Mobiles Internet – 400% veränderte Kommunikation

Was verändert sich zurzeit massiv in unserem Umgang mit Informationen? Weshalb verzeichnet YouTube seit einer Woche 400% mehr mobile Uploads?

post-election-kenya-kiberaWährend den politischen Unruhen in Kenia (2008) sassen wir zeitweise im Guesthouse in Nairobi fest – dummerweise genau zwischen dem Kibera-Slum und dem von den Slumbewohnern anvisierten Demonstrationsplatz. Meute und Schüsse waren zu hören. Besonders verunsichernd die Mediensperre: keine Infos mehr am TV.

Aber ich hatte meinen HTC TyTN II dabei – unser Fenster zur Welt. Es war nicht nur für Telefonate zur Botschaft von Nutzen, sondern auch als Quelle für News von CNN oder dem EDA. Auch dann, als wir wegen blockierten Strassen per Flugzeug aus der Stadt flohen: mitten im „Busch“ war CNN verfügbar. Das Internet ist zunehmends in unserer Tasche.

Internet in der Tasche: jetzt für alle
Damals (2008!) wurde ich noch als Freak angeschaut, mit dem HTC im Guesthouse-Garten – heute ist der iPhone Mainstream. Andere Hersteller müssen sich daran messen, daran wachsen. Es kommen laufend Modelle auf den Markt, die mit Web-Funktionen punkten müssen (Bspw. Nokia N97). Nach und neben dem iPhone werden Smartphones mit dem Google-System Android eine starke Rolle spielen.

htc-heroiPhone und Android setzen neue Massstäbe
Ich hatte über den mittlerweile erfolgten Android-Start in der Schweiz geschrieben. Es geht weiter: im Juli kommt HTC Hero. Das teflonbeschichtete Phone ist intuitiv gebaut und lässt sich leicht für den geschäftlichen bzw. privaten Einsatz optimieren. Mobiles Internet ist nicht mehr nur für Business. Im Apple Store Zürich beobachtet man Gruppen von Über-50-Jährigen bei kostenlosen iPhone-Schulungen. Mobiles Internet verändert die Gesellschaft.

 

Smartphones – smart genug für 90% unserer Computeraufgaben
E-Mails lesen und versenden, Fotos hochladen, Facebook checken, Musik hören, YouTube surfen, Termine koordinieren, Skypen und sogar Dokumente bearbeiten – das geht immer besser direkt am Mobiltelefon. Wofür müssen die Leute heute noch an einem warmen Sommerabend an den PC? Genau: nur noch zum Gamen.

Websites müssen auch mobile Versionen bereitstellen
Dies hat Auswirkungen auf die Anforderungen von Websites – wer eine Website betreibt, die nicht auf Mobiltelefonen funktioniert, steht heute wesentlich schlechter da als vor einem Jahr (aber noch besser als in einigen Monaten). Google erbringt einen Beweis für das veränderte Benutzerverhalten: seit dem Verkaufsstart des neuen (videofähigen) iPhones vor einer Woche, sind die Uploads von Mobiltelefonen um 400% gestiegen.

Hast du schon Erfahrungen gemacht mit Websites, die positiv/negativ auffallen beim Aufruf via Mobiltelefon? Wie hat dein Mobiltelefon dein Surfverhalten (PC vs. mobil) verändert? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen. Die Kommentarsektion ist offen.

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7 Kommentare

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  1. Sam | 26.06.2009 16:24

    Gratiszeitungen: obwohl die News schon längst veraltet sind, wenn man sie in die Hände kriegt, glaube ich geht es eher länger, bis die verschwinden. News lesen an einem Handyscreen ist halt schon nicht gleich gemütlich.

    Wahrscheinlich wäre es noch besser tauglich für Newsvideos (oder Livestreams) aber ich weiss nicht, ob ich mich auf den Tag freue, an dem alle via Smartphones TV gucken im Zug (in voller Lautstärke).

    Den Sinn von Tageszeitungen in Holzform verstehe ich eh schon länger nicht. Sonntag – ja, für die, die das brauchen. Aber Tageszeitungen? Information overload.

  2. Philipp Sauber | 26.06.2009 14:11

    Ich werde schon ganz nervös wenn ich offline bin! Mit meinem alten Handy, dem Nokia Communicator war das schon öfter der Fall als mit meinem iPhone. Die Apps erleichtern das Surfen enorm.
    Eine weitere These die ich hier noch einwerfen will ist, dass das mobile Web irgendwann die Gratis- und Tages-Zeitungen verschwinden lässt. Was meinst Du dazu?

  3. Sam | 26.06.2009 10:11

    Bei WordPress gibt’s für diese Optimierung ein Plugin das installiert werden muss. Zudem ist (bei HTC Windows Mobile Geräten wie mein HTC Touch HD) der Browser schon so designt, dass es Websites versucht fürs mobile Gerät zu optimieren im Sinne von: Bilder werden schon vorkomprimiert, um Datenmenge zu reduzieren, Seite wird verkleinert dargestellt, man kann dann reinzoomen zum Inhalt, den man lesen will etc. Wie das auf Android-Phones so ist, kann ich noch nicht sagen – hab aber 2 bestellt (HTC Magic und HTC Hero), werde also bald auch da mehr wissen.

  4. Cookie | 26.06.2009 10:05

    Hallo Sam,

    ich nutze das G1 nun seit ein paar Monaten. Mir ist aufgefallen, dass ich Websites vermehrt übers Smartphone besuche. Vor allem durch den Twitter- oder Facebook-Client auf dem Handy, switche ich immer mehr zum Browser. Denn wenn ich einen Linktipp via Twitter oder FB erhalte, dann mache ich mir ja nicht die Mühe und geh erst zum Rechner, sondern tippe einfach den Link am Display an. Ausserdem fällt mir auf, dass die letzten paar Bilder, die ich in FB gestellt habe, über mein G1 (meist direkt nach dem Schiessen des Bildes) den Weg in meine Alben gefunden haben.

    Bzgl. der Optimierung von Websites für mobile Endgeräte habe ich mir auch vermehrt die Frage gestellt, ob der Handybrowser den Content automatisch optimiert, oder ob mittlerweile vor allem Weblogs schon gut auf mobile Zugriffe vorbereitet sind. Denn in den meisten Fällen, wenn ich Blogs übers Handy ansurfe, ist der Text bereits auf die Displaybreite optimiert.

    So macht das mobile Internet Spaß!

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