Will sich LinkedIn XING einverleiben?

Kaum hat eBay den Verkauf von Skype an eine Gruppe von Investoren bestätigt, folgen Gerüchte über eine weiteren – wenn auch kleineren – Deal in der Web 2.0-Welt. Glaubt man TechCrunch Europe, dann soll das das Business-Netzwerk LinkedIn an seinem Mitbewerber XING interessiert sein.

Tatsächlich ist der Wert der börsenkotierten XING AG in der letzten Augustwoche merklich angestiegen. Techcrunch berichtet, dass viele frühere und derzeitige Mitarbeiter ihre Aktien beim hohen Kurs zu Geld gemacht hätten. Hintergrund seien Gerüchte, dass jemand das vor allem im deutschsprachigen Europa erfolgreiche Business-Netzwerk XING aufkaufen will. Als „offensichtlichen“ Käufer will man LinkedIn ausfindig gemacht haben.

XING KursentwicklungAuf den ersten Blick könnte so ein Deal durchaus Sinn machen, auch wenn die Kursentwicklung weniger spektakulär ist, als sie auf den ersten Blick aussieht. Über einen Zeitraum von einem Monat ist der Kurs von rund 27 auf 29 Euro gestiegen, also nämlich „nur“ leicht über 7 Prozent. Trotzdem: Würde LinkedIn, das rund 1 Milliarde Dollar Wert ist und 43 Millionen Mitglieder zählt, das mit einem Wert von 220 Millionen Dollar und 7,5 Millionen Mitgliedern gehandelte XING kaufen, hätte man sich mit einem Schlag einen grossen Teil am deutschsprachigen Social-Business-Markt gekauft. Allerdings stellt sich die Frage, wieviele XING-Mitglieder bereits über ein LinkedIn-Profil verfügen und so für einen (massiven) Overlap sorgen.

Was spricht für oder gegen eine solche Konsolidierung auf dem Social Business Markt? Sind an den Gerüchten über den möglichen Kauf von XING durch LinkedIn etwas dran? Was wären die Konsequenzen? Die Kommentarspalte wartet auf eure Meinungen!

(Chart: EquityStory AG / Interactive Data Managed Solutions AG)


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6 Kommentare

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  1. Jörg Oyen | 2.09.2009 16:48

    schliesse mich marcel bernet Feedback an «jede ver-einheitlichung passt mir. das pflegen von zwei plattformen ist mühsam, aller monopol-ängste zu trotz…» in einem Zug Sachen an einer Stelle erledigen… so hat sich die Idee: Teile des Werkzeuges aus dem Keller in die Garage auszulagern in der Praxis nicht bewährt, führt es doch nur zu unnötigen Suchzeiten… #gtd

  2. RainerWasserfuhr | 2.09.2009 14:08

    bei 750.000 neuen aktiven FaceBook-Usern pro Tag wäre das auch nur die späte Hochzeit zweier lahmer Enten ;). Und FaceBook hat frühzeitig erkannt, dass „Business Networking“ ein Auslaufmodell ist und dank globaler mobiler Rund-um-die-Uhr-Vernetzung immer weniger Menschen zwischen „privat“ und „beruflich“ unterscheiden können/wollen.

  3. Markus Pfeisinger | 2.09.2009 13:12

    Mir kommt so vor, als würde es mittlerweile keine erfolgreiche Europäische IT-Firma geben, die nicht irgendwann einmal von einer Amerikanischen Firma aufgekauft wird. Geht es euch auch so?

  4. marcel bernet | 2.09.2009 11:36

    jede ver-einheitlichung passt mir. das pflegen von zwei plattformen ist mühsam, aller monopol-ängste zu trotz…

  5. Annubis | 2.09.2009 09:59

    würde ich ebenfalls eine gute idee finden. xing war vor ein paar jahren ja top und nun ist die qualität dieses dienstes ziemlich am sinken – hingegen ist linkedin immer besser.
    vorallem würde es meiner linkedin account gut tun – dort hab ich bisher nur 1 kontakt drinn eingetragen ;P

    lassen wir uns überraschen.

  6. Dirk Worring | 2.09.2009 08:49

    Es wäre keinesfalls überraschend, nachdem sich der CEO „ausverkauft“ hat an Shareholder und nun natürlich in einer anderen Pflicht steht Geld zu machen – auf die eine oder andere Weise – als vorher. Und es wäre auch nur eine weitere von tausenden Stories, in der jemand einen Laden hochzieht, sich schlucken lässt und dann entweder a) das nächste Ding mit den Millionen hochzieht oder b) sich auf den Caymans an den Strand legt.

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