Gorillas entern das Web 2.0

Friend a GorillaFür einmal wird’s tierisch: Die vom Aussterben bedrohten Berggorillas in Uganda suchen neue Freunde. Und das natürlich im trendigen Web 2.0. Egal ob auf Facebook, Twitter oder der Homepage von „Friend-a-gorilla„, schnell hat man auch einen Gorilla als Freund. Gegen eine Spende versteht sich. Und die soll helfen, die bedrohten Tiere zu beschützen.

Wer sich wie wir tagelang hinter Computermonitoren versteckt, verliert manchmal den Sinn fürs Wesentliche. Zum Beispiel, dass die Zivilisation auch in Afrika den Lebensraum der tierischen Urbewohner immer mehr bedroht. Etwa die der Berggorillas, von denen es weltweit nur noch rund 720 geben soll. Etwa 340 von ihnen leben im Bwindi Impenetrable Forest National Park, was in etwa soviel heisst wie der undurchdringliche Bwindi-Wald-Nationalpark. So undurchdringlich scheint dieser Wald allerdings nicht mehr zu sein, denn die Tiere werden nicht nur durch Bauern und Holzkohle-Hersteller ihres Lebensraums beschnitten, sondern sind auch immer wieder Ziel von Wilderern, die die Gorillas wegen ihres Fleisches töten.

Friend-a-Gorilla Screenshot

Die Naturschutzbehörde Ugandas setzt nun ganz auf die Stärken des Web 2.0 um die weltweite Aufmerksamkeit für die Gorillas zu gewinnen. Gegen eine kleine Spende kann nun nämlich jeder zum Freund eines Berggorillas werden. Dafür kann man seinen haarigen Freund dann durch Dutzende Kameras, die die Behörde im Nationalpark installiert hat, beobachten oder ihm mittels eines GPS-Signals sogar verfolgen. Einzig den Volkssport chatten scheinen die Gorillas noch nicht zu beherrschen. Aber das tut man im Urwald schliesslich auch auf andere Weise.

Die Naturschutzbehörde hofft, mit der Aktion im Internet genügend Freunde für die Gorillas zu finden, die diesen auf Facebook , MySpace oder Twitter für ein Minimum von einem Euro pro Jahr folgen. Mit dem Geld sollen dann neue Ranger eingestellt werden, die die Tiere vor ihren unnatürlichen Feinden schützen.

Was haltet ihr von solchen Aktionen? Kann „Friend-a-Gorilla“ zum Erfolg werden? Oder werden die Gorillas hier einfach nur zum Affen gemacht?

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3 Kommentare

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  1. Dirk Worring-Ramstoeck | 29.09.2009 11:25

    Das Konzept „do sonething good“ ist glücklicherweise eines, das Start Ups immer noch zu echtem Erfolg verhilft. Und sicherlich erreicht man hier eine Zielgruppe, die sich kaum die Shows auf Arte oder CNN Europe anschaut zum Thema bedrohte Tierarten. Klasse Schachzug sage ich da!

  2. locofabio | 29.09.2009 10:39

    Tolle Idee echt eine suuper Sache! Vor allem mit dem GPS und den Webcams wird es zusätzlich noch zu einem Zeitvertreib!!! – Aber was, wenn das Signal abgestellt hat? Unterstützt man automatisch einen anderen Gorilla?

  3. luz | 29.09.2009 09:47

    ich finde das eine starke Idee. Warum nicht das Web 2.0 dafür verwenden. Ich denke das wird in der breiten Masse Glaubwürdiger aufgenommen, wie zum Beispiel diese ganzen Patenspots im Fernsehen oder ähnliches.
    Un d ehrlich mal, ist es nicht einfach saucool einen Gorilla als Friend auf fb, twitter oder ähnliches zu haben? 😉

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