manchem Blogger wird dann einfach noch klarer gemacht, dass so ein Blog Zeit und Einsatz braucht. Nur dies wird sich dann schlussendlich in höheren Leserzahlen bezahlt machen.

Früher bekam man für gute Artikel viele Backlinks. Heute sind es einfach Retweets. Das wirkt sich auf die Googlesuche und die meisten Blogrankings aus. Laut der Erhebung von Postrank sind die Trackbacks seit 2007 von 19% auf nur 3% gesunken. In Social Networks sind heute 30% der Beiträge Rückmeldungen und Empfehlungen von Blogposts – dreissig mal mehr als vor zwei Jahren.

Twitter hat den Bloggern auch einen grossen Nutzen gebracht. Wer in Twitter auf seinem Blog verweist, kann den Traffic auf seinem Blog deutlich steigern. Je grösser das persönliche Twitter-Netzwerk ist, desto mehr Leser lassen sich auf den Blog locken.

Die Zeit der Blogosphäre ist noch nicht vorbei. Aber sogenannte Subblogosphären wie Twitter oder Tumblr werden immer stärker.

Und jetzt kommt euer Part: Bloggen oder twittern? Oder gehört da ein „und“ dazwischen?

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4 Kommentare

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  1. Bernd | 2.12.2009 13:26

    Twitter ist doch nur kurzes Werbegesülze.
    Liest doch sowieso keiner, oder kennt Ihr alle Eure Follower?
    Die meisten Twitterposts sind doch nur für den Google gemacht.
    Auf einem Blog kann man ins Detail gehen und wirklich Inhalte bringen.
    Aufgrund der Plugins wird eben automatisch getwittert.
    Aber nur weil es ebnen alle so machen.
    Ich habe noch keine vernünftige Information von Twitter bekommen,
    ich liebe bloggen. Und das wird so bleiben!
    Bernd

  2. Dirk Worring | 1.12.2009 15:21

    Für mich sind es zwei paar Schuhe. Facebookeln, Twittern und Co sind Kommunikationskanäle für den Alltag. Blog schreiben ist harte Arbeit und dient dazu meine Ansichten und Meinungen zu einem Thema zu schreiben. Content ist hier King. Beim kommunizieren reicht es mir ein paar Worte und nen Link zu posten.

  3. Yves | 1.12.2009 13:04

    Die verschiedenen Dienste die Ralph in seinem Kommentar sorgen sicherlich für eine Bereicherung der Blogosphäre. Sie sind aber alle kein Ersatz für einen richtigen Blog. Heute wird einfach mehr getrennt. Längere, fundierte Artikel werden noch im Blog publiziert. Irgendwelche Linktipps, Bilder, Videos die früher auch noch ihren Weg in die Blogs gefunden haben, werden heute auf separate Plattformen gehievt. Finde ich durchaus sinnvoll. Gerade Twitter gibt auch die Chance auf schnelleres und grösseres Feedback aus der Crowd.

  4. Ralph | 1.12.2009 08:41

    Twittern, bloggen, tumblrn, flickrn, twitpicen, brightkyten. Alles erfüllt eine spezifischen Zweck. So gibt es einfach mehr Diversität in der Blogosphäre. Wenn man die Mikroblogs als Blogs zählt, gibt es wesentlich mehr Blogs als früher. Aber „echte“ Blogs so mit redakionellem Inhalt, die werden vermutlich rarer aber dafür besser werden, da bin ich einverstanden.

    Ah ja. Und Facebookeln vergessen.

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