Mobiles Probewohnen beim Möbelkauf

Man schlendert durch ein Möbelhaus und findet da eine Tischchen, dort ein Regal und drüben auch noch einen schönes Sideboard. Was nun? Einfach drauflos-kaufen und hoffen, dass das neu erstandene Möbelstück dann schon – irgendwie – zum Rest der Einrichtung passt? IKEA probierte mit der „Einrichtungskamera“ mal was ganz neues.

Die Strategen des schwedischen Möbelhauses IKEA haben das Problem natürlich längst erkannt. Das Überwinden der Kaufbarriere „Vorstellungskraft“. Dafür entwickelte man eine Applikation für das Mobiltelefon, mit der es möglich ist, Möbel mittels der integrierten Handycam in den eigenen häuslichen Räumen zu betrachten. Der Kunde wählt aus dem in der „IKEA Einrichtungskamera“ gespeicherten Einrichtungen sein gewünschtes Möbelstück aus, aktiviert die Handykamera und kann nun auf dem Display seines Handys das Möbelstück im Raum positionieren.

IKEA Einrichtungsplaner

Leider handelt es sich bei der „Einrichtungskamera“ des Möbelkonzerns nur um einen „Use-Case“, der von Februar bis August 2009 in Deutschland lief. Verbreitet wurde die Applikation per Bluetooth Säule in den IKEA-Läden, durch einen SMS-Download (WAP) und auf der Webseite von IKEA Deutschland.

Endlich ein Best-Practice-Beispiel, dass ich mir in der Realität durchaus vorstellen kann. Denn was gibt’s schlimmeres, als ein Möbelstück nach Hause zu schleppen um dann festzustellen, dass es doch nur so halb zur vorhandenen Einrichtung passt?

Fändet ihr solche „Einkaufs-Entscheidungshilfen“ sinnvoll und würdet ihr sie nützen? In welchen anderen Konsumgebieten könntet ihr euch eine solche Applikation vorstellen?

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2 Kommentare

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  1. Oli | 3.11.2009 10:22

    Solche Apps haben aus meiner Sicht eine grosse Zukunft. Was halt noch fehlt ist eine leistungsfähige Engine, die alle Grössen (inkl. dem vorgesehenen Platz in der Wohnung) genau rechnen kann und ein Screen, der die Bilder besser und grösser anzeigen kann. Ich bin aber sicher, dass das nur eine Frage der Zeit ist.
    Bei IKEA arbeitet nach meinem Wissen ein grosses IT- und Web-Team an Apps wie dieser; da kommt noch mehr. Nur ist halt die Hardware *noch* ein Hindernis…

  2. Chris W. | 3.11.2009 10:07

    Viel schlimmer find ich, wenn die Grösse nicht stimmt. Was mit dem Tool ja leider nicht gewährt wird.

    Die Idee selber ist aber gut!

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