Firefox 3.5 zeigt´s wieder allen

Firefox 3.5 release bald auch auf meinem Rechner

Es gibt wohl kaum etwas, dass Webentwickler derart viel Nerven gekostet hat, soviel unnötige Stunden extra Entwicklungszeit verschlungen und soviele Hacks produzierte wie der Internet Explorer 6. Und bis heute gibt es noch unzählige PCs die diesen unsicheren und altersschwachen Browser nutzen – der schon beim Release hinter den Standarts herhinkte. Mozilla zeigte mit Firefox schon mit der ersten Version wie man einen guten Browser macht.

Und als erstes muss ich sagen,  Firefox macht wieder eine richtig gute Figur! Natürlich ist auch Firefox nicht perfekt, nach dem ersten grossen Erfolg, besonders in der Gemeinde genervter Entwickler und dann bei erschreckten Anwenden über die stetig wachsende Zahl von Meldungen über Sicherheitslücken im Microsoft Produkt, wurden auch Sicherheitslücken in Firfox heiss diskutiert. Wer sich die Mühe machte, die Fehler zu vergleichen stellte jedoch fest, dass da viel Propaganda gegen Firefox gemacht wurde – ein Loch im Zaun wurde so diskutiert wie ein sporadisches Stück Zaun im offenen IE Gelände. Nun hat Firefox die Beta Version 3.5 vorgestellt und ein paar wirklich tolle Neuigkeiten eingebaut.

Video, Audio, HTML 5 und CSS3

Neben der Unterstützung der neuen HTML 5, CSS3 und Javascript Standarts, die dem Benutzer eher weniger direkt auffallen werden und eine Freude für Entwickler bedeuten, gibt es nun die Unterstützung von Video und Audio die direkt im Browser Fenster ohne Player und Plug-ins Laufen. Für Audio wird das Wav Format benutzt, Videos werden im Open Source Format Oog Vorbis und Theora abgespielt. Aber reines abspielen war den Entwicklern noch nicht genug. Im neuen Firefox kann man in Fenstern malen, Text, Bilder und sogar weitere Videos in das laufende Video einbinden. Eine Testseite gibt es hier von den Mozilla People.

Bessere Suche und mehr Privatsphäre

Wer im Adressfeld ein Wort eintippt, bekommt direkt im Pull Down vorschläge für passende Seiten. Sieht man nicht auf anhieb das richtige, kann man die Suche verfeinern, in dem man mit + und – einfach weitere Begriffe hinzufügt oder ausschliesst. Es ist sogar möglich in den Einstellungen des Browsers diese Vorschläge rein auf Übereinstimmungen innerhalb von URLs zu beschränken, sodass Metatags nicht berücksichtigt werden.
In Puncto Privatsphäre hat Firefox auch gearbeitet und eine simple Option eingebaut. Surft man im Private Browsing Mode, z.B. an einem anderen Computer, werden keinerlei Daten wie besuchte Seiten, Cookies und ähnliches gespeichert. Man surft ungeniert und hinterlässt keine lokalen Spuren.

Hier gibt es noch ein Videointerview (in leider sehr schlechter Qualität) mit Firefox Häuptling Mike Beltzner

Obwohl noch als -sehr stabile- Beta im Umlauf, deutet alles darauf hin, dass der release candidate sehr bald veröffentlicht wird. Ich bin wiedereinmal angetan von den Open Source Geeks, was haltet ihr von den neuen Funktionen?


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6 Kommentare

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  1. Tobi | 30.07.2009 11:27

    Der Private Browsing Mode ist wikrlich eine feine Sache, was allerdings ein wenig stört, dass für den Modus die bestehend Tabs gespeichert, geschlossen und später wiederhergestellt werden, statt einfach einen neuen“Privaten Tab“ anzuzeigen.

  2. Dirk Worring-Ramstoeck | 12.06.2009 13:17

    @Matti Ich finde diese Funktion auch super. Wer an öffentlichen Computern surft, der vergisst gerne seine temp & cache files zu löschen wenn er fertig ist. Das erledigt sich damit.

  3. Matti | 11.06.2009 21:00

    Ich glaub gerade der Private Browsing Mode ist für viele User das absolute Killerfeature. Ich kenne so viele Leute die mittlerweile schon totale Überwachungsparanoia haben. Für die ist diese Funktion genau das richtige 🙂

  4. Yves | 11.06.2009 13:08

    @Dirk: Genau, der IE ist Teil eines schlechten OS. Was will man da erwarten? 😉
    Chrome ist gerade so schnell, weil er noch keine Addins drin hat. Drum werfe ich den FF erst an, wenn ich auf die Addins angewiesen bin. Was sich auch bewährt, erstmal Chrome anwerfen, dann hat man was zur Überbrückung, bis der FF seine 1000 Extensions geladen hat.

  5. Dirk | 11.06.2009 13:03

    @yves: der IE ist gar kein browser. Punkt. 🙂
    Chrome ist echt schnell, allerdings war es am Anfang ja auch eine heisse Diskussion bzgl der Daten die google damit angezapft hat von uns. Mittlerweile geändert. Was mich am Chrome stört ist, es gibt eben viele Plug ins nicht an die ich mich beim FF gewöhnt habe. (z.b. feedly, …)

  6. Yves | 11.06.2009 12:37

    Der IE ist ja wirklich kein Browser, der sich mit dem Firefox vergleichen lässt. Ich war auch lange begeistert vom FF, leider wird er immer langsamer. In Situationen, in denen ich die Plugins des FF nicht brauche, verwende ich seit dem letzten Release lieber den Chrome.

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