Photosynth: Neuer Webdienst für 3D-Panoramabilder

Mit Photosynth hat Microsoft eine spektakuläre Foto-Software veröffentlicht, mit welcher normale Fotos in 3D-Bilder umgewandelt werden können. Der kostenlose Dienst erlaubt den Upload von Fotos, die dann weitgehend automatisch zu plastischen 3D-Szenen zusammengefügt werden. Mittels Zoom-Funktionen lassen sich diese dann aus den verschiedensten Perspektiven betrachten.

Um ein 3D-Panorama zu erstellen müssen von einer räumlichen Umgebung mehrere Bilder geschossen werden. Je mehr Fotos aus verschiedenen Perspektiven von einer Umgebung gemacht werden, desto detaillierter wird der erstellte 3D-Raum. Der Software-Konzern rät 20 bis 200 Bilder zu verwenden.

Wie funktioniert Photosynth?
Ein spezieller Algorithmus überführt die markanten Teile eines Bildes in eine Punktwolke. Dadurch erhält jedes Bild einen individuellen „Fingerabdruck“. Überschneiden sich die Fingerabdrücke mehrerer Fotos, kann Photosynth die Bilder zu einer Szene zusammensetzen. Nach und nach entsteht dadurch eine dreidimensionale Landschaft.

Beim Erstellen eigener Synths sollte allerdings bedacht werden, dass alle Panoramen öffentlich zugänglich sind und sich über eine spezielle Photosynth-Suche finden lassen. Es gibt bisher also keine Möglichkeit, die eigene Sammlung nur einer begrenzten Gruppe von Freunden oder Bekannten zu zeigen oder sie ganz privat zu halten.

Die Software ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Microsoft Research, der Universität Washington und der inzwischen übernommenen Start-Up-Firma SeaDragon.

Die Entwickler von Photosynth wollen mit ihrem Produkt auf den aktuellen Photo-Sharing-Trend aufspringen, der sich anhand der Beliebtheit von Foto-Portalen wie beispielsweise Flickr abzeichnet. Letztlich sollen mit Photosynth keine perfekten 3D-Modelle entstehen. Vielmehr will Microsoft eine Möglichkeit schaffen, Fotos auf neuen Wegen zu erkunden und zu betrachten.

Um Fotos hochzuladen oder zu betrachten, benötigt der Anwender eine Erweiterung für seinen Browser. Bisher werden der Internet Explorer 7 sowie Firefox 2 und 3 unterstützt. Wer eigene Synths erstellen will, muss zudem eine Windows Live ID haben, für die man sich kostenlos anmelden kann: Anmeldung Live-ID.

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