Wuala – Die soziale Festplatte

Voilà, nach knapp 4 Jahren intensiver Entwicklung und 10 Monaten geschlossener Alpha-Version hat das Schweizer Start-Up Unternehmen Caleido AG, den revolutionären Onlinespeicher Wuala für die Öffentlichkeit freigegeben.

Was ist Wuala?
Wuala ist eine kostenlose Online-Festplatte für Window, Mac und Linux, auf der man einfach und sicher Dateien speichern, diese mit Freunden oder Gruppen teilen oder einfach veröffentlichen kann. Nach der Registrierung können jegliche Dateien (Typ und Grösse spielen keine Rolle) einfach hochgeladen, abgespeichert und auserlesenen Usern zugänglich gemacht werden. Sind die Dateien  erst einmal hochgeladen, kann jederzeit von überall her darauf zugegriffen werden. Ausserdem sind die Dateien so vor allfälligen Computerabstürzen gesichert. So verwenden Studenten Wuala für ihre Gruppenarbeiten, Wissenschaftler transferieren umfangreiche Messdaten für ihre Publikationen und Freunde tauschen ihre persönlichen Fotos und Videos untereinander aus. Tausende Gruppen und Vereine haben Wuala bereits für sich entdeckt und nutzen es, um ihren Mitgliedern wichtige Dokument schnell und sicher zukommen zu lassen.

Wie funktioniert Wuala?
Wuala basiert auf einer neuartigen Technologie, die Kosten spart. Am Anfang steht jedem User 1 GB Online-Speicherplatz zur Verfügung. Falls mehr Online-Speicher benötigen wird, können die User dem Wuala-Netzwerk freien Speicherplatz auf ihrer eigenen Festplatte zur Verfügung stellen, welcher dann praktisch eins zu eins gegen mehr Wuala-Speicher eingetauscht wird.

Fremde Daten auf meinem PC?
Beim Gedanke, dass fremde Daten auf der eigenen Festplatte liegen, sträuben sich so manchem die Nackenhaare. Doch die Bedenken sind unbegründet. Jede Datei wird in 100 Einzelteile zerlegt, die dann auf 500 Rechner im Netz verteilt werden. Da jedes Fragment mit 128 Bit verschlüsselt wird, kann kein Wualaner mit den Daten Dritter etwas anfangen. Wer trotzdem Vorbehalte gegen das Tauschkonzept hat, kann den Speicherplatz einfach gegen Bezahlung auf bis zu 1 TB erweitern.

Sicherheit und Datenschutz
Bei Wuala werden alle Dateien noch vor dem Hochladen direkt auf dem Computer des Users verschlüsselt. So verlässt das Kennwort nie den Computer und garantiert, dass nur berechtigte Personen Zugriff auf die abgelegten Dateien haben. Damit sichergestellt ist, dass die Daten auch wirklich verfügbar sind, werden sie in kleine Häppchen aufgeteilt und fortlaufend abgespeichert. Da mehrere Blöcke der gleichen Datei parallel von unterschiedlichen Quellen heruntergeladen werden können, werden Downloads schneller denn je.

Der Konkurrenz einen Schritt voraus
Dank schnellen und nahezu überall verfügbaren Internet-Verbindungen gewinne Online-Speicher zunehmend an Beliebtheit. Sie ersetzen bestehende Lösungen wie externe Festplatten, USB-Flash-Karten und lästige Email-Anhänge. Wuala setzt genau hier an. Da sich der Dienst jedoch in vielerlei Hinsicht von der Konkurrenz abhebt, rechnen sich die Firmengründer Dominik Grolimund und Luzius Meisser beste Chancen aus, im noch jungen Markt Fuss zu fassen. „In der Summe der Funktionen, die wir anbieten, sind wir einzigartig und damit stark positioniert“, so Grolimund. Das Geschäftsmodell von Wuala basiert momentan auf dem Verkauf von Speicherplatz, Einnahmen aus Werbung und Kommissionen für die Vermittlung von Fotobestellungen, welche direkt aus der Anwendung initiiert werden können.

Die soziale Festplatte wird wohl vor allem dann Erfolg haben, wenn möglichst viele Nutzer am Dienst teilnehmen. Ich für meinen Teil, bin begeistert von Wuala. Was meint Ihr? Hat schon jemand Erfahrungen gesammelt?

Die Wuala-Gruppe auf Facebook

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4 Kommentare

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  1. Albert Unger | 15.05.2011 08:34

    Vor 1 1/2 Jahren lernte ich wuala per Zufall kennen, seit 1 Jahr setze ich es professionell ein. Fast Täglich stelle ich meinen Kunden Daten zum Download über wuala zur Verfügung per geheimem Weblink. Funktioniert genial einfach schnell und sicher. Was mich fasziniert ist die Verschlüsselungstechnik:
    Die Dateien werden auf meinem eigenen PC in Schnipsel aufgeteilt, jeder Schnipsel wird 128Bit verschlüsselt und dann tritt er die Reise ins Netz an. Die Wuala server speichern praktisch nur die Information wo welcher Schnipsel abgelegt wurde und zu welchem UrsprungsPC er gehört. So bewege ich im Monat ca. 5-10 GB Daten.
    Ein riesen riesen Vorteil gegenüber FTP (habe ich vorher jahrelang genutzt) ist auch dass auch grosse Dateien zB 500 MB hochgeladen werden ohne dass man sich darum ‚kümmern‘ muss. Wird die Verbindung unterbrochen, so muss man den FTP upload neu starten, bei Wula ist das nicht nötig. Sobald das Internet wieder da ist, lädt Wuala die ‚restlichen Schnipsel‘ hoch und ist somit schnell fertig damit. Also einfach nur genial!!
    Ganz herzlichen Dank an die Entwickler!!! Ich habe Wuala lieben gelernt.

  2. greedo | 28.12.2010 13:20

    binebenfalls begeistert undhabe noch eine richtigstellung: man muss nicht zwingend das programm installiern. es gaht auch über die webseite mit java, allerdings ists von vorteil lokal zu benutzen.

  3. Peter Beck | 16.08.2008 08:30

    Ich kenne Wuala schon länger, sie haben sich unter anderem am TechCrunch Meet-up im Bluewin Tower präsentiert und waren wohl eine der wenigen Firmen die ein vielversprechendes Businessmodel beisammen hatten.
    Richtig genutzt habe ich den Dienst aber noch nicht, weil ich mit einem FTP Server arbeite. Darauf geht aber das Sharen nicht so richtig, weshalb ich Wuala nun intensiver einsetzen werde. Was mir allerdings nicht so passt ist, dass man sich auf dem Rechner etwas installieren muss, ansonsten coole Sache.

  4. urs | 15.08.2008 15:17

    Gerne schliesse ich mich der Begeisterung von Frau Klose an und möchte sie noch auf die Entwickler ausdehnen. 6 der 8 Initianten sind ehemalige ETH-Studenten und haben hier eine Meisterleistung der CH-Softwareentwicklung abgelegt. Kompliment für die Idee und die Umsetzung.
    Hoffe die Firma hat einen ähnlichen Erfolg wie andere „Garagen-Hochschul-Firmen“.

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