Social Media in den USA, der volle Renner

inc500Social Media ist bei den 500 amerikanischen Firmen, welche am schnellsten wachsen, bereits heute an der Tagesordnung. 77% sagen, dass sie Social Media Tools wie Blogs, Wikis, Online Videos, Social Networks oder Potcasts in ihre Marketing-Strategie einbinden.

Die University of Massachusetts Dartmouth Center for Marketing Research hatte für das Inc. Magazine in den USA eine Studie zu Social Media Aktivitäten durchgeführt.
Die Studie brachte hervor, dass vor einem Jahr die Frage, ob Social Media sehr wichtig für das Unternehmen sei, nur 26% mit ja antworteten. Ein Jahr später (2008) sind es 44%, was fast eine Verdoppelung bedeutet.
Am vertrautesten sind die Verantwortlichen in den Unternehmen mit Social Networks (57%), Online Videos (55%) und Blogs (52%). Am schlechtesten schneiden die Potcasts (33%) ab, welche innerhalb eines Jahres von Wikis (35%) überholt wurden.

Die folgende Grafik zeigt, welche Social Media Tools heute von den Firmen eingesetzt werden:

Auch hier ist die Verteilung gleich wie bei der Vertrautheit der einzelnen Instrumente. Erstaunlich ist, dass heute nur noch 23% der Firmen überhaupt nicht auf Social Media setzten, waren es doch vor einem Jahr noch 43%.

Offensichtlich setzten diese schnell wachsenden Firmen einen starken Fokus auf Social Media und planen auch ihre Strategien mit den Möglichkeiten rund um’s Web 2.0. Nur gerade 7% glauben, dass dies überhaupt nicht wichtig sei:

Der Trend in den USA ist klar und ich denke es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch wir in Europa auf den Social Media Zug aufspringen.
Nur wir lange wird es wohl dauern bis bei uns die Zahlen so aussehen? Welche Firmen und Branchen werden ihre Online Marketing-Strategie mit Social Media ausrüsten? Oder bleibt das ein Trend der nur die USA kennt?

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3 Kommentare

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  1. Philipp Sauber | 20.08.2008 21:52

    Das mit den Europäern und mehr Zeit stimmt sicherlich. Wir haben unsere Nachbarn und Freunde auch eher gleich um die Ecke und setzten deshalb auch mehr auf Real Social.
    Zudem gibt es Firmen die sich nicht einmal trauen einen Newsletter zu schreiben. So z.B. die Privatbanken. Permissionen-Marketing wird dort auch in 10 Jahren noch kein Thema sein. Die Chance, dass ein Kunde kalte Füsse kriegt ist viel zu gross.

    Was ich auch merke (bei meinen Kundenterminen) ist, dass es an Aufklärung fehlt oder es eben in dem Bereich noch zu wenig Profis gibt. Aber dem versuchen wir ja Abhilfe zu schaffen 😉

  2. Ladina | 20.08.2008 10:13

    Ein wirklich spannender und vor allem aufschlussreicher Beitrag!
    Ich habe kürzlich gelesen, dass in den meisten Europäischen Unternehmen Investitionen in Soziale Medien am mangelnden Verständnis der Führungskräfte für die erzielbaren Vorteile scheitern. So hat eine Umfrage von BEA Systems gezeigt, dass die Mehrheit der befragten Unternehmen (57%) sich mehr Aufklärung über den Nutzen von Web 2.0 Technologien wünscht. Am niedrigsten ist das Verständnis für die Vorteile bei skandinavischen Führungskräften. Neben dem Informationsdefizit befürchten weitere 23% der befragten Unternehmen Probleme im Hinblick auf die Kontrolle der veröffentlichten Inhalte. Und ein weiterer Grund sind die Sicherheitsbedenken, die in rund jedem fünften Unternehmen (21%) den Web 2.0 Enthusiasmus bremsen. In Deutschland und in Frankreich ist die Sorge um die Sicherheit besonders gross. Dort befürchten jeweils rund ein Drittel der Befragten negative Folgen für die Datensicherheit.
    Ich denke Martin hat es auf den Punkt gebracht, wir Europäer gehen mit Veränderungen ganz anders um als die Amerikaner und brauchen dementsprechend auch länger Zeit und am besten überzeugende Erfolgsstories als Leitfaden…

  3. Martin Hunkeler | 20.08.2008 07:59

    So ganz lässt sich aus meiner Sicht Europa, insbesondere die Schweiz, nicht mit den USA vergleichen. Die Schweizer zeigen sich weniger kontaktfreudig und schliessen weniger schnell unverbindliche „Freundschaften“ mit Fremden, als die Amerikaner. Ich denke aber, dass vor allem Dienste wie Facebook hierzulande noch ein enormes Potential haben. Die Schweiz wird im Moment erst so richtig aufmerksam darauf. Mal schauen, wie lange es dauert, bis die Werber dies auch begreifen.
    Weniger Chancen sehe ich für Podcasts. Videocommunities werden auch ziehen, jedoch sehe ich dies mehr als Zeitvertreib à la TV glotzen. Als Communitie wird sich dies nur wenig durchsetzen.
    Wenn die grossen Player wie Migros, Coop, Swiss mal Social Media in der Werbung einsetzen, wird es nicht lange dauern bis kleinere Firmen nachziehen. Dies werden aber mindestens landesweit tätige Firmen sein, da sich Werbung in den Social Medias nicht gut geografisch steuern lassen.

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