Social Media – Als Firma wo anfangen?

metandtweet

Es zeichnen sich schon seit längerem Veränderungen im Internetverhalten ab, mit denen sich früher oder später jede Firma beschäftigen muss, die ihre Produkte oder Dienstleitungen an Unter-50-Jährige bringen will. Wie stellt man sich denn als Firma nun an? Was sind die ersten Schritte in diesem zweiten Web-Zeitalter?

Schritt 1 – neugierig bleiben oder werden
Mitarbeiter in Marketing-Abteilungen (und Kundendiensten) werden entweder mit Neugier an diese neuen Themen heran gehen oder defensiv versinken. Die neuen Plattformen können viel Spass machen! Zu selten wird die neue Benutzerfreundlichkeit betont – moderne Webapplikationen sind für alle da. Über 80-Jährige twittern, meine 80-jährige Grossmutter skypt regelmässig. Wer noch nicht 90 ist soll sich heranwagen!

Schritt 2 – üben, lernen, Groove aufnehmen
Firmen, die Social Media einfach als weiteren Absatzkanal ansehen, werden damit keinen Erfolg haben. Social Media ist bidirektional. Die Firma tut gut daran, nicht völlig unerfahrene Mitarbeiter an dieses Medium heran zu lassen – entsprechend steigert sich dein Wert als Mitarbeiter, wenn du schon Gehversuche unternommen hast.

Ich empfehle, einen Blog auf WordPress.com zu eröffnen (geht 3 Minuten), einen Twitter-Account zu eröffnen (und diese Tipps anzuwenden), täglich eine Anti-Paranoia-Tablette zu schlucken (und sich bei Facebook anzumelden, diese Tipps dabei beachten). Im Blog erst mal 10 kurze Artikel zu deinem Lieblingsthema schreiben, bevor du dich um Besucherzahlen kümmerst.

Schritt 3 – sich in Gespräche einklinken
Wer obige Empfehlungen umgesetzt hat, soll sich einfach mal an Gesprächen beteiligen. Idealerweise natürlich zu Themen, zu denen man etwas zu sagen hat. Die Twitter-Suche kann dabei helfen. In Facebook gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit Menschen mit gleichen Interessen zu kommunizieren (zB. Pages und Gruppen). Andere Plattformen bieten weitere Möglichkeiten. Es geht bei diesen Versuchen mehr darum, zu lernen, als um Traffic-Generierung – nicht vergessen! Triff uns auch offline.

Monitoring für Firmen
Beim Einsatz für die Firma sollte man das Monitoring nicht unterschätzen. Es ist wichtig, zu hören, was über die eigene Firma geschrieben wird – gerade die kritischen Stimmen. Diese Feedbacks sind für die Verbesserung des eigenen Angebots sehr hilfreich. Spasseshalber hier einige Resultate zu INM. Seriöses Monitoring geht aber weit über diese Spielerei hinaus!

Wie waren deine ersten Erfahrungen mit interaktiven Plattformen im Internet? Wann war das? Bist du erst gerade dabei, diese ersten Schritte zu wagen? Für euer Feedback und eure Fragen ist die Kommentarsektion offen.

(Bild: Twitter-Treffen Met&Tweet, Lenzburg)

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8 Kommentare

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  1. Sam Steiner | 17.07.2009 16:41

    Ich selbst hatte meine Website http://www.bassic.ch im Jahre 1999 als Diplomarbeit gemacht und absolute Bestnoten dafür erhalten – wahrscheinlich weil die „Experten“ noch keine Ahnung davon hatten, dass man Interaktivität auf einer Web-Plattform hinbringt 🙂 Das ist jetzt bald 10 Jahre her. Lange vor Facebook.

  2. Sam Steiner | 17.07.2009 12:10

    @Ralf – du sprichst ein sehr wichtiges Thema an – man müsste mal das hier im Artikel kurz angeschnittene Thema Monitoring in einem eigenen Artikel genauer ansehen. Wie überblicke ich die wichtigsten Plattformen in kurzer Zeit (am besten in einem zentralen Tool)?

    Viele Firmen (Entscheidungsträger) haben Angst vor den sozialen Netzwerken, weil sie genau eben dies befürchten: dass zu viel zeit darin verschwindet, ohne einen „Nutzen“ zu bringen. Da sperrt man dann leiber all die Sites, anstatt eine Kultur aufzubauen, die auch der eigenen Firma dient.

  3. Ralf | 17.07.2009 12:06

    Ein grosses Problem sehe ich im Time Management. man verliert sich so schnell im Social Media Bereich und das kostet sehr viel Zeit. Die Kunst ist es, alle relevanten Kanäle im Auge zu behalten, ohne zu viel Zeit zu verlieren. Ich krieg das bis jetzt leider noch nicht optimal auf die Reihe.

  4. Yves | 17.07.2009 09:53

    Schon klar. Diesen Spruch habe ich übrigens schon von U25 gehört. Traurig aber wahr.

  5. Sam Steiner | 17.07.2009 09:48

    Die Aussage war nicht „Über-90-Jährige sollen nicht anfangen“, sondern eher dass die Ausrede „Ich bin zu alt für dieses Zeug“ für Unter-90-Jährige sicher nicht zählt.

  6. Yves | 17.07.2009 09:46

    Schöner Artikel. Wann meine ersten Erfahrungen mit interaktiven Plattformen war? Muss in der zweiten Hälfte der Neunziger gewesen sein mit Foren und Usenet. So neu ist das also nicht.
    Wieso sollen sich eigentlich die über 90-jährigen nicht auch noch ranwagen? Die Gemeinschaft könnte auch da profitieren. Immerhin wissen die, wie man alt wird. 😉

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