Guerilla Marketing – Kreativität statt dickes Budget

„Eine richtig gute Marketingkampagne kostet richtig Geld!“ Diese Aussage hört man öfters. Dies mag vielleicht mal allgemein gültig gewesen sein, in der heutigen Zeit lässt sich aber sehr viel Geld durch Kreativität ersetzen.

Guerilla Marketing, Erfahrungsmarketing und Word of Mouth Marketing unterscheiden sich nur durch Nuancen voneinander.  Eines haben sie jedoch gemeinsam. Sie benutzen als Mechanismen zum Erfolg einen Träger, der bei geschicktem Vorgehen mit wenig Aufwand einen grossen Erfolg bringen kann. Das einzige das zählt, ist Kreativität. Schauen wir doch mal zwei Beispiele an:

Tribis Hundeschule

Als die Hundebesitzer in der Umgebung von Bubikon nach dem Einkauf zu ihren, vor dem Laden angebundenen Lieblingen zurückkehrten, traf sie ein ordentlicher Schrecken. Hatte doch der Hund einen Fetzen Stoff in der Schnauze, der einem Hosenbein ähnelte. Bei näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass der Jeansstoff bedruckt war. „Glück gehabt, das ist nur ein Fetzen Werbung. Falls Sie aber ernsthaft an den Manieren Ihres Lieblings gezweifelt haben, wird es Zeit für einen Termin bei uns.“

Die Kurse an der Hundeschule waren in kürzester Zeit ausgebucht und die Aktion wurde vorzeitig abgebrochen. Das Ziel war bei kleinem Budget voll erreicht.

Edi Manseredimanser

Erst letzte Woche tauchte Edi Manser in der Welt des Internets auf. Seines Zeichens hat er kürzlich im Lotto gewonnen und verschenkt nun sein Hab und Gut um eine Südamerikareise zu unternehmen. Er hat eine herrlich, veraltete Webpage und ist zeigt sich seit ca. einer Woche sehr umtriebig im Netz, wenn auch noch mit eher mässigem Erfolg. Gestern hat er sich auch per Twitter am Twitterbier in Pfäffikon SZ angemeldet. Wie jedoch unser Korrespondent aus Pfäffikon berichtete, ist er dort nicht aufgetaucht.

edimanser_twitter

Hier noch eine kleine Auflistung, wo ich Edi Manser schon im Web getroffen habe:

Homepage
Facebook
Twitter
YouTube
Westsiders

Man darf also gespannt sein, wie sich die Sache entwickelt. Ich bin überzeugt, das Edi Manser die Figur einer Werbekampagne ist. Eine dunkle Ahnung habe ich auch schon, die werde ich aber noch mal für mich behalten.

Was haltet ihr von solchen Aktionen? Ist dies eine Alternative zu klassischer Werbung? Kennt ihr noch andere schöne Beispiele? Wird man Edi Manser mal im richtigen Leben treffen?

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11 Kommentare

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  1. Yves | 10.09.2009 14:10

    @blogstone: Vielen Dank für den Link. Jetzt wird es klar, wie es gemacht wurde. Beneidenswerte Idee!

  2. blogstone | 10.09.2009 13:52

    @Yves: Ich hatte es falsch in Erinnerung. Es war eine „Kanone“ und keine Luftballone. Bei Youtube gibts einen Movie: http://www.youtube.com/watch?v=68Ri_AkSqC4

  3. Yves Moret | 10.09.2009 08:34

    @blogstone: Jetzt nimmts mich aber doch Wunder. Was war der Trick mit den Ballons am Sechseläuten. Hatten die schon alle Zeiten vorbereitet?

  4. blogstone | 9.09.2009 10:13

    Zurück aus Hawaii und ebenfalls vom Edi Manser Virus inspiriert. Coole Sache und für das Unternehmen dahinter sicher eine gute Möglichkeit um problemlos an unzählige Adressen zu kommen für spätere Werbemöglichkeiten.

    Ich mag mich noch an eine Kampagne von Maxiprint erinnern am Sechseläuten als sie nur Sekunden nach dem Böög Luftballone mit der richtigen Zeit platzen liessen und die Zuschauer ab dem „schnellen Druck“ überrascht waren.

  5. Baris.ch | 3.09.2009 11:17

    @Oliver
    Vielen Dank für dein Feedback – ich habe es gleich umgesetzt. Nun aber zurück zum Thema (Guerilla Marketing, EdiManser & Co), alles andere bei mir kommentieren oder sich vor einer Mail nicht scheuen. 🙂

  6. Stefan | 3.09.2009 11:15

    Mir ist die Figur Edi Manser zu überzeichnet – der Internetauftritt welcher herrlicherweise auf alt „getrimmt“ wurde ebenso. Ein Blick auf den Quellcode genügt, dass hier „Proifs“ am Werk waren – Dreamweaver lässt grüssen.
    Als Domainholder bei Switch ist folgende Adresse eingetragen:
    Manser Eduard
    Effingerstrasse
    CH-3008 Bern
    Switzerland

    Strasse gibt es, aber keinen Manser der dort wohnt.
    Ich glaube wir sind uns alle einig – wie bereits von Yves – im Beitrag erwähnt, dass es sich hier um eine Virale Kampagne handelt. Erfolgreich scheint diese ja zu sein – Medienpräsenz etc. für wer auch immer diese wirbt (Gerüchte, Swisslotto usw.).
    Ich frage mich eher wie lange solche Kampagnen noch funktionieren können. Irgendwann stumpft der Konsument doch ab?!

  7. Oliver | 3.09.2009 11:10

    @baris.ch: der titel herzlich willkommen gurkt ein wenig und könnte man durch einen titel mit inhalt ersetzen:
    http://www.webdesign-edenkoben.de/herzlich-willkommen-muss-weg/comment-page-1/#comment-94

  8. Baris.ch | 3.09.2009 10:56

    Das Projekt „EdiManser“ ist eine gelungene Mischung von Guerilla sowie Social Media Marketing. Die Frage, wer dahinter stecke, kann ich nicht beantworten, aber ich warte auch schon auf die Auflösung. 😉

    Solche Aktionen halte ich für effektiv, solange sie den Nerv der Internet-Community treffen. Und wenn es sich um den Gewinn eines Autos, Fernsehers, etc handelt, würde da niemand „nein“ sagen.

    Das Problem bei dieser EdiManser-Seite ist für mich momentan nur das Fehlen einer Datenschutzerklärung, denn was geschieht mit den eingetragenen Daten nach Gewinnverteilung? Ein Grund, solche Marketingkampagnen mit Vorsicht zu geniessen.

    PS: Wenn mir kurz ein wenig Eigenwerbung erlaubt sei:
    Meine eigene Webpräsenz ist seit heute online. Über Feedback von Laien sowie Experten wäre ich froh (Link siehe Name).

  9. Florian Schwarz | 3.09.2009 10:52

    Die Aktion scheint mir doch von Thömus gesponsert zu sein. So richtig wuppt’s aber nicht. Er wirkt zu sehr wie eine inszenierte Karikatur seiner selbst.

  10. Pascal Burckhardt | 3.09.2009 10:02

    Die Welt ist klein, das Internet ein Dorf, so hat mir gestern jemand den link von Edi’s Golf geschickt: (http://auto.ricardo.ch/kaufen/fahrzeuge/autos/limousine/zu-verschenken-vw-golf-20-tdi-comfort-4m/w/an500227103/ls3/)

    Ich habe schon an einen Scherz oder Betrüger gedacht, und das in ‚meinen‘ Dorf.

  11. Oliver | 3.09.2009 09:14

    hier auch ein gutes beispiel, dieser link kursiert unter webdesignern:
    http://www.webmaster-4you.de/

    und ist doch eindeutig eine werbung für:
    http://de.jimdo.com/

    unerwünschte kunden soll man wohl an jimdo verweisen. da können sie es selber machen. warum nicht.

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