Zuhören im Web 2.0 – Wie geht das? – Teil 2

Yves Moret, 24.09.2009 1 Kommentare

dosenphoneLetzte Woche habe ich hier einen kleinen Überblick gegeben, wie man mit Google Tools zuhört, was alles so über sich, seine Marke, Firma, Produkte etc. im Web so geredet wird. In aller Leute Munde sein ist ja schon recht, man will aber doch wissen, wie das Image ausschaut.
Diese Woche wird es ein wenig proaktiver. Mal schauen ob man den Puls nicht auch ohne Google fühlen kann. Ist es vielleicht sogar möglich, dass mir die User gleich direkt berichten, was sie von mir halten?

Das Problem der Dienste, die ich letzte Woche beschrieben habe, ist der Umstand, dass dies alles auf Suchmaschinen basiert. Diese können natürlich auch nur liefern, was auf dem Web schon vorhanden ist. Ist eigentlich logisch, was mache ich aber nun, wenn ich nicht die Informationen oder aber, was zunehmend der Fall sein wird, nur veraltete Informationen finde? Man bringt den Faktor Mensch ein und benutzt Social Networks.

Twitter

Dies ist ein wunderbares Tool um den Puls im Web zu fühlen. Zum Einen lässt es sich wie eine Suchmaschine benutzen und kommt so zu persönlichen Statements von Usern zu den gewählten Stichworten. Zum Anderen sollte man sich in Twitter mit anderen Usern vernetzen. Bis zu einem gewissen Grad lässt sich so auch die Themenbezogenheit steuern. Man followt User aus der gewünschten Zielgruppe und lässt sich auch von Usern aus der Zielgruppe followen. Hat man so mal eine Gruppe beisammen, heisst es geben und nehmen. Man wird viele persönliche Meinungen zu sehen kriegen und hat eine schöne Plattform, um seine Informationen unter die interessierten Followern zu bringen, die diese vielleicht sogar weiterverbreiten.
So einfach, wie Twitter funktioniert, so schwierig ist es, sich eine funktionierende Community aufzubauen und am Leben zu erhalten. Mehr über dieses Thema hatte Sam schon im April geschrieben:  Firmen müssen das Twittern lernen.

Facebook

Funktioniert grundsätzlich wie ein „Luxus-Twitter“. Auch hier gilt es zuerst, sich einen guten Stamm an interessierten Freunden aufzubauen. Hilfreich beim Zuhören sind die verschiedenen Gruppen in Facebook, die von jedem Mitglied erstellt werden können. Zum Einen kann hier auch wieder themenbezogen der Puls gefühlt werden, zum Andern bieten sie vielleicht die Möglichkeit, zielgruppengerechte User zu finden. Natürlich kann auch eine eigene Gruppe oder Unternehmensseite (Fanseite) eröffnet werden.  Auch hier sollte der Fluss immer in beide Richtungen gehen. Wenn es einseitig wird, funktioniert es nicht mehr.

Einen sehr guten Artikel über Online Monitoring in Social Medias hat Ralph Hutter im bernetblog veröffentlicht.

Braucht ihr die Social-Networks vor allem für die Selbstdarstellung oder setzt ihr sie auch zur Infobeschaffung ein? Habt ihr dort nützliche Inputs?

Im nächsten Teil gehe ich der Frage nach, ob sich das Zuhören auch auslagern lässt.

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

1 Kommentar

image description
  1. Dirk Worring | 24.09.2009 12:23

    Gerade auf Twitter sammle ich ständig inputs. Es ein ständiges selektieren an Leuten denen ich folge. Manche fliegen schnell wieder raus, weil ein interessanter Tweet ein Zufallstreffer war, andere sind seit langem drin, weil ich täglich wertvolle inputs bekomme, die mich wirklich interessieren.

Kommentar schreiben

Please copy the string ZtKvY3 to the field below: