Google Fast Flip: Bequemer Zeitung lesen

Mitten im Streit mit den Zeitungsverlegern aus aller Welt, schickt sich Google an, ein weiteres „News-Produkt“ zu lancieren. Mit „Fast Flip“ soll das Online-Lesen nicht nur einfacher , sondern auch die Verleger am Gewinn beteiligt werden.

In nicht wenigen Ländern streitet sich Google mit den Zeitungsverlegern  um die Publikation deren Schlagzeilen in Google News. Während die Verleger argumentieren, dass der Suchmaschinengigant mit ihren Inhalten Geld verdient, beharrt Google auf dem Standpunkt, dass die Veröffentlichung der Nachrichten (-Anrisse) nicht nur legal sei, sondern dass die Zeitungen auch davon profitieren.

Google Fast Flip

Gestern abend hat Google auf der Konferenz Techcrunch50 nun mit „Fast Flip“ seinen neusten Streich in Sachen Nachrichten-lesen vorgestellt. „Fast Flip vereinigt die Vorteile der Online- und der Offline-Welt“, sagte Google-News-Manager Josh Cohen. „Man kann schnell wie in einem Magazin durch ausgewählte Artikel blättern, aber auch suchen oder eine Vorauswahl treffen“. Und es soll die Bedenken der Verleger zerstreuen, denn diese werden am Erlös der eingeblendeten Werbung beteiligt. Details zur Aufteilung der Erlöse sind zwar nicht bekannt („die sind vertraulich“), doch offenbar sind rund 50, vorwiegend amerikanische Publikationen bereit, das neue Modell zu testen.

Mit „Fast Flip“ schickt sich Google nun also an, das Online-Lesen neu zu erfinden. So soll man nicht nur schnell online blättern können, sondern sich auch ein personalisiertes Inhalte-Portfolio, zum Beispiel Artikel von bestimmten Journalisten, zusammenstellen können. Zudem soll es Apps sowohl fürs iPhone wie auch für Googles-Handybetriebssystem Android geben und so auch die mobilen Leser bedienen.

Allerdings wird das „Fast Flip“-Vergnügen vorerst wohl auf englischsprachige Publikationen beschränkt sein. Trotzdem macht das Lesen mit dem Dienst ziemlichen Spass – auch wenn ich die persönliche Auswahl der Themen noch nicht so ganz hinbekommen habe.

Was haltet ihr von der „neuen Art“ zu lesen? Könnt ihr euch vorstellen, eure (Morgen-) Lektüre in Zukunft via „Fast Flip“ zu lesen? Oder ist „Fast Flip“ nur ein weiterer Dienst, der in Kürze in den Tiefen der „Google Labs“ verschwinden wird?

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

4 Kommentare

image description
  1. Andreas Hobi | 15.09.2009 09:37

    „So soll man nicht nur schnell online blättern können, sondern sich auch ein personalisiertes Inhalte-Portfolio, zum Beispiel Artikel von bestimmten Journalisten, zusammenstellen können.“

    –> Wäre es also möglich, dass der Fokus mittel- bis langfristig weniger auf den verschiedenen Zeitungen und mehr auf den Journalisten und Autoren liegt? Gäbe bestimmt interessante Möglichkeiten für die einzelnen Journis…

  2. Manuela | 15.09.2009 09:27

    Ich finde, dass ganze klingt ganz interessant. Die Zeitung Online lesen zu können und nach einem gewünschten Stichwort z.B. die Zeitungen durchstöbern zu können, finde ich ganz praktisch. Ich schliesse mich jedoch auch der Meinung von Yves an, dass es nie einen Ersatz für die Zeitung sein wird, aber bstimmt etwas dass Zukunft hat im Gegensatz zu div. kleinen Zeitungen….

  3. Yves | 15.09.2009 08:49

    Ich habe die Sache kurz angeschaut. Macht einen interessanten Eindruck. Obwohl ich anfangs skeptisch war und ich mich fragte, wo der Nutzen sein soll, hat es doch, nach begreifen der Funktionen, wirklich Spass gemacht, Texte so durchzuscannen.
    Einen Ersatz für eine Zeitung wird es aber nie sein. Es ist super um nach Stichworten verschiedene Zeitungen durchzuschauen. Um aber einfach ein wenig zu blättern und mich überraschen zu lassen ist mir Papier immer noch lieber. Ausserdem geniesse ich das Frühstück nicht mit einem Bildschirm vor der Nase.

Kommentar schreiben

Please copy the string PfvFwP to the field below: