Facebook, Twitter, Youtube – so funktioniert Social- & Crossmedia

Jugendliche und Studenten sind eine sehr hart umkämpfte Zielgruppe. An der Schwelle zu den „digital natives“ sind sie zwar leicht zu erreichen – aber äusserst schwer zu begeistern. Wer die Aufmerksamkeit dieser Zielgruppe will, muss sich von klassischen Werbekonzepten verabschieden und neue Wege gehen. Wir haben uns mit „Dance with me“ zusammen mit Adobe auf diesen Weg gemacht.

Mitmachweb, Soziale Netzwerke und dabei sein
Um ein möglichst grosses Publikum dieser Zielgruppe zu erreichen gelten noch alte Grundsätze, jedoch mit neuen Parametern und Kanälen. Den Kunden da abholen wo er steht. Und stehen tun sie in Social Communities wie Facebook, StudiVZ, Twitter & Co. Daher wurden Gruppen in den Communities gegründet und über Freundschaftsanfragen User eingeladen mitzumachen. Denn mitmachen ist einer der Eckpfeiler im Web 2.0. Das Mitmachen bestand in Schritt eins im Voting für einen DJ der mit auf Tour gehen soll. Bis zum Ende des Votings am 10. Mai hatten rund 1000 User die Facebook Applikation installiert und mitgevoted.

Entsprechend gut war die Teilnahme der „realen“ Events bei den ersten beiden Shows in Lausanne und Winterthur. Über 200 Studenten zeigten Ihre Tanzkünste vor dem Green- screen – und feierten mit uns bis in die frühen Morgenstunden.

Das Mitmachweb wird im Konzept laufend weiter bedient. Nach den Shows werden die Videoclips der Tänzer freigestellt und sind dann in der Applikation der Microsite www.dancewithme.ch verfügbar. Hier können die User Dancecrews zusammenstellen, Sounds auswählen und am Voting für die beste Dancecrew teilnehmen.

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News & Informationen – kurz und schnell
Wenig wird gelesen, dafür muss es aber immer schneller verfügbar sein. Diese Anforderungen bedienen wir über die umgehenden uplaods der von Usern erstellten Videoclips auf Youtube, die Event Fotos finden die Teilnehmer (und alle anderen interessierten) auf flickr, und tägliche updates gibt es über den Twitter stream, sowie in den Social Communities wie Facebook. Ein wichtiger Faktor hierbei ist, nicht nur zu informieren, sondern Diskussionen in Gang zu halten und im direkten Kontakt mit der Zielgruppe zu stehen. Ein-Weg-Kommunikation war gestern.

Hier gibt es noch das Behind the Scenes Video.

Für uns war es eine tolle Herausforderung und die Ergebnisse stellen uns sehr zufrieden. Wenngleich uns bewusst ist, dass die Zeiten, in denen man ein Konzept einmal aufstellt und repliziert vorbei sind. Möglicherweise müssen wir in zwei Jahren schon wieder neue Wege gehen um die Zielgruppe zu erreichen. Aber das macht unseren Job ja so spannend. Habt ihr ähnliche Erfahrungen, auf Agentur- oder Userseite mit Social- und Crossmedia Kampagnen gemacht? Und gehört ihr schon zu den Leuten die keinen e-mail Account mehr haben, weil ja alles über Twitter und Facebook geht?

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9 Kommentare

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  1. Dirk Worring-Ramstoeck | 28.05.2009 13:52

    @Steini: Der Trend geht ja auch voll zum Zweitbuch habe ich gehört #breaking #news 😀

  2. Sam Steiner | 27.05.2009 08:58

    @Dirk – war natürlich überspitzt. Hab auch ein Buch neben meinem Bett. Wegen dem Geruch 🙂 [und manchmal lese ich tatsächlich drin]

  3. Dirk | 27.05.2009 07:58

    @Sam: Dostojewski`s Schuld und Sühne als PDF wäre mir persönlich zum einen ein Graus, weil Bildschirm lesen noch mehr ermüdet und auch ein Jammer für die Kunst. Wenn es um Bücher geht lese ich noch Papier – schon einfach weil ich den Geruch von Papier liebe.

    News, Research und Information sind m.E. nach auf Papier Geldverschwendung.

  4. Sam Steiner | 26.05.2009 13:49

    „…die digital natives kaufen sicherlich auch noch Papier in Zukunft. Als schmucke Bücher die man sich auch ins Regal stellen kann.“

    Genau. Schon etliche Buchverlage begreifen, dass ich ein Buchladen als Kunstladen sehe und ich Bücher als Kunstobjekte ins Regal stellen möchte (und sicherlich nicht darin lesen will, dazu gibt’s ja längst Hörbücher und PDFs).

    Bin gerne in Buchläden. Kunstwerke zum Anfassen.

  5. Per | 26.05.2009 12:39

    Coole Sache. Hab ja nicht viel Ahnung davon, aber es gefällt mir gut.

  6. Dirk | 26.05.2009 10:30

    @Leumund:
    Ja, die Tänzer kommen alle auf den Shows zusammen. Mittlerweile sollten es so ca. 250 sein, die allerdings noch in der Webaufbereitung sind.

  7. Dirk | 26.05.2009 10:29

    @Carolin:
    Zum einen ist es doch hervorragend, dass die Werber neue Wege beschreiten müssen – das macht es für Werber wie Konsumenten interessant. Das Guerilla Werbugn gut bei Dir funktioniert, ist sicherlich ein Mix aus persönlichem Geschmack und dem sowieso schon ständigem online-sein. Da ist man für andere Reize vielleicht empfänglicher – weil eben anders.

    Das Plakat wird sicher seine Renessaince als digitales Skyscrapper-Megaposter erleben. Print ist einfach generell zu teuer, und die digital natives kaufen sicherlich auch noch Papier in Zukunft. Als schmucke Bücher die man sich auch ins Regal stellen kann.

  8. Christian Leu | 26.05.2009 10:12

    Also irgendwie tanzt bei mir niemand. Sind die 74 Tänzer auf den Roadshows zusammengekommen? Ist das Konzept nicht leicht zu aufwändig?

  9. Carolin | 25.05.2009 16:46

    Und im Prinzip wird es immer das gleiche bleiben

    Aus Sicht der Werbenden geht es immer nur darum, wie man den Overkill der Konsumenten umgeht und noch eine Lücke findet, noch ein bißchen Aufmerksamkeit, was man auf das eigene Produkt lenken kann.
    Und weil eben alles schon mal da war, müssen neue Ideen her. Zugegeben, „Dance with me“ ist wirklich aufwändig – da wird die mediale Welt des Internet mit der realen verbunden, was in Facebook und Co ja auch schon beabsichtigt wird, meiner Meinung nach, aber nicht so richtig klappt.

    Was bei mir persönlich inzwischen schon viel besser funktioniert ist analoge, einfach Werbung, Guerlliamarketing, Street Art als Werbung. Eben mal wieder was, was nicht blinkt, sich nicht von allein bewegt.

    Geht’s irgendwann wieder von vorne los? Wird das gute alte Plakat irgendwann wieder reanimiert? Oder wird alles schneller, bunter, digitaler?

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