Xing vs. Facebook, Teil 2, mit Hilfe von Google Insights

Vor gut einem Monat hatten wir hier die beiden Social Networks von xing.com und facebook.com einander gegenübergestellt. Wir stellten die Frage, welches der Netzwerke mehr nutzen bringt und haben damit einen regen Kommentaraustausch ausgelöst.

Nun habe ich versucht mit Hilfe von Google Insights die Nachfrage auf die beiden Plattformen auszuloten. Das Tool, welches Google vor kurzen neu lanciert hat, birgt eine Menge Analysemöglichkeiten, welche über das Suchvolumen einzelner Suchbegriffe oder eben Site Aufschluss gibt.

Was kann also mehr oder interessiert mehr, Xing oder Facebook?

Schauen wir uns zuerst an, wie sich Facebook seit 2004 entwickelt hat.

Es ist klar zu erkennen, dass Facebook 2004 nur für die Amerikaner ein Thema war und den Rest der Welt noch nicht erreicht hatte.
Die nachstehende Graphik zeigt das Suchaufkommen nach Facebook im Jahr 2008 und es ist deutlich zu erkennen, dass die Facebook-Welle auch nach Europa (Frankreich, England, Türkei und Kroatien), Südamerika, Kanada, Südafrika und Australien übergeschwappt ist.

Wenn man sich nun dasselbe für Xing anschaut, stellt man fest, dass Xing, welches 2004 noch openbc hiess, praktisch 100% der Suchanfragen in Deutschland hat.

Xing konnte sich auber auch bis ins Jahr 2008 nicht wesentlich ausserhalb des Deutschsprachigen Raumes etablieren. Zugegeben, Xing hatte seinen Bekanntheitsgrad weltweit verbessern können und wird heute praktisch überall gesucht, allerdings nie mit dem selben Aufkommen wie Facebook. Interessanter Aspekt ist China, dort ist Xing Facebook voraus, was angesichts des Marktes nicht ganz uninteressant ist.

Nun fragt sich natürlich wie sich die beiden Rivalen weiter entwickeln. Was denkt ihr – wird Xing gegenüber Facebook auch ausserhalb Europa eine Chance haben oder verschwindet gar eine der beiden Plattformen komplett?

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10 Kommentare

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  1. Brigitte | 2.08.2009 23:50

    Xing, wird nicht den Erfolg haben. Nicht jeder kann mal so eben hier oder mal dahin fahren. Es mag ja ganz Nett sein sich Persönlich kennen zu lernen, aber wer hat die Zeit dazu.

  2. Nicolas | 4.02.2009 18:02

    XING, LinkedIn, Plaxo ist die erste Wahl für Businessleute und jegliche weitere professionellen Anwender (Akademiker, Sportler, Entertainer, Politiker). XING hatte als erstes Business-Network hohe und regelmässige Einnahmen. XING tritt daher am häufigsten als Kaufinteressent auf, doch sind grössere Mitbewerber wie LinkedIn und Plaxo vermutlich bereits zu teuer.

    Facebook, StudiVZ, SchuelerVZ, Netlog, Myspace, Meinbild usw. sind primär bis ausschliesslich von privatem Nutzen, da es durch Flirts oder Drittanwendungen zu viele Ablenkungen von ernsthaften Themen gibt. Werbeeinnahmen im grossen Stil haben vor allem Myspace und Facebook. Habe den Eindruck, dass einige genannten Userzahlen von Facebook (1.1 von 7 Mio Schweizern, 2 von 4.5 Mio Norweger) übertrieben sind. Ebenso übertrieben ist der tägliche Hype in den Schweizer Medien im Jahr 2009 für eine Plattform, die es bereits seit vielen vielen Jahren gibt.

  3. Patrick Vuithier | 28.09.2008 23:15

    Ich handle es persönlich so: XING for business, facebook for fun.

  4. Christoph Buck | 29.08.2008 08:30

    Ich denke nicht, dass XING und Facebook einmal zusammen gehen. Die Zielgruppen sind ja zu unterschiedlich. Im Geschäftsleben ist festzustellen, dass es immer mehr üblich wird, sich mit neuen Geschäftspartnern auch gleich in XING zu verbinden.
    Facebook bietet allerdings auch eine interessante Möglichkeit, sein Geschäft zu öffentlich (!) präsentieren (siehe meine Webseite).

  5. Bernd Sommerfeld | 27.08.2008 15:57

    Der Heise Ticker schreibt: „Der Betreiber des auf Geschäftskontakte spezialisierten Online-Sozialnetzes Xing hat im vergangenen Quartal 8,41 Millionen Euro umgesetzt und damit fast doppelt so viel wie im Vergleichsquartal des Vorjahres.“
    Aber auch Linkedin kommt jetzt aber auch richtig in Deutschland an. Xing sucht und findet Partner (Kasperky etc.) und weitere Anwendungen…Es bleibt spannend 😉

  6. Philipp Sauber | 27.08.2008 09:08

    Dass Facebook Xing schluckt kann ich mir auch nicht vorstellen. Was Xing im Gegensatz zu Facebook hat sind Einnahmen. Facebook ist nach wie vor weit weg vom Geldverdienen. Zudem sind die Modelle der beiden Sites unterschiedlich.
    Ich könnte mir eher vorstellen, dass Facebook einen Weg findet Geld zu verdienen und so die heute zahlenden Xing-User auf Facebook wechseln.

    Die Debatte geht auf jeden Fall weiter und weil’s ein schnell wachsendes Business ist, werden wir schon bald wieder darüber berichten. Facebook vs. Xing geht weiter.

  7. Thomas | 27.08.2008 07:47

    @Rico
    Ich glaube nicht, dass Facebook Xing schlucken wird. Beide haben verschiedene Zielgruppen (privat / business). Ich sehe keinen Nutzen für Facebook, wenn sie Xing übernehmen.

  8. Martin Hunkeler | 26.08.2008 16:55

    Ich denke beide Plattformen werden noch ein Weilchen bestehen. Das Facebook freizeitartiger daher kommt macht auch seinen Erfolg aus. Viele haben sich früher per E-Mail vernetzt und haben in Facebook die ideale Plattform für die Videos, Links, Bilder etc gefunden, die sie sich früher gegenseitig per Mail zuschickten. Xing hat seine User schon gefunden und wird nicht mehr so hohe Zuwachsraten haben.

  9. Rico | 26.08.2008 13:43

    Bis jetzt kommt Xing klar business-orientiert daher, ein Online-Serviceclub. Facebook freizeitartiger, lockerer. Ich denke, wir werden auch hier eine typische Branchen-Entwicklung sehen: zahlreiche, kleinere Anbieter zum Zeitpunkt der Innovation. Dann Konsolidierungsprozess, es bleiben wenig(r) Marktleader übrig. Facebook/USA wird Xing/Europa schlucken.

  10. René | 26.08.2008 08:18

    Interessante Entwicklung. Zurzeit explodiert Facebook förmlich in der Schweiz. Kaum ein Tag vergeht ohne das neue Leute in meinen Freundschaftskreis kommen. Facebok boomt richtig.

    Bei Xing sieht das schon anders aus. Natürlich hat Xing auch eine andere Zielgruppe als Facebook.

    Meiner Meinung nach wird Facebook weiterhin boomen und sich in weiteren Regionen ausbreiten. Auch denke ich, dass beide Plattformen eine Berechtigung haben und deswegen werden auch beide Systeme weiterhin bestehen bleiben.

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