Yammer als interner Twitter Klon – ein Resumée

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Das wir bei der INM intern emails zur Kommunikation ziemlich angestaubt und wenig praktikabel finden, hat man auch in diesen Blog schonmal hören können. Wie Yammer sich als Ersatz macht und was es bringt berichte ich hier als Resumee des Piloten.

Unsere Blogger und das Team Online Marketing werden gerne als Early Adopter Versuchskaninchen benutzt (was wir super finden), wenn es um neue Trends und Techniken geht. Dann wird fleissig getestet und probiert, ob es für uns und Kunden Sinn macht in der Anwendung. So auch mit Yammer, einem geschlossenen Twitter Klon für Unternehmen. Nach der erfolgreichen sechsmonatigen Pilotphase setzen wir Yammer nun Unternehmensweit ein.

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Was Yammer genau ist

Als Twitter Klon gibt es wenige aber sinnvolle Unterschiede bei Yammer.
Keine Beschränkung auf 140 Zeichen – was sehr praktikabel ist, denn man kann sich vernünftig mitteilen. Dennoch fassen sich die Leute kurz.
Geschlossenes System, dass nur Benutzer in einem Firmenaccount erlaubt, die eine email Adresse mit der TLD des Unternehmens haben.
Anhänge können direkt in die Yam´s eingebunden werden

Das es keine email-Hypergrafie hierbei gibt, ist vielleicht der optische Effekt, dass man nur ein kleines Eingabefeld sieht.

Warum funktioniert es
Einer der wichtigsten Faktoren ist die Einfachheit und der minimale Zeitaufwand um etwas mitzuteilen. Man überlegt sich dreimal eine email aufzumachen, Empfänger zu wählen und einen Text zu tippen, wenn man einen interessanten Artikel oder eine gute Keynote gesehen hat. Bei Yammer geht das ratz fatz einfach an alle raus. Hier nun die Ziele für die wir es nutzen.

  • Know-How und News Transfer – Ab einer kritischen Masse (Mitarbeiteranzahl) passiert es schnell, das an mehreren Enden an Problemen und Lösngen gearbeitet wird. Deshalb wird bei uns nicht nur schnell mal gefragt, hat das schon einer gelöst oder kennt jeman den Trick. Es geht auch darum, dass alle Leute auf dem Laufenden gehalten werden, was wer gerade entwickelt und woran er arbeitet.
  • Up to date – das oben schon erwähnte Link posten. Der Linkflow hat seit Yammer um ein vielfaches zugenommen, und ist für ALLE verfügbar.
  • Alles schnell wiederfinden dank Tags – werden die Yams immer sauber mit Tags versehen, kann man über „most popular“, Tag Cloud oder Suche alles in kürzester Zeit wiederfinden
  • „Zusammenrücken“ – da wir nicht nur über mehrere Etagen, sonder auch über mehrere Büros verteilt sind, fallen in vielen Fällen die gemeinsamen chats am Kaffeeautomaten weg. Über Yammer können sich alle mal schnell hallo sagen und ein paar persönliche Worte verlieren. Weil es öffentlich ist, fällt auch gleich negatives Geschwätz weg.
  • Motivation – der Sales erzählt, welche neue Kunden er in der Pipeline hat, welche neuen Jobs reinkommen,  die Entwickler berichten von den harten -aber gerade geknackten- Programmiernüssen, die Online Marketer schicken die Links zu PR und Pressemeldungen über uns, usw.

Was nicht funktioniert
Einfach mal sagen, wir benutzen jetzt Yammer, alle installieren und Profil anlegen und los. Yammer ist für Twitterer nicht neu, aber nicht jeder twittert. Von daher braucht es eine Einführung was es ist und warum wir es nutzen. Und ohne Taggen ist man bei 50 oder mehr Leuten schnell im Datenstrom verloren. Sauberes Taggen hilft zum einen im Stream nachzuvollziehen, welcher Yam zu welcher Diskussion gehört, zum anderen kann man es bei hunderten von Yams am Tag nach drei Wochen NUR mit sauberen Tags wiederfinden.

In einigen Monaten werde ich dann nochmal berichten, wie es unternehmensweit in der „postpilot“ Phase läuft.

Setzt Ihr bei euch Yammer ein, oder ein ähnliches Tool. Wie gut funktioniert es, machen die Leute mit oder liegt es brach. Haltet Ihr es grundsätzlich für den richtigen Weg?

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4 Kommentare

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  1. Andreas Robertz | 20.08.2010 09:33

    Wir setzen Yammer seit knapp einem Monat im Pilotbetrieb ein. Bisher haben sich schon sehr viele Kollegen dazu angemeldet, der Austausch ist aber noch recht verhalten. Man benötigt IMHO einige Teilnehmer die den Dienst mit interessanten Informationen füttern, damit es für andere Teilnehmer ebenfalls interessant wird.
    Problematisch sehe ich derzeit eigentlich nur die rein englischsprachige Oberfläche, da einige Kollegen mir schon berichtet haben, dass sie die Einladung von andere Kollegen als Spam aussortiert haben. Mal sehen was unser weitere Test noch so ergibt, und ob es dauerhaft frequentiert wird…

  2. su franke | 25.09.2009 19:05

    cool, dass es bei Euch funktioniert. Und wirklich interessant, denn ich hab den Eindruck unsere Firmenkulturen ähneln sich. Bei läu fts eher etwas stiefmütterlich wie ich finde. http://blog.namics.com/2009/09/internes_microb.html Aber das liegt evtl. mehr am wikibasierten Intranet als an mangelnder Socialmedia-to go Liebe. Also weiterhin viel Spass mit Yammer.

  3. Dirk Worring | 25.09.2009 11:14

    @Cyrill: on-the-go ist genau das Thema des Erfolgs. Man versteht Yammer in drei Sätzen auch als Nicht-Twitterer, es braucht kaum Zeit und ich muss mir keine Gedanken um Empfängerlisten machen. Ich denke, dass sind die schlagenden Erfolgsfaktoren.

  4. Cyrill | 25.09.2009 10:55

    Mich hat Yammer schon beim Launch beeindruckt. Die Einfachheit macht es aus. Interne Kommunikation ist wichtig, motivierend und kann Missverständnisse abwenden. Wirklich kommuniziert wird aber nur, wenn es on-the-go funktioniert und einfach bleibt. Yammer hilft dabei eindeutig!

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