Zuhören im Web 2.0 – Wie geht das? – Teil 1

Yves Moret, 17.09.2009 6 Kommentare

Letzte Woche habe ich ein wenig darüber philosophiert, wie wichtig das Zuhören im Marketing ist. Die Kommentatoren waren sich einig, das Zuhören im Marketing und überhaupt im Leben sehr wichtig ist.
Ich werde heute eine kleine Serie starten, die darlegen soll, wie man im Web 2.0 zuhören kann. Es wird natürlich nur ein Weg von vielen sein und soll nur ein paar Anstösse geben, damit man sich seine eigene Technik zurechtlegen kann.

dosenphoneWas vielfach gerne vergessen geht, ist der Umstand, dass der Unterschied vom klassischen Web zum Web 2.0 („Mitmach-Web) genau der Faktor Zuhören ist. Das Web 2.0 lebt von der Kommunikation mit dem Internet-User. Diese sollte aber auf jeden Fall über ein Kontaktformular hinausgehen. Die Kommunikation sollte immer ein Dialog sein. Es sollten Mechanismen zu Verfügung stehen, die diesen Dialog auch nutzen und für Dritte Webnutzer auch transparent sind. Der Dialog sollte sich also auch verbreitern können. Nur so kann sich auch eine fruchtbare Diskussion entwickeln. Zudem lässt sich so die eigene Online Reputation besser steuern und man muss nicht immer auf die selben Anfragen eine Antwort geben.

Das Zuhören ohne eigene Web 2.0 Plattform

Nun habe ich aber eine Website ohne diese ganzen Web 2.0 Features. Brauche ich nun eine neue Website, damit ich weiss, was die Leute über meine Firma, meine Produkte oder über mich denken? Wie kann ich trotzdem in Erfahrung bringen, was die potentiellen Kunden umtreibt und wie sie ticken? Die Antwort ist – Nein. Nicht unbedingt. Es gibt zahlreiche Tools, die einem das richtige Zuhören einfacher machen.

Die Basics bei Google

Am Anfang steht sicherlich mal das Googlen. Ich vermute mal, dass die meisten schon mal nach ihrem eigenen Namen, ihren Produkten oder ihrem Firmennamen gesucht haben.  Dies ist mal ein Anfang, aber meist nicht sehr interessant, da die Fundstücke schon länger auf dem Netz sind und ich entsprechend auch keinen Einfluss mehr darauf nehmen kann.

Google blog-suche

Interessanter ist da schon der Besuch auf der Google blog-suche. Vor allem wenn man an persönlichen Meinungen von Early Adopters, Konsumenten etc. interessiert ist, wird dies die bessere Wahl als die klassische Google Suche sein.

Google Alerts

Ein sehr wichtiger Google Dienst, Google Alerts, wird gerne vergessen. Hier kann veranlasst werden, dass beim Erscheinen eines definierten Suchbegriffes auf irgendeiner Webseite, die von Google indexiert wird, ein E-Mail mit dem Link an sie geschickt wird. Wahlweise können diese Alarme auch als RSS-Feed abonniert werden und so im Feedreader gelesen werden. Dieses Tool eignet sich besonders für Begriffe, die man ständig im Auge behalten will.

Dies wären mal die wichtigsen Tools von Google zum Thema Zuhören im Web 2.0. Habt ihr gute und schlechte Erfahrungen mit diesen Tools? Habe ich was vergessen? Wie immer sind eure Kommentare willkommen. Ihr wisst ja, wir haben ein Ohr für euch. 😉

Nächste Woche verlasse ich das Thema Google und präsentiere weitere wichtige Tools für das Zuhören.

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6 Kommentare

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  1. marcel bernet | 17.09.2009 15:34

    ich mach bald mal einen nachtrag zu twitter-monitoring. wirklich viel im fluss hier.

  2. Yves | 17.09.2009 12:32

    @luz: Die sensibilisierte Führung ist oftmals der Knackpunkt. Ich stelle mir das in der Bundesverwaltung besonders schwierig vor. Auf alle Fälle wünsche ich dir viel Erfolg.

    @marcel bernet: Vielen Dank für den Link. Der Gastartikel vom pixelfreund ist wohl an mir vorbeigegangen. Schade, er ist wirklich gut. Vielleicht muss ich noch an meinem Monitoring feilen. 😉

    Das die Google Alerts nicht sehr Zeitnah sind, ist eigentlich klar. Schätze mal, das dies an der Indexierung von Google liegt, die halt dauert. Wenn es wirklich Zeitnah sein muss, bringt blogsearch von Google die besseren Ergebnisse.

  3. luz | 17.09.2009 11:58

    Lieber Ives. Du hast vollkommen Recht. Dies ist genau meine Aufgabe, die Führung darauf zu sensibilieseiren, die Kraft des Groundswell zu nutzen.. =) was nicht immer ganz einfach ist.
    Danke für deine Einschätzung

  4. marcel bernet | 17.09.2009 11:55

    hallo yves – mit googlealerts bin ich mässig zufrieden: manchmal liefern die krass schnell, meistens aber so mit einer woche bis sogar einem monat verzug. fürs ganze monitoring in der social media szene hat gastblogger pixelfreund eine gute uebersicht auf http://bernetblog.ch/2009/08/28/online-monitoring-selfmade-und-zum-nulltarif/

  5. Yves | 17.09.2009 11:55

    Vielen Dank für das Kompliment. Ich glaube der Bürger ist sehr interessiert, dass der Bund (Staat) seine Meinung kennt. Sonst würde ja unsere ganze Demokratie nicht funktionieren. Nur Bürger, die sich vom Staat ernstgenommen fühlen, halten die Demokratie am Leben. Wenn der Staat nun die Meinung der Bürger erfahren will, lässt sich dies durch Web 2.0 sicher besser erheben, als wenn der Staat unter Strafandrohungen Umfragen durchführt, wie ja im Moment in den Schlagzeilen ist.
    Deine Frage sollte eigentlich umgekehrt lauten. Ist der Staat an der Meinung des Groundswell interessiert? Wenn ja, muss er einen Weg finden, an den Groundswell ranzukommen. Dies lässt sich nicht erzwingen.

  6. luz | 17.09.2009 11:22

    Hallo
    Ich arbeite beim Bund und bin gerade am Peojekt „Web 2.0 beim Bund“. dedine Inputs sind sehr interessant. Mich nimmt aber doch auch eure/deine Meinung in Bezug auf Web 2.o und Bund wunder. Denkt Ihr das dies möglich ist? Ist der Bürger überhaupt interssiert an einer Groundswell in Bezug Bund?

    gruss

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