Angriff auf Twitter

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Gestern wurde Twitter Opfer eines DDOS-Angriffs. DDOS – Distributed Denial Of Service – oder in deutsch in etwa „Verteilte Dienstverweigerung“ bedeutet in der Praxis, dass tausende von PCs – mit Hilfe von vorher eingeschleuster bösartiger Software – anfangen, das Ziel des Angriffs aufzurufen.

In diesem Fall erlag Twitter dieser massiven Last und war über längere Zeit komplett offline. Auch andere Online-Dienst wie Facebook und Livejournal kamen ins Stocken – ob diese Sites auch Ziele von Angriffen wurden oder unter den „Twitter is down!“-Meldungen litten, ist mir zurzeit nicht bekannt.

Biz Stone – ein Mitgründer von Twitter – schreibt im Twitter-Blog:

We are defending against this attack now and will continue to update our status blog as we continue to defend and later investigate.

Twitter hatte früher oft mit Ausfällen – meist wegen Überlastung – zu kämpfen, hatte sich soweit aber trotz den rasant wachsenden Benutzerzahlen aufgefangen und ihre Systeme in eine skalierbarere, stabilere Form gebracht.

Mittlerweile wird Twitter von 45 Millionen Menschen genutzt, nicht nur geschäftlich, sondern war und ist auch zentral beteiligt als unterstützendes Medium bei den Aufständen im Iran. Um die Organisation dieser Demonstrationen nicht zu behindern hatte Twitter (auf Anfrage der US-Regierung) geplante Wartungsarbeiten verschoben, um in dieser für die iranische Bevölkerung wichtigen Phase online zu bleiben.

Wie schmerzhaft war der Twitter-Ausfall für euer Business? Und privat? Ich hatte während dieser Zeit einige in Facebook getroffen, die lieber einen Facebook-Ausfall erlebt hätten.

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4 Kommentare

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  1. Sebi | 7.08.2009 15:51

    Meine Gedanken beim Angriff waren die gleichen wie Sam’s und Dirk’s.
    CNN hat vor kurzem berichtet, „A blogger believed to be the target of the attack that brought down Twitter Thursday has told CNN the cyber assault was politically motivated and timed to coincide with the one-year anniversary of the Russia-Georgia conflict.“ (Source: http://bit.ly/2z67XJ) Also, doch politisch motiviert, bis zu einem gewissen Grad.

  2. Sam | 7.08.2009 14:30

    Ich hatte auch gedacht, ob das allenfalls ein Test eines solchen Regimes war, um herauszufinden, ob sich Twitter von extern abschalten liesse – allerdings ist auch das dumm, denn Twitter wird wohl weitere Gegenmassnahmen treffen und durch diesen Ausfall erst recht noch bekannter werden.

  3. Dirk Worring | 7.08.2009 12:37

    Was ich mich hierbei wirklich frage: Warum Twitter? Wenn ich grossen Schaden anrichten will als Hacker, dann Veröffentliche ich alle Daten des FBI oder lege die Deutsche Bank lahm. Aber diesen Dienst, der für viele eine Quelle der täglichen Suche, der Kommunikation und in begrenztem Rahmen Business ist (also ROI Business und nicht eingeschlossen die Reputations- und Imagepflege), lahmzulegen erscheint so sinnlos. Vielleicht sind es Schergen von politischen Regimen wie dem Iran, Nord Korea oder China, die um jeden Preis verhindern wollen das Nachrichten über Sie an die Öffentlichkeit gelangen. Viele andere Gründe die einen Sinn ergeben kommen mir nicht…

  4. Frédéric | 7.08.2009 09:49

    Ich hatte gerade gestern über 400 Personen eingeladen… die Antworten waren „es funktioniert nicht“! dummm gelaufen… ob sie überhaupt nochmal probieren? http://www.twitter.com/smecoaching

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